{"id":10159,"date":"2022-05-09T01:03:38","date_gmt":"2022-05-08T23:03:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=10159"},"modified":"2022-05-09T21:23:26","modified_gmt":"2022-05-09T19:23:26","slug":"die-slowenische-gegenwartslyrik-in-oesterreich-mehrsprachigkeit-zwischen-identitaetskrisen-und-produktivem-potenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/05\/09\/die-slowenische-gegenwartslyrik-in-oesterreich-mehrsprachigkeit-zwischen-identitaetskrisen-und-produktivem-potenzial\/","title":{"rendered":"Die slowenische Gegenwartslyrik in \u00d6sterreich \u2013 Mehrsprachigkeit zwischen Identit\u00e4tskrisen und produktivem Potenzial"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"custom-small-subtitle wp-block-heading\">Felix Oliver Kohl<\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Zu Beginn eine berechtigte Frage: Wer produziert slowenische Lyrik in \u00d6sterreich? Bis zur Jahrtausendwende ist das recht einfach zu beantworten. Im Gro\u00dfen und Ganzen geht die Produktion slowenischer Lyrik in \u00d6sterreich auf die Volksgruppe der K\u00e4rntner Slowen*innen zur\u00fcck. Deren k\u00fcnstlerische Literatur hatte ihren Anfang erst sp\u00e4t, und zwar nach dem Zweiten Weltkrieg, genommen. Die ersten lyrischen Stimmen der Nachkriegszeit geh\u00f6rten Milka Hartman und Valentin Polan\u0161ek, deren Lyrik um die thematische Triade Heimat \u2013 Natur \u2013 Liebe kreiste und eher der Volksdichtung zuzuordnen war. In den 1960-er Jahren formte sich dann um die Zeitschrift <em>mladje<\/em> (dt. <em>\u201e<\/em>Jungholz\u201c) eine Gruppe junger Autor*innen wie Florjan Lipu\u0161 (*1937), Gustav Janu\u0161 (*1939) und Erich Prun\u010d (1941-2018), die mit diesem Literaturverst\u00e4ndnis radikal brach und eine \u00e4sthetisch motivierte Literatur einforderte sowie diese selbst produzierte. Die K\u00e4rntner Slowen*innen hatten im Verlauf des 20. Jahrhunderts unter Nationalismus, Assimilierungsdruck und anderen Repressionen gelitten und sahen sich noch weit nach Ende des Zweiten Weltkriegs Anfeindungen und Benachteiligungen ausgesetzt, man denke nur an die Ereignisse um den Ortstafelstreit. Deshalb herrschte im <em>mladje<\/em>-Kreis Konsens dar\u00fcber, dass die K\u00e4rntner slowenische Literatur zwar \u00e4sthetisch innovativ, zugleich jedoch immer noch der Wahrung der slowenischen Sprache verpflichtet sein sollte. So war eine K\u00e4rntner slowenische Literatur auch nur in slowenischer Sprache zu denken. Mitte der 50er-Jahre nimmt jedoch ein struktureller Wandel innerhalb der Volksgruppe seinen Anfang, der sich auch auf die Literatur auswirken wird. Mit der Gr\u00fcndung des Slowenischen Gymnasiums 1957 in Klagenfurt \u00f6ffnen sich M\u00f6glichkeiten zum sozialen Aufstieg au\u00dferhalb der geistlichen Laufbahn. K\u00e4rntner Slowen*innen ergreifen nun verst\u00e4rkt prestigetr\u00e4chtige Berufe in Bereichen von Wirtschaft, Recht und Medizin. (Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich<\/em>, 150-153) Dies bedingt jedoch auch eine gr\u00f6\u00dfere Mobilit\u00e4t und eine Abwanderung in urbane Zentren au\u00dferhalb K\u00e4rntens. Auch die Literatur der K\u00e4rntner Slowen*innen \u00f6ffnet sich: Im Laufe der 1970er-Jahre finden verschiedene Formen der literarischen Mehrsprachigkeit Einzug in Prosa und Lyrik von K\u00e4rntner Slowen*innen und ihre Literatur wird im \u00f6sterreichischen literarischen Raum durch \u00dcbersetzungen in diversen Literaturzeitschriften sichtbar. (Kohl et al.: <em>\u00dcberregional<\/em>, 29-32)<\/p>\n\n\n\n<p>1978 kommt es dann zu einer Publikation, die aus heutiger Sicht als Auftakt eines Paradigmenwechsels gelten kann. Der zweisprachige Lyrikband <em>k\u00fchles feuer\/hladni ogenj<\/em> von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/ferk-janko\/\">Janko Ferk<\/a> (*1958) bedeutet nicht nur den ersten zweisprachigen Lyrikband der K\u00e4rntner Slowen*innen, sondern auch eine neue Einstellung zur deutschen Sprache. 1970 hatte Janko Messner (*1921) mit der Kurzgeschichtensammlung <em>Ansichtskarten von K\u00e4rnten<\/em> zwar bereits das erste deutschsprachige belletristische Buch eines K\u00e4rntner Slowenen publiziert, jedoch aus einer anderen Haltung zur deutschen Sprache: Messner bezeichnet sein Verh\u00e4ltnis zu dieser als getr\u00fcbt, publiziert aber in der Folge immer wieder auch auf Deutsch, um mit seiner engagierten Literatur auch deutschsprachige Leser*innen auf die Verh\u00e4ltnisse in K\u00e4rnten aufmerksam zu machen. Bei Ferk dient das Schreiben in deutscher Sprache nun aber nicht mehr nur wie bei Messner zur blo\u00dfen Verst\u00e4ndigung mit der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung, sondern auch der Lust am poetischen Ausdruck in deutscher Sprache. (ebd.: 32-33) Zudem beginnt mit der deutschen \u00dcbersetzung von Florjan Lipu\u0161\u2018 <em>Z\u00f6gling Tja\u017e <\/em>durch Helga Mra\u010dnikar und Peter Handke im Jahr 1981 und den Konsekrationsdiensten des letzteren das \u201egoldene Dezennium\u201c (Hafner: <em>Der \u201eexemplarische\u201c<\/em>, 140) der K\u00e4rntner slowenischen Literatur, die weit \u00fcber die Grenzen K\u00e4rntens, Sloweniens und \u00d6sterreichs hinaus Aufmerksamkeit erlangt. In der Folge tritt eine Generation von Autor*innen hervor, die haupts\u00e4chlich Lyrik schreibt und neben Ferk klangvolle Namen wie <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/hafner-fabjan\/\">Fabjan Hafner<\/a> (1966-2016), Maja Haderlap (*1961), <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/lipus-cvetka\/\">Cvetka Lipu\u0161 <\/a>(*1966) und Jani Oswald (*1957) umfasst. Diese verfassen ihre ersten Lyrikb\u00e4nde noch auf Slowenisch, sehen sich aber einer Lebensrealit\u00e4t ausgesetzt, die ihr weiteres Schaffen wesentlich beeinflussen soll. Alle genannten sowie zahlreiche weitere Altersgenoss*innen verlassen K\u00e4rnten nach der Matura in Richtung anderer Studienorte (z. B. Graz und Wien), worunter der Kontakt zur slowenischen Sprache leidet. Ohnehin ist auch der Alltag in K\u00e4rnten schon l\u00e4ngst zweisprachig: Bereits 1989 ist slowenische Einsprachigkeit in K\u00e4rnten nur noch bei \u00fcber 60-J\u00e4hrigen festzustellen. (Busch: <em>Sloven\u0161\u010dina<\/em>, 55-56) Im Gegensatz zur ersten <em>mladje<\/em>-Generation um Florjan Lipu\u0161 haben wir es also mit einer Generation zu tun, die schon von Kindesbeinen an zweisprachig aufw\u00e4chst. Ebenso verliert die slowenische Literatur in K\u00e4rnten mit der Einstellung des <em>mladje <\/em>1988 ihr zentrales Organ. Eine vor\u00fcbergehende Belebung der Zeitschrift unter Maja Haderlap im Jahr 1990 unter Einbeziehung von Slowen*innen in Italien scheitert ebenfalls bald. Zu den zentrifugalen Tendenzen im Hinblick auf Sprache und Literatur gesellt sich in dieser Zeit auch die Souver\u00e4nit\u00e4t Sloweniens 1991 und die damit verbundene Grenz\u00f6ffnung. Eigentlich ein gutes Vorzeichen, doch der Schein tr\u00fcgt. Die K\u00e4rntner slowenische Literatur wird von der slowenischen Literaturwissenschaft zwar zur slowenischen Literatur gez\u00e4hlt, doch lediglich als Bem\u00fchung um die Erhaltung der Volksgruppe anerkannt. (Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich, <\/em>53-54) Bezeichnend auch die distinguierende Terminologie, derer sie sich bedient: mit \u201azamejska literatura\u2018 (von za mejo = hinter der Grenze) bezeichnet sie diejenige Literatur, die von den slowenischen Volksgruppen in Italien und \u00d6sterreich produziert wird und diese im wortw\u00f6rtlichen Sinne vom \u201aZentrum\u2018 abtrennt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"554\" height=\"779\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner.jpg\" alt=\"\" data-id=\"10212\" data-full-url=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?attachment_id=10212\" class=\"wp-image-10212 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner.jpg 554w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-107x150.jpg 107w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-370x520.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-185x260.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-20x28.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-400x562.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Hafner-Fabjan-Portraet-c-Tasja-Hafner-34x48.jpg 34w\" sizes=\"(max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Fabjan Hafner \u00a9 Tasja Hafner <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"511\" height=\"768\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor.jpg\" alt=\"\" data-id=\"10213\" data-full-url=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?attachment_id=10213\" class=\"wp-image-10213 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor.jpg 511w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-370x556.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-185x278.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-20x30.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-400x601.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Ferk-Janko-Portraet-c-Autor-32x48.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\"> Janko Ferk \u00a9 Autor<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Im selben Jahr, in dem Slowenien als Staat anerkannt wird, ver\u00f6ffentlichen Ferk (<em>Am Rand der Stille<\/em>) sowie Fabjan Hafner (<em>Gelichter + Lichtes<\/em>) zwei rein deutschsprachige Gedichtsammlungen, was wiederum ein Novum darstellt. Angesichts der eben beschriebenen Entwicklung und der \u00d6ffnung zur deutschen Sprache hin verwundert dies zumindest von au\u00dfen betrachtet nicht, dennoch handelt es sich um folgenschwere Entscheidungen, die so manche Tradition und Kategorie infrage stellen. Die slowenische Sprache ist n\u00e4mlich das \u201eentscheidende[\u2026] ethnische[\u2026] Alleinstellungsmerkmal\u201c (Kolb:<em> Pr\u00e4senz,<\/em> 137) der K\u00e4rntner Slowen*innen. Sie stiftet Gemeinschaft \u2013 sowohl \u00fcber Kommunikation als auch \u00fcber Aktivit\u00e4ten, die zu Erhalt und Pflege der Sprache beitragen. 2004 \u00e4u\u00dfert Florjan Lipu\u0161 in diesem Zusammenhang anl\u00e4sslich der Verleihung des Pre\u0161eren-Preises den ber\u00fchmten Satz \u201eZ jezikom smo ali nismo\u201c (Lipu\u0161:<em> Govor<\/em>, 279) \u2013 Mit der Sprache existieren wir oder nicht. Die slowenische Sprache h\u00e4lt die Volksgruppe am Leben und vice versa. Prun\u010d konstatiert 2008 zwar, f\u00fcr die Generation um Maja Haderlap stelle die Sprachwahl im Vergleich zu den vorherigen Generationen \u201ekein Problem mehr dar\u201c (Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich<\/em>, 154); dass dies angesichts der Bedeutung der slowenischen Sprache aber keineswegs so einfach gelagert ist, beweist das folgende Zitat von Maja Haderlap aus dem Jahr 1996:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Im Unterschied zur \u00e4lteren Schriftstellergeneration schreibt die j\u00fcngere Generation \nder slowenischen Autorlnnen in K\u00e4rnten nicht mehr aus dem Bewu\u00dftsein heraus, \nSprecher eines Volkes sein zu m\u00fcssen. Auf das historische und politische Ph\u00e4nomen \ndes Verschwindens der Volksgruppe reagieren die j\u00fcngeren slowenischen Autorlnnen \nmit einer neuen, speziellen \u00c4sthetik des Verschwindens. Sie bringen sich als \nslowenische Autorenlnnen [sic!] zum Verschwinden. Das hei\u00dft, sie schreiben in beiden \nSprachen und verlieren als zweisprachige Autoren zunehmend das Bewu\u00dftsein, einer \nVolksgruppe oder einer Nation anzugeh\u00f6ren. Sie m\u00fcssen ohne Vermittler oder \nEntdecker auskommen und \u00fcbernehmen zumeist selber die Rolle des \u00dcbersetzers und \nVermittlers. Das hat f\u00fcr die Existenz einer slowenischsprachigen Literatur in \n\u00d6sterreich, aber auch f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis der Autorlnnen weiterreichende Folgen. \nweit \u00fcber eine literarische Krise hinausgeht. Man macht die Erfahrung, da\u00df jede \nSprache, wie auch jegliche Zugeh\u00f6rigkeit nach Ausschlie\u00dflichkeit verlangt. Da\u00df vor \nallem aber das literarische Schreiben nach Ausschlie\u00dflichkeit verlangt. Politische \nGrenzziehungen werden pl\u00f6tzlich privat. Lebensgeschichten sind verbunden mit \nkulturellen, mit sprachlichen Z\u00e4suren, man mu\u00df Freunde oder Wegbegleiter an den \nSprachgrenzen zur\u00fccklassen. Was individuell als Einheit empfunden wird, ist \ngesellschaftlich und politisch geteilt und gespalten. Die j\u00fcngere Generation der \nslowenischen Autorlnnen in \u00d6sterreich f\u00fchlt sich tendenziell aus beiden \nSprach- und Literaturr\u00e4umen ausgeschlossen und in beiden Sprachen inkompetent. \n(Haderlap: <em>M\u00fchen,<\/em> 27)<\/pre>\n\n\n\n<p>Haderlap schildert hier eindr\u00fccklich das Dilemma j\u00fcngerer K\u00e4rntner slowenischer Schriftsteller*innen: Die Emanzipation aus dem Volksgruppenumfeld und vom Postulat der slowenischen Sprache bringt Freiheit, jedoch auch innere Konflikte um Fragen von Zugeh\u00f6rigkeit: Bin ich nun noch <em>slowenische*r<\/em> Autor*in? Wer ist mein Lesepublikum? Bedeutet Publizieren auf Deutsch Verrat an der slowenischen Sprache und damit der Volksgruppe? Haderlap verfasst nach ihren beiden slowenischen Lyrikb\u00e4nden <em>\u017dalik pesmi<\/em> (1983, <em>Salige Gedichte<\/em>) und <em>Bajalice<\/em> (1987, <em>W\u00fcnschelruten<\/em>) seit 1990 Gedichte auf Deutsch, die 1998 im dreisprachigen Gedichtband <em>Gedichte \u2013 pesmi \u2013 poems<\/em> erscheinen. Ebenso publiziert Jani Oswald nach seinem slowenischen Deb\u00fctband <em>Zaseka<\/em> (1985) 1992 die zweisprachige Gedichtsammlung <em>Babylon. Babilon<\/em>. 1994 wird Oswald mit <em>PesMarica<\/em> zwar noch einen slowenischen Band ver\u00f6ffentlichen, in der Folge aber auch nur noch zwei- bzw. mehrsprachig publizieren. Auch Janko Ferk bleibt der lyrischen Zweisprachigkeit verbunden, in seinem gesamten literarischen Opus dominiert jedoch die deutsche Sprache. Cvetka Lipu\u0161 ist die einzige Autorin dieser Generation, die ausschlie\u00dflich auf Slowenisch publiziert. Dass sie dies jedoch nicht vor einer \u201aIdentit\u00e4tskrise\u2018 bewahren wird, soll im Weiteren noch dargestellt werden. Da eine komplette Darstellung des Schaffens (K\u00e4rntner) slowenischer Autor*innen in \u00d6sterreich den Rahmen eines Artikels deutlich sprengen w\u00fcrde, m\u00f6chte ich mich im Folgenden auf den Aspekt von Sprache und Identit\u00e4t konzentrieren, da dieser aus verschiedenen Gr\u00fcnden von hoher Bedeutung ist. Wie gehen (K\u00e4rntner) slowenische Lyriker*innen mit Zweisprachigkeit und deren Konsequenzen um? Wie wirkt sich dies auf ihr Schaffen aus? Spielt die Zugeh\u00f6rigkeit zur Volksgruppe noch eine Rolle?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Poetiken der Identit\u00e4tskrise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Ausloten von sprachlichen Grenzen und neuen R\u00e4umen ist einer der zentralen Bestandteile von Fabjan Hafners Poesie. Hafner selbst war ein reger Literatur\u00fcbersetzer und so mit dem \u00dcbertreten und \u00dcbertragen von Sprachen bestens vertraut. Von Anfang an schrieb er sowohl auf Deutsch als auch auf Slowenisch, in dem er 1988 sein Erstlingswerk <em>Indigo<\/em> publiziert. Dieses tr\u00e4gt das vielsagende Motto: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Gedichte schreiben: | aus einer Sprache | \u00fcbersetzen, die | es nicht | gibt \n(Hafner: <em>Freisprechanlage<\/em>, 29). <\/pre>\n\n\n\n<p>Im Gedicht <em>Volkst\u00fcmlich <\/em>spielt Hafner ironisch auf das beharrliche Festhalten der Volksgruppe an Tradition und Einsprachigkeit an, das in der Sehnsucht nach der Figur der Mojca Ausdruck findet, der das lyrische Kollektiv blind folgt: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Ach, Mojca, wohin? | Du wei\u00dft es selbst nicht, | Wohin immer du willst, wollen \nauch wir. (ebd.) <\/pre>\n\n\n\n<p>Die Realit\u00e4t stellt das Kollektiv jedoch vor vollendete Tatsachen und so wird klar, dass der Weg in \u00d6ffnung und Dialog zu suchen sein wird (Bandelj: <em>Ve\u010djezi\u010dnost<\/em>, 165): Ach, Mojca, umsonst. | Wir haben uns verirrt, | es gibt kein Zur\u00fcck | im Finstern, im Frost. (Hafner: <em>Freisprechanlage<\/em>, 29) Auch sein zweiter Band<em> Gelichter + Lichtes<\/em>, der 1991 auf Deutsch erscheint, beginnt mit einem der Sprache gewidmeten Gedicht: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">UNGER\u00dcHRT VON | eigenen | Worten | versagt sich da | einer die | Sprache. | \nVerschl\u00e4gt | sie sich, | sozusagen. | Und | verschweigt | sein Versagen. \n(Hafner: <em>Gelichter<\/em>, 9) <\/pre>\n\n\n\n<p>Dies kann durchaus programmatisch f\u00fcr Hafners Werk gelesen werden. Das lyrische Ich, das oft auch auf ein lyrisches Du oder Er ausweicht, zeigt sich rastlos, suchend, jedoch selten ankommend. So schreibt Maja \u0160u\u010dur, Hafner sei zwischen den zwei Sprachen hin- und hergereist, jedoch nirgendwo zuhause gewesen. (\u0160u\u010dur: <em>Poezija<\/em>) Bezeichnend in diesem Sinne auch das Gedicht <em>Schnellstra\u00dfe, Fernlicht<\/em>, das wiederum am Anfang seiner dritten, diesmal dreisprachigen (Deutsch-Slowenisch und italienische \u00dcbersetzungen) Gedichtsammlung <em>Freisprechanlage \/ Brezro\u010dno govorjenje \/ Vivavoce<\/em> steht. Hier sieht sich das rastlose lyrische Du aufreibenden Begegnungen und Reisen ausgesetzt, ringt um Verst\u00e4ndigung und Kommunikation, die allm\u00e4hlich scheitern: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Und das st\u00e4ndige | \u00dcbersetzen versagt, | selbst wenn alle Ger\u00e4te | in Ordnung sind und \nunvermeidliches | Tuscheln den Saal erf\u00fcllt. Und eine Hand, | offen zur Ebene hin, \nbittet um Einsamkeit. \n(Hafner: <em>Freisprechanlage \u2013 Brezro\u010dno<\/em>, 14) <\/pre>\n\n\n\n<p>Hafner wird seine Poesie bis zu seinem Tod 2016 nur noch periodisch ver\u00f6ffentlichen. 2020 erscheint bei Suhrkamp eine Sammlung fr\u00fcher und letzter slowenischer Gedichte, \u00fcbersetzt von Peter Handke. Interessant ist hier u. a. ein Gedicht, in dem er seine Beziehung zu Slowenien reflektiert. Hafner war mehrere Jahre Lektor an der Universit\u00e4t Ljubljana und widmet der Stadt ein eigenes Gedicht:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">LJUBLJANA, ich bin ein Fremdk\u00f6rper in dir, \nSplitter, eingerissen in dein williges Gewebe, \nGelegenheitsbeilieger. \n\nJonas Wal bist du, wei\u00dfes Wahnbild, das ich \nein jedesmal wieder, in Hast und Lust, \nzur\u00fcck\u00fcbersetze in die sichere, die sachliche Welt. \n\nBin inmitten von dir bestens bei mir. \n(Hafner:<em> Erste und letzte<\/em>, 101) \n\nLJUBLJANA, v tebi sem tujek, \niver, zadrt v tvoje voljno tkivo, \nzasilen, prilo\u017enostni prile\u017enik. \n\nJonov kit si, bel privid, ki ga \nhlastno in slastno sproti prevajam, \nnazaj v varni, stvarni svet. \n\nSredi tebe sem najbolj pri sebi. \n(ebd. 100)<\/pre>\n\n\n\n<p>Das lyrische Ich zeigt hier das Wandeln zwischen Sprachen und Kulturen als Lusterfahrung, die es m\u00f6glich macht, bereichert in die \u201esichere, die sachliche Welt\u201c zur\u00fcckzukehren \u2013 diese liegt jedoch au\u00dferhalb Ljubljanas und wohl auch Sloweniens. Hafner bezeichnete seine Lyrik einst als \u201e\u00f6sterreichische Literatur in slowenischer Sprache\u201c und sich selbst in der slowenischen Literatur als Fremden, der von au\u00dfen kommt und auch au\u00dfen bleibt. (<em>Na pesni\u0161kem tandemu<\/em>: 13:00-13:40) Seine Lyrik zeigt also eine h\u00f6chst individuelle Erfahrung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalit\u00e4t, die als Herausforderung dargestellt wird, jedoch im Wesentlichen entkuppelt vom gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang der Volksgruppe, auf die selten Bezug genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00e4hnliche Einstellung zur individuellen Spracherfahrung ist auch bei Maja Haderlap zu finden, wenngleich letztere in ihrem Gesamtwerk einen ganz anderen Bezug zur Volksgruppe zeigt als Hafner. Leitmotiv ihres ersten Gedichtbands <em>\u017dalik pesmi<\/em> (1983) ist das Aufbrechen, wie der Titel des ersten Zyklus schon andeutet, dennoch kehren die Gedichte im Laufe des Bandes zur\u00fcck, ins l\u00e4ndliche, b\u00e4uerliche Milieu S\u00fcdk\u00e4rntens und die (Familien-)Geschichte, u. a. mit einem Gedicht \u00fcber die Gro\u00dfmutter des lyrischen Ichs, die vom Konzentrationslager erz\u00e4hlt. Hiermit deutet Haderlap ein Thema an, das sie knapp 30 Jahre sp\u00e4ter in ihrem Roman <em>Engel des Vergessens<\/em> noch eingehender behandeln soll. Auch im zweiten slowenischen Gedichtband <em>Bajalice <\/em>(<em>W\u00fcnschelruten<\/em>) besch\u00e4ftigt sich Haderlap vor allem im Zyklus <em>versiegte quellen<\/em> mit ihren Wurzeln und der Volksgruppe, die sie \u201emein verr\u00fccktes Volk\u201c nennt, \u201edas mit seinem sterben um liebe wirbt.\u201c (Haderlap: <em>Gedichte,<\/em> 131) Zugleich fragt sie pessimistisch: <\/p>\n\n\n\n<p>wer glaubt noch | an die heiligkeit der sprache, wer saugt sie gierig auf | sprache, die nicht <br>mehr eggt und nicht pfl\u00fcgt. (ebd. 133) <\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende dann jedoch die Vers\u00f6hnung: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ich behalte die uralte sehnsucht, die worte | und vers\u00f6hne mich mit diesem \nseltsamen volk. (ebd.)<\/pre>\n\n\n\n<p>Ein Treuegel\u00f6bnis an die slowenische Sprache? 1998 erscheint, wie oben erw\u00e4hnt, der dreisprachige Band <em>Gedichte \/ pesmi \/ poems<\/em>, der deutsche und englische \u00dcbersetzungen der beiden ersten B\u00e4nde sowie deutsche Gedichte enth\u00e4lt, die von 1990-1995 entstanden waren. Auch diese sind bekannten Motiven wie Familie und Vergangenheit verpflichtet, ganz am Ende wartet Haderlap aber mit einer stilistischen Neuerung auf: War ihre Lyrik bislang durch gr\u00f6\u00dftenteils konsequente Zeichensetzung strukturiert, ist das Gedicht <em>absage<\/em> nun v\u00f6llig frei davon. Liest man das Gedicht als eine Absage auf die strikte Trennung von Sprachen, Nationen und Grenzen, wirkt bereits der Beginn einschneidend: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ich gebe dich frei f\u00fcr alle tage | wei\u00df du hattest angst vor dem verenden | wei\u00df es und \nsag nichts ich gebe dich frei. (ebd. 169) <\/pre>\n\n\n\n<p>In diesem auf Deutsch verfassten Gedicht finden sich folgerichtig auch zwei slowenische W\u00f6rter. Bis zu ihrer n\u00e4chsten Ver\u00f6ffentlichung wird es 13 Jahre dauern, diese soll jedoch umso nachhaltiger und breitenwirksamer ausfallen. Mit dem Roman <em>Engel des Vergessens <\/em>(2011) entscheidet sich Haderlap vorerst endg\u00fcltig f\u00fcr das Deutsche als Schaffenssprache, unter anderem auch deswegen, weil ihr die deutsche Sprache eine gr\u00f6\u00dfere Distanz zum Romangeschehen und der Familiengeschichte erlaubte. (Mayer: <em>Haderlap<\/em>) In diesem Werk legt die Erz\u00e4hlerin unter anderem auch ihren \u00dcbergang von der slowenischen zur deutschen Schaffenssprache und die damit verbundenen Zwickm\u00fchlen dar. Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs des Buches meldet sich nun aber auch eine kritische Stimme zu Wort, und zwar in prominenter Gestalt von Florjan Lipu\u0161. Dieser kritisiert die Entscheidung gegen die slowenische Sprache in seinem \u201anur\u2018 64 Seiten langen Roman <em>Poizvedovanje za imenom<\/em> (2013, dt. \u00dcbersetzung 2016 als \u201eNachschrift\u201c in <em>Der Z\u00f6gling Tja\u017e<\/em>) und bezeichnet Haderlaps Roman als \u201eUmstiegsbuch\u201c in die \u201eobere Sprache\u201c. (Kohl et al.: <em>\u00dcberregional<\/em>, 164) Auch die slowenische Literatur\u00f6ffentlichkeit sah sich pl\u00f6tzlich vor den Kopf gesto\u00dfen: Hatte man sie, gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcber ihren letzten dreisprachigen Gedichtband hinwegsehend, bis dahin als slowenische Lyrikerin angesehen, bereitete Haderlaps Entscheidung f\u00fcr die deutsche Sprache nun Kopfzerbrechen und die Frage kam auf, ob sie nun eine \u00f6sterreichische Schriftstellerin geworden sei. Sie selbst gibt sich gegen\u00fcber solchen Selbstbezeichnungen jedoch sichtlich indifferent, da sie sich deren potenziell gef\u00e4hrlicher Exklusivit\u00e4t bewusst ist (Haderlap: <em>Vorstellungsrede<\/em>). Drei Jahre sp\u00e4ter best\u00e4tigt sie ihren \u201eUmstieg\u201c mit dem Lyrikband <em>langer transit<\/em>, dessen Titel zweifellos als Beschreibung ihrer sprachlichen Identit\u00e4tssuche gelesen werden kann. Der Frage nach Sprachwahl und Identit\u00e4t ist in Haderlaps letztem Gedichtband viel Platz einger\u00e4umt; vor allem im titelgebenden Zyklus. So hei\u00dft es im Gedicht <em>transit<\/em><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">am ufer des neulands wirst du deine \nmuttersprache ablegen. wolken, die \u00fcber \ndir ziehen, werden echos von worten sein,\ndie du einmal gesprochen hast, doch\njetzt verschweigst. \n(Haderlap: <em>langer transit<\/em>, 34)<\/pre>\n\n\n\n<p>Im Lichte des Transits bekommt der Begriff des \u00dcbersetzens im gleichnamigen Gedicht eine neue, zweite Bedeutung. Wie wird der Transit gelingen? Was l\u00e4sst sich ins \u201eNeuland\u201c transportieren? <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">kann denn | jedes wort den \u00fcbergang riskieren, glauben, | es sei unverwundbar in pech \ngebadet und gest\u00e4hlt? (ebd. 27) <\/pre>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist auch eine (zuf\u00e4llige) Parallele zu Fabjan Hafners Ljubljana-Gedicht. In <em>ljubljanica ged\u00e4chtnisfluss <\/em>sucht das lyrische Du \u201enach deinem slowenischen gesicht, nach der einzig wahren geschichte.,\u201c konstatiert jedoch: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">auf der suche nach dir, erblickst du das \/ andere, verzerrt und verschwommen. (ebd. 31) <\/pre>\n\n\n\n<p>Ljubljana bzw. Slowenien ist auch hier ein Ort der Sehnsucht und zugleich des Bewusstwerdens der Nichtzugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres kann auch bei Cvetka Lipu\u0161 festgestellt werden, und das, obwohl sie stets am Slowenischen festhielt. Dies ist angesichts ihres Lebenswegs keineswegs selbstverst\u00e4ndlich, denn Lipu\u0161 lebt seit 1995 au\u00dferhalb K\u00e4rntens: bis 2009 in den USA, seither in Salzburg. 1989 ver\u00f6ffentlichte sie ihr Deb\u00fct <em>Pragovi dneva <\/em>und zeichnet heute f\u00fcr ingesamt acht slowenische Gedichtb\u00e4nde verantwortlich. Diese sind nahezu komplett durch die \u00dcbersetzungen Klaus Detlef Olofs im Deutschen zug\u00e4nglich. Im Gegensatz zu den bisher genannten Autor*innen spielen Zwei- oder Mehrsprachigkeit, bis auf einige fremdsprachige Gedichttitel, sowie Themen rund um Volksgruppe und K\u00e4rnten in ihren Werken keine Rolle. Selbst betonte sie auch mehrmals, nicht als Sprachrohr einer Volksgruppe\/Minderheit auftreten und gelesen werden zu wollen. (Kol\u0161ek: <em>Portreti<\/em>) Dennoch lassen Migrationserfahrungen und Fragen von sprachlicher Identit\u00e4t auch in ihrem Opus Spuren. Im Mittelpunkt ihrer Lyrik stehen Fragen von K\u00f6rperlichkeit und die Auseinandersetzung des Subjekts mit seiner eigenen Zersetzung und Entfremdung. Dies kann durchaus als Verhandlung von Mobilit\u00e4tserfahrungen und Identit\u00e4tssuche gelesen werden. (Kohl et al: <em>\u00dcberregional<\/em>, 81-82). Weiterhin werden z. B. In <em>Geografija bli\u017eine<\/em> (2000, dt. <em>Geographie der N\u00e4he<\/em>, s. J.) Fragen von Sprachgebrauch und Sprachverlust thematisiert, in <em>Obleganje sre\u010de <\/em>(2008, dt. <em>Belagerung des Gl\u00fccks<\/em> 2010) sind Mobilit\u00e4t, Bewegung und Migration deutlich pr\u00e4sent. Auf den ersten Blick scheint Lipu\u0161 bestens in das slowenische Literatursystem integriert: Ihre letzten Gedichtb\u00e4nde erschienen in den beiden renommiertesten slowenischen Verlagen Beletrina und Mladinska knjiga, 2016 erhielt sie zudem den Preis des Pre\u0161eren-Fonds, eine der wichtigsten k\u00fcnstlerischen Auszeichnungen der Republik Slowenien. Dennoch kann die slowenische Literatur\u00f6ffentlichkeit nicht umhin, Cvetka Lipu\u0161 als eine Art Exotin zu lesen. Grund daf\u00fcr ist, dass sie von Beginn an au\u00dferhalb Sloweniens lebt und schreibt. Dies ist f\u00fcr die slowenische Literatur trotz allgemeiner Globalisierungstendenzen immer noch etwas h\u00f6chst Ungew\u00f6hnliches. Daher liest die slowenische Literaturkritik ihre Poesie gerne vor dem Spiegel ihrer \u201aAndersartigkeit\u2018. In Interviews der slowenischen Presse geh\u00f6rt es seit Jahren zum Standardrepertoire, sie nach ihrer transkulturellen und exophonen Erfahrung zu befragen. Dass sie trotz ihrer Mobilit\u00e4t am Slowenischen festh\u00e4lt, wird beinahe mit Verwunderung festgestellt. Ebenso wird sie wie Maja Haderlap mit der Frage konfrontiert, wie sie sich selbst definiert: Als slowenische oder \u00f6sterreichische Autorin? Lipu\u0161 selbst bezeichnet die Frage \u201eals wer schreibe ich\u201c als gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ihrer schriftstellerischen Erfahrung, da sie zum einen von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Identit\u00e4t sei, im Zuge von Mobilit\u00e4tserfahrungen aber in eine \u201eewige Transition\u201c geraten k\u00f6nne. (Lipu\u0161: <em>Pisati<\/em>, 117) In einem Interview antwortet sie auf die Frage, welche Fahne sie vor ihrem Haus hissen w\u00fcrde, m\u00fcsste sie sich f\u00fcr eine entscheiden, folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Das fragt man mich tats\u00e4chlich \u00f6fter, wenn ich als Dichterin im Ausland gastiere. \u201eWas \nsollen wir schreiben: \u00d6sterreich, USA, Slowenien?\u201c Ich sage immer: Slowenien. Das \nhat man mir in \u00d6sterreich manchmal etwas \u00fcbelgenommen. Als ich noch in K\u00e4rnten \ngelebt habe, habe ich mich f\u00fcr gew\u00f6hnlich als \u00f6sterreichisch-slowenische Dichterin \nbezeichnet, manchmal ohne die geographische Bestimmung \u201ek\u00e4rntnerisch\u201c. Mehr \nmusste man im mitteleurop\u00e4ischen Kontext nicht erkl\u00e4ren. Aber als man mich in \nden USA gefragt hat, woher ich komme, wurde mir klar, dass mir die Antwort \n\u201eaus \u00d6sterreich\u201c die Familiengeschichte nehmen w\u00fcrde. Denn die st\u00e4rkste Konnotation \nmit \u00d6sterreich sind dort der Zweite Weltkrieg und seine T\u00e4terInnen. Auf einmal fand \nich mich in der Situation wieder, dass ich eine fremde Geschichte auf mich nehmen \nmuss bzw. sie mir aufgeladen wird, die Geschichte der T\u00e4terInnen, womit ich die \nGeschichte der Gemeinschaft verwerfen w\u00fcrde, der ich angeh\u00f6re. Meine Familie \nist so wie zahlreiche Slowenen Opfer des Zweiten Weltkriegs. \n(Pi\u0161ek: <em>Cvetka Lipu\u0161<\/em>, \u00dcbers. F.&nbsp;K.)<sup>1<\/sup><\/pre>\n\n\n\n<p>Dennoch r\u00e4umte sie in Interviews ein, sich in Slowenien nicht selbstverst\u00e4ndlich oder heimisch, sondern eher als Touristin zu f\u00fchlen. (z. B. Kozin:<em> Intervju<\/em>, 105) Hier wird nun also deutlich, dass Identit\u00e4tsprobleme sich nicht allein durch literarische Zwei- oder Mehrsprachigkeit ergeben, sondern auch bei einsprachig Schreibenden allein durch ihre Zugeh\u00f6rigkeit zu verschiedenen nationalen und sprachlichen R\u00e4umen entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie Cvetka Lipu\u0161 m\u00f6chte sich auch Janko Ferk nicht auf den Minderheitenkontext reduzieren lassen. 1991 \u00e4u\u00dfert er in einem Interview, dass er sich in keine Schublade stecken lassen wolle und weder ein K\u00e4rntner noch ein Minderheitenautor sein m\u00f6chte \u2013 wenn, dann ein \u00f6sterreichischer Autor. An anderen Stellen bezeichnet er sich konsequent als \u201eslowenisch-deutschen\u201c Schriftsteller (Hafner: Zweisprachigkeit, 290), um sich auch nicht auf den \u00f6sterreichischen Kontext reduziert zu sehen. (Wischenbart: <em>Rote Rosen<\/em>, 147-148) Ferks Opus umfasst mittlerweile \u00fcber zehn Gedichtb\u00e4nde, davon mehrere mehrsprachige Werke mit \u00dcbersetzungen ins Englische, Kroatische, Italienische und Furlanische. Sein bereits erw\u00e4hnter erster Lyrikband <em>hladni ogenj \/ k\u00fchles Feuer<\/em> beginnt bereits mit einer Kampfansage f\u00fcr das Slowenische in K\u00e4rnten: erschie\u00dft mich | meine muttersprache | verrate ich niemals.<sup>2<\/sup> (Ferk: <em>hladni ogenj<\/em>, 13) Referenzen an das Slowenische im Allgemeinen und im Speziellen in K\u00e4rnten sind in seinen folgenden Werken dann zwar hier und da zu finden, bleiben in Ferks Gesamtwerk jedoch eher eine Ausnahme. Im Vorwort zu seiner umfangreichen Werkschau <em>Brot und Liebe<\/em> (2014) notiert Ferk dann selbstkritisch, sich mit dem Unrecht, dem sich die K\u00e4rntner Slowen*innen ausgesetzt sahen und sehen, viel zu wenig besch\u00e4ftigt zu haben, begr\u00fcndet dies jedoch damit, stets streng zwischen Literatur und Politik unterschieden und sich dieser Thematik daher auf anderen Gebieten angenommen zu haben. Eine der Ausnahmen ist das Gedicht <em>slowenische ballade<\/em>, in der das lyrische Ich bittet, von verschiedenen Leiden verschont zu werden, allen voran vor dem Verlust der Sprache: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">f\u00fcge mir schmerzen zu | wenn es sein muss | verursache aber nicht | den verlust | oder \neine schwere sch\u00e4digung meiner sprache. (Ferk: <em>Brot und Liebe<\/em>, 54) <\/pre>\n\n\n\n<p>Seine teils minimalistische Lyrik, konsequent in Kleinschreibung gehalten, verschreibt sich gr\u00f6\u00dftenteils existenziellen Fragen von Liebe, Leben und Tod. In <em>Brot und Liebe<\/em> finden sich am Ende jedoch auch gesellschafts- und medienkritische Gedichte. Seine lyrische Mehrsprachigkeit ist, bis auf seltene Ausnahmen, eine komplement\u00e4re bzw. \u00fcbersetzerische und er bedient sich keiner kreativen Formen der Sprachmischung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Autor dieser Generation, der seine Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit in Form von Sprachmischungen nicht nur auf Textebene einflie\u00dfen l\u00e4sst, ist Jani Oswald. Sein kreatives Spiel mit Mehrsprachigkeit und mehrsprachiger Identit\u00e4t kann gar als Dreh- und Angelpunkt seiner Poesie bezeichnet werden. Dies kann hier leider nur rudiment\u00e4r dargestellt werden, ist aber an anderen Stellen eingehender beschrieben worden (z. B. Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich<\/em>; Kucher: <em>Wortakrobatik; <\/em>Leben: <em>Besedismus<\/em>). Bereits 1987 schl\u00e4gt Oswald in der Zeitschrift <em>mladje<\/em> einen Ausweg aus der Identit\u00e4tskrise vor, die zweisprachige Schriftsteller*innen in K\u00e4rnten in ihre F\u00e4nge ziehe. So solle man sich nicht an den Zentren Wien oder Ljubljana orientieren, sondern seine eigene Poetik verfolgen und leben:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">[\u2026] man muss sich nur aus einem bewussten verb\u00fcndeten Slowenen und einem\n unbewussten \u00d6sterreicher in einen entwurzelten Schmetterling assimilieren, ohne \nVerantwortung gegen\u00fcber der Nation, oder in einen zweisprachigen der besonderen \nArt, den die Br\u00fccken zwischen den Nationen nicht mehr interessieren, auch die \nNationen an den Br\u00fccken nicht.<sup>3<\/sup>&nbsp;<\/pre>\n\n\n\n<p>Zugleich r\u00e4umt er jedoch ein, dass dieses Unterfangen ob seiner Schwierigkeit wohl in einem traumatischen und depressiven Zusammenbruch enden w\u00fcrde. (Oswald: <em>Koro\u0161ka,<\/em> 17) Dennoch wird Oswald, der sich an anderer Stelle auch als \u201ePostslowene\u201c bezeichnet, genau diesen Weg in seiner Lyrik gehen. Bereits in seinem slowenischen Erstlingswerk <em>Zaseka <\/em>(\u201eVerhackert\u201c)fordert Oswald traditionelle mononationale und nationalistische Sichtweisen kreativ heraus, wie im Gedicht <em>Teta <\/em>(1992 dann als deutsche Version <em>T\u00e4t er<\/em>), in dem er das Konzept der Identit\u00e4t im Sprachspiel zersetzt:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><strong>Teta<\/strong>\nTeti\n      ti\n         tata\nidentiteta - identiteta\n                                 edin\n         tetita\n                                  teti\n                           ti\n         tata\n\n\n<strong>T\u00e4t er<\/strong>\nTeti    ti        tatad\ndidit   ta        dedi\nedin   te        tatit\niden   te         tati\nidente           tatat\nhat\n                Identitat\ni denk             i t\u00e4t\ner t\u00e4t\n                   i kennt\na Kind\n                    i konnt\nka Kind             ach\ntung                    a i\nHaltung               i a\n(Oswald: <em>Non minus<\/em>, 34-35)<\/pre>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es sich um zwei Versionen eines Gedichts, das in der jeweiligen Sprache ganz andere Aspekte und Assoziationen \u00f6ffnet. Es zeigt sich schon hier, dass Mehrsprachigkeit ein Gewinn ist, da nur zweisprachigen Leser*innen alle Facetten zug\u00e4nglich sind. Fr\u00fch beginnt Oswald auch mit Mehrsprachigkeit innerhalb von Gedichten, wie in seinem ber\u00fchmten <em>Jaz Ich<\/em>, in dem das lyrische Ich seine mehrsprachige Identit\u00e4t besingt. <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Ich ljubim | liebe svoj mein | dvojni | doppeltes jaz-ich (ebd. 36). <\/pre>\n\n\n\n<p>Oswalds Poesie steht in dieser Zeit der konkreten Poesie durchaus nahe, kann aber nicht auf diesen Begriff reduziert werden. Sie f\u00fcgt sich in die Tradition europ\u00e4ischer avantgardistischer Tendenzen und wird dies in der Folge beibehalten (Leben: <em>Besedismus <\/em>366), gleichzeitig wird Oswald jedoch seine spezielle Poetik entwickeln, die auch l\u00e4ngst nicht auf das Deutsche und Slowenische und deren Varianten beschr\u00e4nkt bleibt, sondern mit den verschiedensten Sprachen operiert, z. B. Italienisch, Kroatisch, Englisch oder Franz\u00f6sisch. Hinter dem ludistischen und parodisierenden Sprachspiel steckt eine durchdachte und komplexe Poetik: Oswald spielt mit Begriffen, Denkmustern aber auch intertextuellen Bez\u00fcgen sowie kulturellen und gesellschaftlichen Realia gleichwohl aus dem (K\u00e4rntner-) slowenischen und \u00f6sterreichischen Umfeld und rollt damit grunds\u00e4tzliche gesellschaftliche Themen auf. Er bearbeitet sie durch verschiedene sprachliche Verfahren wie z. B. die Neu- und Umkonnotierung von Begriffen durch Wortspiele oder orthographische Verfremdung, was die Leser*innen stets zu neuen Denkanst\u00f6\u00dfen motiviert. (Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich<\/em>, 154-160) Oswalds Poetik der Mehrsprachigkeit und nicht zu kategorisierenden Identit\u00e4t kann von Anfang an als scharfsinniges Beobachten und Kommentieren der Prozesse bezeichnet werden, die wir als \u201eGlobalisierung\u201c und \u201eTranskulturalit\u00e4t\u201c bezeichen. In diesem Sinne schl\u00e4gt Leben vor, es sei <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">vielleicht [...] an der Zeit, Oswalds Gedichte nicht l\u00e4nger als Sonderfall zu erachten, \nsondern als Normalfall, als Spielart transsprachlicher, transkultureller, transnationaler, \nnomadischer Literatur und Ausdruck heutiger Lebensrealit\u00e4t. \n(Leben: <em>Besedismus<\/em>, 366)<\/pre>\n\n\n\n<p><strong>Nach dem goldenen Dezennium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1996 konstatiert Maja Haderlap, dass das literarische Leben in K\u00e4rnten gr\u00f6\u00dftenteils zum Erliegen gekommen sei. (Haderlap: <em>M\u00fchen<\/em>, 26) Tats\u00e4chlich treten in dieser Zeit keine nennenswerten neuen literarischen Stimmen hervor. Dies \u00e4ndert sich erst im neuen Jahrtausend mit Rezka Kanzian (*1969). Ihre ersten literarischen Gehversuche wagte sie zwar bereits fr\u00fch und noch im K\u00e4rntner Umfeld, verlie\u00df dieses jedoch f\u00fcr ihr Volkskundestudium nach Graz, wo sie seither lebt, und begann erst 2001 mit dem ambitionierten Verfassen von Lyrik. Als einen der Gr\u00fcnde nennt Kanzian, dem Schwinden ihrer Slowenischkenntnisse entgegenwirken zu wollen, weshalb sie zu Beginn auf Slowenisch schrieb. Diese Gedichte wurden von slowenischen Zeitschriften aufgrund sprachlicher M\u00e4ngel abgewiesen<sup>4<\/sup>, Kanzian schrieb jedoch weiter und publizierte 2006 ihren ersten \u2013 wie bereits der Titel verr\u00e4t zweisprachigen \u2013 Gedichtband <em>Cvet na gnoji\u0161\u010du \/ Schattenbl\u00fcten.<\/em> Von Beginn an ist Kanzians Zweisprachigkeit keine komplement\u00e4re, es findet keine \u00dcbersetzung untereinander statt, wir finden slowenische und deutsche Gedichte sowie Gedichte, in denen beide Sprachen vorhanden sind. Ihr erster Band widmet sich in deutlichem Ausma\u00df Fragen von Zugeh\u00f6rigkeit, Mehrsprachigkeit und Identit\u00e4ten. Hierbei zeigt sich Kanzian auch kritisch, wie z. B. im Gedicht <em>Na\u0161a Zala <\/em>(\u201eUnsere Zala\u201c), in dem sie eine \u201aemanzipierte\u2018 K\u00e4rntner Slowenin karikiert, die einen musterhaften Lebenslauf vorzeigen kann und sich so sehr f\u00fcr die Volksgruppe engagiert, dass sie v\u00f6llig gestresst ist. (Kanzian: <em>Schattenbl\u00fcten<\/em>, 36-40) K\u00e4rnten als Heimat und Ursprung hat in diesem Gedichtband einen wichtigen Stellenwert und auch der zweisprachigen Identit\u00e4t ist mit <em>zweisprachig<\/em> ein eigenes Gedicht gewidmet: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ich lebe | zwei | zwei | die eines sind | und dennoch | so verschieden | im kopf | im herz | \nund im geschlecht. (ebd. 48)&nbsp;<\/pre>\n\n\n\n<p>In ihrem zweiten Band <em>Krivopetnica \/ Heimsuchung<\/em> legt Kanzian analog zum Untertitel <em>H\u00f6rgedichte<\/em> (eine CD ist beigelegt) einen Schwerpunkt auf Lautlichkeit und Klang der Gedichte. Sie l\u00f6st sich in diesem Band von K\u00e4rnten und widmet sich existenziellen Fragen, behandelt jedoch nach wie vor Fragen von (transkultureller) Identit\u00e4t, wie z. B. im Zyklus <em>heimsuchung<\/em>: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ego-interkulturelle | indikatoren | kreativ und | innovativ | stagnieren | ambivalent | am \nkollektiv | lokaler | regionaler | und nationaler | konstruktionen. \n(Kanzian: <em>Krivopetnica<\/em>, o. S.) <\/pre>\n\n\n\n<p>Ein prominentes Element von Kanzians Poesie ist die wiederkehrende Bezugnahme auf die slowenische Kultur und Literatur. Ebenso bem\u00fcht sie sich in ihrem lyrischen Ausdruck um die Verwendung archaischer, besonderer Ausdr\u00fccke im Slowenischen. Kanzian begr\u00fcndet dies mit ihrem Interesse an der slowenischen Sprache sowie damit, dass sie diese allgemein als archaische, m\u00e4rchenhafte Sprache empfindet, da ihr Aufwachsen im b\u00e4uerlichen Umfeld vor allem vom K\u00e4rntner slowenischen Dialekt gepr\u00e4gt war, der zahlreiche Archaismen aufweist.<sup>5<\/sup> Auch in ihrem neuesten Gedichtband <em>Angst \/ Strah<\/em> wird der Sprache mit dem slowenischen Zyklus <em>jezik <\/em>(\u201eSprache\u201c) merklich Platz einger\u00e4umt. Im Zyklus <em>nesselkind<\/em> zeigt sich das lyrische Ich wieder als heimatsuchend und macht auf seine nicht eindeutig zu lozierende Stellung aufmerksam, die ihm Sorgen bereitet: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">wo wann und warum | die angst | zu vergessen | vergessen zu werden | im schweigen | \nzwischen den welten der einen | und den welten der anderen | im nirgendwo | \nirgendwo dazwischen. \n(Kanzian:<em> Angst<\/em>, 15)<\/pre>\n\n\n\n<p>Von der literarischen \u00d6ffentlichkeit eher unbeachtet arbeitet Franc Merka\u010d (*1954), der erst sp\u00e4t begann, Lyrik auf Deutsch zu publizieren. 2017 \u00fcbersetzte er seinen Gedichtband <em>Auf der Oberhaut der Erde <\/em>(sl. <em>Na povrhnjici Zemlje<\/em>, 2013) selbst ins Deutsche. Seine vorherigen Lyrikb\u00e4nde waren durchgehend auf Slowenisch verfasst. Merka\u010d war in den 1970er und -80er Jahren Autor durchaus engagierter Lyrik, in der er sich auch gegen die Volksgruppe selbst wandte, wie in der Gedichtsammlung <em>Na\u0161isti <\/em>(1987, \u201eDie Unseristen\u201c), in der er den alles vereinnahmenden \u201ena\u0161izem\u201c (Anspielung auf slow. fa\u0161izem = Faschismus, \u201eUnserismus\u201c) als grunds\u00e4tzliches Problem der Volksgruppe anprangert. (Zadravec: <em>Franc Merka\u010d<\/em>, 95) Nach <em>Na\u0161isti<\/em> dauert es 13 Jahre bis zum n\u00e4chsten Gedichtband <em>trlopitipitiptop. od\u017eejam trajanje z zavestnim bivanjem <\/em>(ungef\u00e4hr zu \u00fcbersetzen mit <em>trlopitipitiptop. ich stille den durst der dauer mit bewusster existenz<\/em>), der gleichzeitig einen thematischen Paradigmenwechsel einl\u00e4utet. Merka\u010d\u2019 Lyrik beschr\u00e4nkt sich fortan auf Subjektivit\u00e4t und Intimit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der Gef\u00fchlslyrik bewegen sich auch die Gedichte von Jozej Strutz (*1952), ehemaliger Leiter des Musilinstituts in Klagenfurt. Dieser schreibt heute haupts\u00e4chlich slowenische Prosa, publizierte 1995 und 2000 jedoch auch zwei Gedichtb\u00e4nde. Der erste, <em>Orgel des Sonnenlichts \/ Orglanje svetlobe<\/em>, ist komplement\u00e4r zweisprachig und enth\u00e4lt auch Referenzen an K\u00e4rnten, haupts\u00e4chlich in Form von Ortsnamen; der zweite, <em>Sunki morja. Blekov\u0161ke \u010drtice<\/em> (\u201eMeeresst\u00f6\u00dfe. V\u00f6lkermarkter Skizzen\u201c) enth\u00e4lt dann nur noch einsprachig slowenische Gedichte rund um das Thema Meer sowie Kurzgeschichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt soll nat\u00fcrlich nicht verschwiegen werden, dass Gustav Janu\u0161 (*1939), die wichtigste lyrische Stimme der ersten <em>mladje<\/em>-Generation, selbstverst\u00e4ndlich nicht mit dem Auftreten j\u00fcngerer Generationen verstummt, sondern auch im neuen Jahrtausend noch publiziert, wenngleich in letzter Zeit seltener. Janu\u0161 schreibt durch sein gesamtes Opus hinweg auf Slowenisch und wurde dem deutschsprachigen Publikum durch die \u00dcbersetzungen Peter Handkes bekannt. In seinen Gedichten spiegelt sich die Lebensrealit\u00e4t der K\u00e4rntner Slowen*innen zwar regelm\u00e4\u00dfig wider, jedoch in keinem engagierten Ton. Janu\u0161 selbst bezeichnete das blo\u00dfe Schreiben auf Slowenisch einst als hinreichendes Engagement. (Hafner: <em>Janu\u0161<\/em>, 35) Auch das Motiv der Sprache ist in seinem Werk in vielerlei Hinsicht pr\u00e4sent; aus Platzgr\u00fcnden m\u00f6chte ich es aber bei der Nennung belassen und mich auf Autor*innen konzentrieren, die in den letzten drei Jahrzehnten hervorkamen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Identit\u00e4t als Option und Spiel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2000 erschien ein Gedichtband, der zwar keine gr\u00f6\u00dferen Wellen schlug, auf struktureller Ebene jedoch eine bedeutende Neuheit darstellte. Sandra Innerwinkler publizierte den zweisprachigen Band <em>Heimatlieder und andere Bosheiten \/ Domovinske pesmi in druge zbadljivke<\/em>. Die Besonderheit hierbei liegt in der Tatsache, dass Innerwinkler einsprachig Deutsch aufgewachsen ist und erst nach einer Begegnung mit Janko Messner Interesse daran erlangte, die Muttersprache ihrer Gro\u00dfmutter zu erlernen. Anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung ihres Bandes (Messner \u00fcbersetzte ihre Gedichte ins Slowenische) gab sie sich den slowenischen Beinamen Sa\u0161ka. Ebenso nimmt sie in ihren Gedichten inhaltlich explizit Bezug auf die K\u00e4rntner Slowen*innen, die (slowenisch-)sprachige Vergangenheit ihrer Familie und zeigt sich deutlich engagiert f\u00fcr ein multikulturelles und tolerantes \u00d6sterreich bzw. im Speziellen auch K\u00e4rnten, wie im <em>Lied von der Heimat<\/em>: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">K\u00e4rnten, | warum schreist du nicht vor Schmerzen auf, | wenn die\nGro\u00dfdeutschen | deinen kleinen slowenischen Kindern | die Zungen \nherausrei\u00dfen, obwohl du sie ihnen eingepflanzt hast? \n(Innerwinkler: <em>Heimatlieder<\/em>, 16)<\/pre>\n\n\n\n<p>Ein \u00e4hnliches Ph\u00e4nomen wiederholt sich zehn Jahre sp\u00e4ter. Luise Maria Ruhdorfer publiziert 2010 den Gedichtband <em>Klagen, fragen, plagen<\/em>, der zweisprachige Gedichte mit Sprachmischungen enth\u00e4lt. Ruhdorfer wuchs in ihrer Kindheit in K\u00e4rnten zu Beginn auch mit der slowenischen Sprache auf, sprach nach dem fr\u00fchen Tod ihrer Mutter jedoch nur noch Deutsch. Als erwachsene Frau entschied sie sich, an der Universit\u00e4t Klagenfurt das Slowenische wieder zu erlernen und absolvierte sogar ein Doktoratsstudium der slowenischen Literaturwissenschaft. Auch Ruhdorfers Lyrik zeigt im Zyklus <em>Zweitsprachiges <\/em>deutliche Bez\u00fcge zur Zweisprachigkeit in K\u00e4rnten. Ungef\u00e4hr in dieselbe Zeit f\u00e4llt auch die Ver\u00f6ffentlichung des Gedichtbands <em>Wenn man eine Eule aufschneidet <\/em>der Wiener Lyrikerin Maria Graff, der unter dem K\u00e4rntner slowenisch klingenden Pseudonym Marija Nagrobnigg im Selbstverlag ver\u00f6ffentlicht wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese F\u00e4lle lassen sich durch zwei Ph\u00e4nomene erkl\u00e4ren: Zum einen wird Identit\u00e4t immer mehr als Wahl wahrgenommen, die sich bewusst festen Zuordnungen entsagt und fr\u00fcher als un\u00fcberwindbar geglaubte Grenzen \u00fcberschreitet. Zum anderen birgt das Slowenische bzw. die Zugeh\u00f6rigkeit zur Volksgruppe der K\u00e4rntner Slowen*innen hohes symbolisches Kapital. Immer mehr K\u00e4rntner*innen entscheiden sich f\u00fcr den Slowenischunterricht, auch wenn sie per definitionem nicht zur Volksgruppe geh\u00f6ren. Zweisprachigkeit wird als Gewinn gesehen. Auch unter jungen K\u00e4rntner Slowen*innen genie\u00dft das Bekenntnis zur Volksgruppe heutzutage einen hohen Stellenwert, wenngleich dies nun nicht mehr mit dem Gebrauch der slowenischen Sprache einhergeht, deren Gebrauch und Niveau am allgemeinen Braindrain leidet. (Obid: <em>Jezik<\/em>, 37-43) Einige j\u00fcngere K\u00e4rntner slowenische Lyriker*innen leben nicht mehr in K\u00e4rnten und publizieren entweder zweisprachig oder auf Deutsch, zeigen sich jedoch nach wie vor mit der Volksgruppe und dem literarischen Leben verbunden, etwa durch das Publizieren in K\u00e4rntner Verlagen oder diverse Kooperationen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der aktuellen Produktion finden wir mit Karin Prucha, eine deutschsprachige K\u00e4rntner Autorin, die ihre Gedichte im Gedichtband <em>Anderland \/ Druga de\u017eela<\/em> (2021) von Ivana Kampu\u0161 ins Slowenische \u00fcbersetzen lie\u00df und darin explizit Fragen von nationaler, sprachlicher Identit\u00e4t und kollektiver Erinnerung in K\u00e4rnten verhandelt. Mit Lidija Golc bewegt sich dar\u00fcber hinaus in den Sph\u00e4ren der K\u00e4rntner slowenischen Literatur auch eine Autorin, die in Ljubljana geboren und aufgewachsen ist sowie dort lebt, jedoch famili\u00e4re Wurzeln in K\u00e4rnten hat. Im Gedichtband <em>Vsakomur iz svoje lepene <\/em>(\u201eJedem aus seinem Leppen\u201c, 2017) sp\u00fcrt sie diesen nach und pr\u00e4sentiert detailliert ihren eigenen Blick auf K\u00e4rnten. 2020 ver\u00f6ffentlichte sie den zweisprachigen Band K<em>akor roke v objem \/ Wie H\u00e4nde zur Umarmung<\/em>, in dem wiederum Ivana Kampu\u0161 f\u00fcr die \u00dcbersetzungen ins Deutsche sorgte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die nicht zu vergessende Minderheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die aufmerksamen Leser*innen m\u00f6gen sich nun vielleicht fragen, wie es sich mit der slowenischen Minderheit in der Steiermark verh\u00e4lt. Diese ist zahlenm\u00e4\u00dfig wesentlich kleiner als diejenige in K\u00e4rnten, dar\u00fcber hinaus haftet ihr oft das Attribut \u201avergessen\u2018 oder \u201aversteckt\u2018 an, da viele Steirische Slowen*innen in der Vergangenheit aus Anpassungsdruck ihren slowenischen Hintergrund verleugneten und die Volksgruppe daher kaum in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sent ist. Erst mit der Gr\u00fcndung des Artikel-VII-Kulturvereins 1988 bekam sie ein zentrales Organ, das auch zur Vermittlung slowenischer und zweisprachiger Literatur beitr\u00e4gt.<sup>6<\/sup> Als einzige lyrische Stimme aus den Reihen der Steirischen Slowen*innen tat sich bisher Josefa Prelog (1926-2020) mit dem zweisprachigen Band <em>Sp\u00e4therbstgedanken<\/em> (2007) hervor. Prelog ver\u00f6ffentlichte darin Gedichte in beiden Sprachen ohne komplement\u00e4re \u00dcbersetzungen zu verschiedenen Themen, auch der Frage der Muttersprache ist ein Gedicht (<em>Besede, besede, besede! <\/em>\u201eWorte, Worte, nichts als Worte!\u201c<em>)<\/em> gewidmet. Auch auf steirischer Seite kann ein Fall von lyrischer Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft verbucht werden. Der Musiker und Autor Wolfgang Pollanz publizierte zwei seiner Gedichtb\u00e4nde zweisprachig, mit slowenischen \u00dcbersetzungen seiner Gedichte. Im Band <em>Von Reisen <\/em>\u2013 <em>O potovanjih<\/em> reist das lyrische Ich u. a. auch nach Slowenien und h\u00f6rt dort:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Im Radio die fremde Stimme\n(atmosph\u00e4risches Entladen), \nNachrichten aus Maribor &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; \nin der Sprache meiner Ahnen.&nbsp;\n(Pollanz: <em>Von Reisen<\/em>, 41). &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; <\/pre>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-769x1024.jpg\" alt=\"Cvetka Lipu\u0161 Portr\u00e4t\" data-id=\"2062\" data-link=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/lipus-cvetka\/cvetka-lipus-portraet-c-meinbezirk-at\/\" class=\"wp-image-2062 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-769x1024.jpg 769w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-768x1023.jpg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-370x493.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-185x246.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-740x986.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-20x27.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-400x533.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Cvetka-Lipu\u0161-Portr\u00e4t-c-meinbezirk.at_-36x48.jpg 36w\" sizes=\"(max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Cvetka Lipu\u0161 \u00a9 meinbezirk.at<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"790\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-790x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"10216\" data-full-url=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-scaled.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?attachment_id=10216\" class=\"wp-image-10216 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-790x1024.jpg 790w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-231x300.jpg 231w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-116x150.jpg 116w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-768x996.jpg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-370x480.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-185x240.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-740x959.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-20x26.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-400x519.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kocmut-Daniela-Portraet-c-Lichtbildnerei-37x48.jpg 37w\" sizes=\"(max-width: 790px) 100vw, 790px\" \/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Daniela Kocmut \u00a9 lichtbildnerei<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die (junge) Gegenwartslyrik \u2013 Pluralit\u00e4t als Selbstverst\u00e4ndlichkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprachliche Identit\u00e4t oder Auseinandersetzungen mit der Volksgruppe spielen in der j\u00fcngeren Lyrik keine nennenswerte Rolle mehr. Diese verl\u00e4sst kaum die Sph\u00e4re von Intimit\u00e4t und existenziellen Fragen. Eine der wenigen Ausnahmen bildet Dominik Srienc (*1984), der seit seinem Deb\u00fctwerk <em>Tu je konec \/ Hier ist Schluss<\/em> immer wieder Aspekte von mehrsprachiger Identit\u00e4t behandelt und sich hier auch durchaus kritisch gegen\u00fcber den Lebensverh\u00e4ltnissen in K\u00e4rnten gibt. Srienc schreibt mehrsprachige Lyrik: Im Deb\u00fctband ist seine Lyrik noch komplement\u00e4r zweisprachig, mit jeweils zwei Versionen eines Gedichts, in neueren Gedichten verwendet Srienc dann Sprachmischungen, wobei er sich auch der englischen Sprache bedient, wie in <em>pesem brez naslova:&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">verhalten steuern \u0161pranje pravijo so \u017ee pu\u0161\u010dava in kretnja&nbsp;<br><em>u\u0161esa<\/em> verschwinden <em>se izogiblja delu<\/em> see that my grave is kept clean<br><em>najbolj brani mednarodni pogovori po izgubi ozemlja<\/em> die maxime<br>etalon ein fester wert slaba \u0161krbina in meridian v soto\u010dju&nbsp;<br>(Srienc: <em>pesem<\/em>, 79)<\/pre>\n\n\n\n<p>Hier zeigt sich eine Mehrsprachigkeit, die mit der ludistischen Dekonstruktion Jani Oswalds nichts gemein hat, sondern klanglich und semantisch hochkomplexe Bilder entwirft und sich verschiedener intertextueller Verfahren bedient. Im deutlich prosaischen Gedicht <em>\u017eivljenje v vodnem okolju \/das leben am wasser <\/em>(2020) beschreibt Srienc die Weitergabe von Sprache in der zweisprachigen Kommunikation eines Vaters mit der heranwachsenden Tochter:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">eine r\u00fcckenkraxe diese sprachkrux, in der das kind weder getragen noch selbst einhergehen will, ohne r\u00fccksicht auf die lautgesetze, ein <em>pridi her<\/em>, bei\u00dft sich die kleine in den letzten tagen \u00f6fter auf die zu gro\u00dfe zunge, die leimstrukturen bildet mit ihren schleimskulpturen und hoppa, hoppa, hoppa m\u00f6chte es getragen werden, hinunter und hinauf in dieser reihenfolge heisst dann <em>zapomniti<\/em> vergessen, w\u00e4hrend den raum fromme lieder ausf\u00fcllen, dann unser beider razkri\u017e da ein scheideweg, dort ein <em>o\u010din<\/em> von tkalec, ribi\u010d, o\u010de. ungeschickt genug dagegen spricht ein kinderslowenisch in rede von <em>one knjige<\/em> verstanden als <em>ondre knjige<\/em> und buchi schaun, um das alter des betreffenden wortes zu kontrastieren. (Srienc: <em>miki, <\/em>2020)<\/pre>\n\n\n\n<p>Zweisprachige Lyrik schreibt neben Srienc auch Stefan Feinig (*1987). 2018 ver\u00f6ffentlichte er den Gedichtband <em>Horizont und Tellerrand \/ Rob kro\u017enika in obzorje <\/em>und2020 das zweisprachige Poem <em>374<\/em>. Feinig, studierter Philosoph, verarbeitet in beiden B\u00e4nden seine Erfahrungen mit prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungen und der Entmenschlichung der Arbeitswelt; sein lyrischer Ausdruck ist analog zu seiner Ausbildung philosophisch-fragend. Die Zweisprachigkeit ist hier komplement\u00e4r, deutscher und slowenischer Text stehen parallel zueinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten aber ist die junge slowenische Lyrik in \u00d6sterreich einsprachig. Als mehr oder weniger einziges zentrales Organ der K\u00e4rntner slowenischen Literatur fungiert inzwischen die Zeitschrift <em>Rastje<\/em> (\u201eGew\u00e4chs\u201c), die einmal j\u00e4hrlich erscheint, jedoch in Bedeutung und Qualit\u00e4t nicht an <em>mladje <\/em>heranreicht. Eine Zeit lang fungierte die Reihe <em>popki literature<\/em> (\u201eKnospen der Literatur\u201c) des Wieser Verlags als Sprungbrett f\u00fcr junge Autor*innen, die zum Teil heute noch aktiv sind. Auch Verena Gotthardt, die in j\u00fcngster Vergangenheit durch ihren Auftritt beim Bachmann-Preis auf sich aufmerksam machte, publizierte ihr Erstlingswerk hier. Die Ver\u00f6ffentlichungen der <em>popki literature<\/em> sind alle auf Slowenisch verfasst; Verena Gotthardt und Nina Zdouc publizierten in der Folge aber auch vereinzelt deutsche Gedichte in Zeitschriften. Gemein ist ihnen die fast v\u00f6llige Absenz von Bezugnahmen auf die Volksgruppe oder Zweisprachigkeit, es handelt sich um Gef\u00fchlslyrik, die gr\u00f6\u00dftenteils auch hintersinniger intertextueller Bez\u00fcge entbehrt. Eine Besonderheit der <em>popki literature<\/em> ist auch die Tatsache, dass die Mehrzahl der Publikationen von Slowen*innen aus Slowenien stammt, die in K\u00e4rnten zur Schule gingen und dort auch zu schreiben begannen. Mit Alja\u017e Pestotnik Robi\u010d (*1994) und Amina Majeti\u0107 (*1991) gingen aus der Reihe zwei Lyriker*innen hervor, die im eigentlichen Sinne keine Angeh\u00f6rigen der Volksgruppe sind, sich jedoch inzwischen bewusst als K\u00e4rntner slowenische Autor*innen bezeichnen. Beide schreiben slowenische Lyrik, Pestotnik publizierte aber bereits auch vereinzelt zweisprachige Gedichte. Majeti\u0107 ist zudem seit Ende 2021 Pr\u00e4sidentin des Verbands slowenischer SchriftstellerInnen in \u00d6sterreich. In diesem Lichte muss kritisch hervorgehoben werden, dass sie 2020 an einem Interview f\u00fcr den slowenischen Fernsehsender Nova24TV teilnahm<sup>7<\/sup>, der der rechtspopulistischen Regierung unter Janez Jan\u0161a nahesteht, auf dem regierungskritische Stimmen mit teils niedertr\u00e4chtigen Beschuldigungen eingesch\u00fcchtert (Reichert: <em>Er ist wieder da<\/em>) und fremdenfeindliche Inhalte verbreitet werden. (vgl. Ku\u017celewska, <em>Path<\/em>) Angesichts der Tatsache, dass Majeti\u0107 mit ihrer Familie selbst aus Bosnien-Herzegowina nach Slowenien emigriert ist, wirft dieser Auftritt deutliche Fragezeichen auf. Bezeichnend ist auch, dass im Interview aus ihrem Nachnamen der Buchstabe \u0107 (aus den B\/K\/S-Sprachen) zu \u010d slowenisiert wurde. Alja\u017e Pestotnik Robi\u010d hingegen engagiert sich sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch auf politischer Ebene f\u00fcr die Volksgruppe, u. a. ist er Mitglied des Volksgruppentags. Auch wenn es als positives Zeichen gesehen werden kann, dass transnationale Biographien und Mehrsprachigkeit bei j\u00fcngeren Autor*innen ganz selbstverst\u00e4ndlich gelebt werden und somit kein Bedarf zum kritischen oder gar politisch engagierten lyrischen Ausdruck besteht, darf dennoch auf die politische Dimension auf struktureller Ebene keineswegs vergessen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass feste Kategorien wie \u201aVolksgruppe\u2018 ohnehin immer mehr aufweichen und mobile Biographien zum Normalfall werden, zeigt auch das Beispiel von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/kocmut-daniela\/\">Daniela Kocmut<\/a> (*1981), die urspr\u00fcnglich aus Maribor stammt, acht Jahre lang in K\u00e4rnten aufwuchs und seit 1999 in Graz lebt. Kocmut geh\u00f6rt in ihrer T\u00e4tigkeit als \u00dcbersetzerin slowenischer Lyrik und als Redakteurin der Zeitschrift <em>Lichtungen <\/em>zweifellos zu den wichtigsten Vermittler*innen slowenischer Lyrik in \u00d6sterreich, tritt dar\u00fcber hinaus aber auch selbst als Lyrikerin in Erscheinung. Auch in ihrem dichterischen Werk nehmen Sprachlichkeit und Zweisprachigkeit einen wichtigen Platz ein; und auch hier bereits im Titel <em>Zwiesprachig<\/em> (2013). Die Gedichte dieses Bandes sind \u00fcberwiegend auf Deutsch gehalten, jedoch finden sich auch slowenisch- und anderssprachige W\u00f6rter sowie deutliche Bezugnahmen auf slowenische Realia. 2022 erschien ihr zweiter Band <em>Freitauchen<\/em>, in dem die sprachliche Identit\u00e4t wieder prominentes Thema ist<em>. <\/em>Hier wagt sich Kocmut auch auf die Ebene innovativerer Sprachmischungen und zeigt zugleich eine engagierte Haltung:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">DEINS, MEINS : TVOJE, MOJE<br>deine : besede<br>meine : zgodbe<br>verdichten sich : v konglomerat jezikov<br>verschlingen einander : v notranjosti<br>des sprachengewirrs : v Babilonu<br>wo einst das miteinander : je bilo va\u017eneje<br>als die macht : mo\u010dnej\u0161ih<br>angekommen : v sedanjosti<br>des wortes : multikulturnost<br>tragen wir die Verantwortung: na na\u0161ih ramenih<br>f\u00fcr alle : ki so utonili na poti&nbsp;<br>\u2026<br>(Kocmut 2022: 55)<\/pre>\n\n\n\n<p>Ein Dichter, der au\u00dferhalb von Volksgruppen, K\u00e4rnten oder literarischer Ahnenforschung operiert, ist Ludwig Hartinger (*1952). Hartinger, ohne slowenische Wurzeln, kam nach eigenen Angaben als junger Mensch in Paris in Kontakt mit der Poesie Sre\u010dko Kosovels und war auch noch 15 Jahre nach dieser Begegnung so fasziniert davon, dass er sich entschloss, Slowenisch zu lernen. Er pflegt gute Kontakte zur slowenischen Literatur\u00f6ffentlichkeit und \u00fcbersetzt u. a. slowenische Lyrik, wof\u00fcr er 2004 als Botschafter slowenischer Kultur im Ausland mit dem Pretnar-Preis ausgezeichnet wurde. 2006 gab er seinen ersten slowenischen Gedichtband <em>Ostrina bilk <\/em>heraus, der gleich im prominenten Verlag Mladinska knjiga erschien. Hartinger bezeichnet sich selbst als \u201eWortschmuggler\u201c, der vom Grenzg\u00e4ngerischen angezogen wird. Seine B\u00e4nde tragen den Beinamen \u201edichterisches Tagebuch\u201c und sind Abbilder von Reisen, Streifz\u00fcgen sowie feinsinnige Beobachtungen und Empfindungen von Natur. In seiner Poesie kreiert er neue Ausdr\u00fccke, die Hartinger selbst einmal als \u201eLudwigismen\u201c (Male\u010dkar: <em>Teppich<\/em>, 69) bezeichnete, sich aber wie selbstverst\u00e4ndlich in seine Wortwelt einf\u00fcgen. So l\u00e4sst Hartinger die slowenische und die deutsche Sprache gelegentlich virtuos verschmelzen, bspw. als \u201edolinenwort\u201c (Hartinger: <em>Schatten s\u00e4umen<\/em>, 85; von slow. dolina = Tal). Da auf seinem Lebensweg auch das Franz\u00f6sische eine wichtige Rolle spielt, finden wir vereinzelt sogar dreisprachige Abschnitte: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">j\u00e4h blinkt eine welle | scherhaufen coup de d\u00e9s | aschengrund des moments | stegnah \nri\u00df eine saite. (ebd. 68) <\/pre>\n\n\n\n<p>Hartinger bezeichnet die slowenische Sprache als Bereicherung, die ihm neue M\u00f6glichkeiten des lyrischen Ausdrucks er\u00f6ffnet und u. a. die F\u00e4higkeit besitzt, ihn zu Bildern seiner Kindheit zur\u00fcckzubringen. (Male\u010dkar: <em>Teppich<\/em>, 65) Dieses Sprachverst\u00e4ndnis zeugt von einer fruchtbaren Koexistenz mehrerer Sprachen, ohne einzuengen oder anzuecken. Nat\u00fcrlich ist hier aber einzuwenden, dass es bei Hartingers Mehrsprachigkeit um eine gew\u00e4hlte handelt, die frei von politischer oder famili\u00e4rer Emotionalit\u00e4t ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie <em>slowenisch<\/em> ist die Gegenwartslyrik?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sagen, dass explizit mehrsprachige Lyrik von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen lebt, da sie sowohl in \u00d6sterreich als auch in Slowenien eher Randph\u00e4nomen ist und nur von einem kleinen Lesepublikum gelesen wird. Auch einsprachig slowenische Lyrik hat in \u00d6sterreich gemeinhin einen eher schwereren Stand, da ihr Zielpublikum in Slowenien beheimatet ist. Am Beispiel von Cvetka Lipu\u0161 wurde bereits deutlich, dass schon kleinste Abweichungen von traditionellen Modellen dort als exotische Sonderf\u00e4lle be\u00e4ugt werden. Lebhaftes Beispiel hierf\u00fcr ist auch die blo\u00dfe Einladung Dominik Sriencs zum Literaturfestival <em>migrational spaces \u2013 the german speaking region <\/em>in Ljubljana, bei dem er zudem durchgehend auf Englisch angesprochen wurde. Au\u00dferdem wurden ihm nach der Lesung seltsame Kommentare bez\u00fcglich seiner slowenischen Aussprache zuteil.<sup>8<\/sup> Das Slowenische ist n\u00e4mlich schon auf Sprachebene diskriminatorisch gegen\u00fcber den K\u00e4rntner Slowen*innen eingestellt \u2013 letztere realisieren das \/r\/ haupts\u00e4chlich als uvulares [r], was vom in Slowenien \u00fcblichen apikalen (\u201egerollten\u201c) [r] abweicht (Reindl: <em>Language,<\/em> 56-57) und somit in Slowenien unter dem Namen \u201eK\u00e4rntner R\u201c als Sprachfehler sanktioniert und von Logop\u00e4den behandelt wird. (Fidermuc 2018) Dies wird von Srienc explizit im slowenischen Gedicht <em>R <\/em>thematisiert, das ironischerweise genau im Sammelband des erw\u00e4hnten Festivals erschien. Das lyrische Ich fragt sich hier: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">wozu rede ich \/ wenn mir ein Fehler \/ jeden Konsonanten zerst\u00f6rt.<sup>9<\/sup> \n(Srienc; [Gedichte], 121) <\/pre>\n\n\n\n<p>Zugleich wird in Slowenien von Autor*innen slowenischer Volksgruppen erwartet, als Sprachrohre letzterer aufzutreten. Ihre Literatur wird in Slowenien meist weniger wertgesch\u00e4tzt und oft erst \u00fcber Erfolge in anderen Sprachen popul\u00e4r: So wurden sowohl Florjan Lipu\u0161 (Prun\u010d: <em>Ich entkleide mich<\/em>, 154) als auch Maja Haderlap in der slowenischen \u00d6ffentlichkeit erst \u00fcber ihren Erfolg im deutschsprachigen Raum anerkannt. Die aktuelle Produktion j\u00fcngerer K\u00e4rntner slowenischer Autor*innen ist in Slowenien jedenfalls weitgehend unsichtbar; vor allem aber werden deutsche oder mehrsprachige Texte K\u00e4rntner slowenischer Autor*innen nicht wahrgenommen; und wenn, dann im germanistischen Kontext. Die Produktion von Lyrik mit Sprachmischungen auf Textebene wird hier durch strukturelle Gegebenheiten erschwert: Sie ist Leser*innen ohne Deutschkenntnisse schwer zug\u00e4nglich und zugleich kaum \u00fcbersetzbar. Dasselbe gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den deutschsprachigen Raum und Texte mit slowenischsprachigen Anteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich mit slowenischen Lyriker*innen, die sich im slowenischen Raum bereits einen Namen gemacht haben und \u00d6sterreich als (vor\u00fcbergehenden) Lebensmittelpunkt ausgesucht haben. Dies sind z. B. Uro\u0161 Prah (*1988) und Natalija Milovanovi\u0107 (*1995). Beide sind gut in den slowenischen literarischen Raum integriert; Milovanovi\u0107 erhielt 2021 f\u00fcr ihren Deb\u00fctband <em>Samoumevno <\/em>gar den Preis der Slowenischen Buchmesse f\u00fcr das beste Deb\u00fct. Beide schreiben Lyrik auf Slowenisch. Prah, der in Cmurek in unmittelbarer N\u00e4he zur \u00f6sterreichischen Grenze aufwuchs und damit nach eigenen Angaben stets im Kontakt mit der deutschen Sprache stand, erhielt 2018 f\u00fcr sein investigatives Gedicht <em>Nostra Silva<\/em> in deutscher Sprache den Exil-Lyrikpreis; schreibt ansonsten aber auch auf Slowenisch. Auch Prah verarbeitet seine transnationalen Erfahrungen durch den gelegentlichen Einsatz deutscher und englischer Verse; ebenso erarbeitet er kritisch seine Beziehung zum Slowenischen. Wesentlich prominenter als bei Prah ist die Erfahrung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalit\u00e4t bei Milovanovi\u0107, die in Bosnien-Herzegowina aufwuchs, 2010 nach Slowenien zog und seit 2018 in Graz lebt. In <em>Samoumevno <\/em>beschreibt sie ihren Weg durch Kulturen und Sprachen; wobei Slowenisch und Serbisch hierbei die klare Hauptrolle spielen. Graz ist zwar Schauplatz zweier Gedichte, wird jedoch in <em>Graz, im Sommer, nachts <\/em>als ausdr\u00fccklich mehrsprachig und gar slowenischsprachig dargestellt \u2013 zwei Zugereiste unterhalten sich in einem ostslowenischen Dialekt: <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Zwei Fremdheiten ergeben Heimeligkeit und | regelm\u00e4\u00dfige Nachtgespr\u00e4che vor dem \nkleinen Gesch\u00e4ft. | <em>Take dece ne bon meja,<\/em> | <em>ke se mi derejo ob enih vujtro.<\/em> \n(Milovanovi\u0107 2022)<\/pre>\n\n\n\n<p>Deutsch ist in diesem Kontext also kaum relevant.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass die geographische N\u00e4he zu Slowenien fast unabdingbar ist, um sich dort zu etablieren, zeigt auch das Beispiel von Lev Detela (*1939). Dieser emigrierte 1960 aus dem damaligen Jugoslawien nach \u00d6sterreich, wo er seither lebt. Detela bet\u00e4tigt sich auf verschiedenen Ebenen des literarischen Lebens, er schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Kritiken, \u00fcbersetzt und arbeitet bei Literaturzeitschriften mit. Er schreibt sowohl Prosa als auch Lyrik in Slowenisch und Deutsch; wobei der Anteil slowenischer Publikationen \u00fcberwiegt. Dennoch genie\u00dft er in der \u00f6sterreichischen Literatur\u00f6ffentlichkeit mehr Anerkennung als in der slowenischen. (\u017ditnik: <em>Slovenska<\/em>, 191) Auch Detela zeichnet in j\u00fcngster Vergangenheit f\u00fcr einen slowenisch-\u00f6sterreichischen Kulturkontakt verantwortlich, und zwar \u00fcbersetzte er Gedichte der \u00f6sterreichischen Autorin Rosemarie Schulak f\u00fcr den Gedichtband<em> Erinnerungen an Piran <\/em>(2011), der die slowenische K\u00fcstenstadt Piran zum Thema hat, ins Slowenische.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend kann also festgehalten werden, dass die slowenische Lyrik in \u00d6sterreich ein Musterbeispiel f\u00fcr moderne Pluralit\u00e4tsprozesse ist: Identit\u00e4t und Zugeh\u00f6rigkeit werden zur Option, Mehrsprachigkeit zum Normalfall. Diese Lebensrealit\u00e4t kollidiert jedoch mit nach wie vor tendenziell einsprachlichen nationalen und literarischen Systemen, woraus sich diverse Schwierigkeiten ergeben. Es verwundert also kaum, dass Fragen von Sprache und Identit\u00e4t so gut wie alle Lyriker*innen besch\u00e4ftigen und die \u201eIdentit\u00e4tskrise\u201c, wie sie 1996 von Maja Haderlap ausgerufen wurde, die meisten etablierten Autor*innen besch\u00e4ftigt(e). Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb gingen aus dieser Krise einige hochwertige literarische Stimmen heraus, die ihre Erfahrungen von sprachlicher und r\u00e4umlicher Identit\u00e4t auf verschiedenste, kreative Weisen zum Ausdruck bringen. Hierbei sind die Strategien vielf\u00e4ltig: Eigen- oder Fremd\u00fcbersetzung, mehrsprachige Texte, komplement\u00e4re oder teilweise Mehrsprachigkeit. Dies ist zweifellos ein wichtiger und produktiver Beitrag zur \u00f6sterreichischen Literatur, der neue Perspektiven \u00f6ffnet und auf Themen aufmerksam macht, die im heutigen, vielsprachigen und -kulturellen \u00d6sterreich von gro\u00dfer Bedeutung sind. Mehrsprachige Autor*innen sind wichtige literarische und kulturelle Mittler*innen und Bindeglieder. Weiterhin ist die slowenische Lyrik in \u00d6sterreich zwar immer noch stark mit der Volksgruppe in K\u00e4rnten verbunden, jedoch l\u00e4ngst nicht mehr auf deren Angeh\u00f6rige beschr\u00e4nkt.<sup>10<\/sup> Dichter*innen ohne slowenische oder K\u00e4rntner slowenische Wurzeln entdecken die slowenische Lyrik f\u00fcr sich, slowenische Lyriker*innen hingegen schreiben in \u00d6sterreich. Dies stellt starre Kategorien wie Nationalliteratur infrage und \u00f6ffnet akute Fragen wie u. A. auch die, was <em>\u00f6sterreichische<\/em> oder <em>slowenische <\/em>Literatur \u00fcberhaupt ist. Muss Literatur unbedingt in der Nationalsprache eines Landes geschrieben sein, um zum Kanon zu geh\u00f6ren oder akzeptiert zu werden? Es bleibt zu hoffen, dass in der Zukunft noch mehr solcher Autor*innen und ihre produktiven Potenziale h\u00f6rbar werden und Pluralisierungsprozesse weiter ansto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:21% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"798\" height=\"984\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic.jpeg\" alt=\"Portr\u00e4t Felix Oliver Kohl\" class=\"wp-image-10201 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic.jpeg 798w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-243x300.jpeg 243w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-122x150.jpeg 122w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-768x947.jpeg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-370x456.jpeg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-185x228.jpeg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-740x912.jpeg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-20x25.jpeg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-400x493.jpeg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Kohl-Felixc-Jana-Radicevic-39x48.jpeg 39w\" sizes=\"(max-width: 798px) 100vw, 798px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong>Felix Oliver Kohl<\/strong>, Studium der Slowenistik in Graz und Ljubljana. 2016-2018 Mitarbeit am FWF-Projekt \u201cDie zweisprachige literarische Praxis der K\u00e4rntner Slowenen nach der Einstellung des<em>mladje<\/em>&nbsp;(1991) und ihre Position im \u00fcberregionalen literarischen Interaktionsraum.\u201c Seit 2019 Assistent f\u00fcr slowenische Literaturwissenschaft am Institut f\u00fcr Slawistik der Universit\u00e4t Graz. Forschungsschwerpunkte: Slowenischer Roman, slowenische Literatur in \u00d6sterreich, Generationen in der slowenischen Literatur, (Auto-)Biographik.<br>Neueste Publikationen:&nbsp;<em>\u00dcberregional, mehrsprachig, vernetzt: Die Literatur der K\u00e4rntner SlowenInnen im Wandel&nbsp;<\/em>(Praesens, 2021; mit Erwin K\u00f6stler, Dominik Srienc und Andreas Leben).; \u201cWenn die Generation mit dem Roman&#8230; Das Problem der Begriffsanarchie im Genrediskurs am Beispiel des slowenischen generacijski roman.\u201c In:&nbsp;<em>Anzeiger f\u00fcr Slavische Philologie<\/em>. XLVIII. 2021. 21-39.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 Jana Radi\u010devi\u0107<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\"><sup>1<\/sup>\u201eTo me dejansko ve\u010dkrat vpra\u0161ajo, ko gostujem kot pesnica v tujini: \u201aKaj naj napi\u0161emo: Avstrija, ZDA, Slovenija?\u02bb Vedno re\u010dem, da Slovenija. Kar so mi v Avstriji v\u010dasih malce zamerili. Ko sem \u0161e \u017eivela na Koro\u0161kem, sem se navadno opredelila za avstrijsko-slovensko pesnico, ob\u010dasno brez geografske oznake koro\u0161ka. Ve\u010d v srednjeevropskem prostoru ni bilo treba razlagati. A ko so me v ZDA vpra\u0161ali, od kod sem, mi je bilo jasno, da mi bo odgovor iz \u201aAvstrije\u02bb vzel dru\u017einsko zgodovino. Kajti njihova najmo\u010dnej\u0161a konotacija z Avstrijo je druga svetovna vojna, zlo\u010dini druge svetovne vojne. Nenadoma sem se zna\u0161la v polo\u017eaju, da moram prevzeti oziroma mi je prisojena tuja zgodovina, zgodovina storilcev, s tem bi zavrgla zgodovino skupnosti, ki ji pripadam. Moja dru\u017eina je tako kot mnogi Slovenci na Koro\u0161kem \u017ertev druge svetovne vojne.\u201c<br><sup>2&nbsp;ustrelite me | materinskega jezika | ne bom izdal | nikoli.<\/sup><br><sup>3&nbsp;\u201etreba se je samo asimilirati iz zavednega zavezanega Slovenca in iz nezavednega Avstrijca v izkoreninjenega metulj\u010dka brez odgovornosti narodu, ali pa v dvojezi\u010dnega posebne vrste, ki ga mostovi med narodi ne brigajo ve\u010d, niti narodi ob mostovih.\u201c<\/sup><br><sup>4&nbsp;Diese Informationen stammen aus einem unver\u00f6ffentlichten Interview vom 11. Oktober 2017, gef\u00fchrt von Erwin K\u00f6stler.<\/sup><br><sup>5 &nbsp;s. o.<\/sup><br><sup>6 Als Lekt\u00fcre hierzu sei folgender Artikel empfohlen: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1303291401850\/ortstafeln-die-vergessenen-steirer\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1303291401850\/ortstafeln-die-vergessenen-steirer<\/a> (12.03.2022)<\/sup><br><sup>7 Das Interview kann hier eingesehen werden: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=S5ZRDh6Y-dA&amp;t=1828s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=S5ZRDh6Y-dA&amp;t=1828s<\/a>. (12.03.2022)<\/sup><br><sup>8<\/sup> Aus einem unver\u00f6ffentlichten Interview, im Februar 2020 von mir mit Dominik Srienc gef\u00fchrt.<br><sup>9&nbsp;\u010demu govorim \/ ko mi napaka \/ uni\u010duje vsak soglasnik<\/sup><br><sup>10 Im FWF-Projekt zur neueren literarischen Praxis der K\u00e4rntner Slowen*innen (2016-2018) wurde im Bezug auf K\u00e4rnten und die K\u00e4rntner Slowen*innen daher bewusst der Begriff des \u201e\u00fcberregionalen literarischen Interaktionsraums\u201c verwendet. Mehr Informationen: https:\/\/slawistik.uni-graz.at\/de\/bilinguale-literarische-praxis\/.<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">David Bandelj: \u201cVe\u010djezi\u010dnost v sodobni poeziji Slovencev v Avstriji: medkulturnost ali asimilacija?\u201d, in: Miran Ko\u0161uta (Hg.).:<em> Sloven\u0161\u010dina med kulturami. Slovenski slavisti\u010dni kongres, Celovec in Pliberk 2.-4. 10. 2008 <\/em>(= Zbornik Slavisti\u010dnega dru\u0161tva Slovenije 19). Celovec, Ljubljana: Slavisti\u010dno dru\u0161tvo Slovenije 2008, S. 159\u2013176.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Janko Ferk: <em>Am Rand der Stille. Gedichte<\/em>. (= Edition Atelier. Praesent). Wien: Wiener Journal 1991.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Janko Ferk: <em>Brot und Liebe. Gesammelte Gedichte<\/em>. Wien, Graz, Klagenfurt: Styria Premium 2014.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Katarina Fidermuc: \u201eLogopedov je premalo, zato nastajajo vrste\u201c, in: <em>Delo<\/em>, 02.03.2018, abrufbar unter: https:\/\/www.delo.si\/nedelo\/logopedov-je-premalo-zato-nastajajo-vrste.html (18.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Vincenc Gotthardt: \u201cV trenutku izgubi\u0161 vero v besedo. Rezka Kanzian bo v kratkem predstavila dvojezi\u010dno pesni\u0161ko zbirko \u201eAngst\/Strah\u201c\u201d, in: <em>Nedelja, <\/em>abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.kath-kirche-kaernten.at\/dioezese\/detail\/C2646\/v-trenutku-izgubish-vero-v-besedo\">https:\/\/www.kath-kirche-kaernten.at\/dioezese\/detail\/C2646\/v-trenutku-izgubish-vero-v-besedo<\/a> (18.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Maja Haderlap: \u201eVon den M\u00fchen des Verschwindens. Die slowenische Literatur in K\u00e4rnten.\u201c, in: <em>Ide. Informationen zur Deutschdidaktik; Zeitschrift f\u00fcr den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule<\/em> 20\/3 (1996), S. 16\u201328.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Maja Haderlap: <em>Gedichte \/ Pesmi \/ Poems<\/em>. Klagenfurt\/Celovec: Drava 1998.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Maja Haderlap: <em>langer transit. Gedichte.<\/em> G\u00f6ttingen: Wallstein Verlag 2014.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Haderlap, Maja (2016): Vorstellungsrede anl\u00e4sslich der Aufnahme in die Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.deutscheakademie.de\/de\/akademie\/mitglieder\/maja-haderlap\/selbstvorstellung#_blank\">https:\/\/www.deutscheakademie.de\/de\/akademie\/mitglieder\/maja-haderlap\/selbstvorstellung<\/a> (18.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabian Michael Hafner: <em>Der K\u00e4rntner slowenische Dichter Gustav Janu\u0161. Eine kritische Geschichte seines Werkes und dessen Rezeption in den Jahren 1961 &#8211; 1992<\/em>. Diplomarbeit Univ. Graz 1992.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: <em>Gelichter + Lichtes. Gedichte<\/em>. Graz, Wien: Droschl, 1991.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: \u201eZweisprachigkeit und Literatur. Eine Umfrage von Fabjan Hafner.\u201c, in: Johann Strutz ( Hg.): <em>Profile der neueren slowenischen Literatur in K\u00e4rnten. 2., erweiterte Auflage. Mit Beitr\u00e4gen \u00fcber Theater und Film. <\/em>Klagenfurt\/Celovec: Hermagoras\/Mohorjeva 1998, S. 283\u2013292.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: \u201eFreisprechanlage &#8211; Brezro\u010dno govorjenje &#8211; Viva voce. Gedichte von Fabjan hafner.\u201c, in: <em>Die Br\u00fccke<\/em> 2001 (M\u00e4rz)\/16, S. 28\u201329.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: <em>Freisprechanlage \/ Brezro\u010dno govorjenje \/ Vivavoce<\/em>. Klagenfurt\/Celovec: Drava 2001.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner:\u201c Der \u201eexemplarische Epiker\u201c der K\u00e4rntner SlowenInnen: Florjan Lipu\u0161\u201c, in: Nicola Mitterer\/Werner Wintersteiner (Hg.): <em>Und (k)ein Wort Deutsch &#8230; Literaturen der Minderheiten und MigrantInnen in \u00d6sterreich<\/em>. Wien, Innsbruck: StudienVerlag 2009, S. 133-150.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: \u201cNarodna \/ Volkst\u00fcmlich.\u201d, in Janez Gregori\u010d (Hg.): <em>Trivium &#8211; Tri poti &#8211; Drei wege. 2016-2018.<\/em> Globasnica \/ Globasnitz: SKD Globasnica \/ Slowenischer Kulturverein Globasnitz 2019, S. 12\u201313.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Fabjan Hafner: <em>Erste und letzte Gedichte. 1982-2016<\/em> (= Bibliothek Suhrkamp 1513). Berlin: Suhrkamp 2020.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Ludwig Hartinger: <em>Schatten s\u00e4umen: Aus dem dichterischen Tagebuch.<\/em> Salzburg: Otto M\u00fcller 2018.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Sa\u0161ka Innerwinkler: <em>Heimatlieder und andere Bosheiten. Domovinske pesmi in druge zbadljivke<\/em>. Klagenfurt\/Celovec: Verlag\/Zalo\u017eba Norea, 2000.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Rezka Kanzian: <em>Cvet na gnoji\u0161\u010du. Schattenbl\u00fcten<\/em>. (= Literarische Schriftenreihe des Pavelhauses 3). Graz, Laafeld\/Potrna: Artikel-VIII-Kulturverein f\u00fcr Steiermark \u2013 Pavelhaus 2006.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Rezka Kanzian: <em>Krivop\u00e9tnica \/ Heimsuchung. Zvo\u010dne pesmi \/ H\u00f6rgedichte.<\/em> (= Literarische Schriftenreihe des Pavelhauses 7). Graz &#8211; Laafeld\/Potrna: Artikel-VIII-Kulturverein f\u00fcr Steiermark \u2013 Pavelhaus 2010.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Rezka Kanzian: <em>Angst \/ Strah.<\/em> Klagenfurt\/Celovec: Mohorjeva\/Hermagoras 2020.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Daniela Kocmut: <em>Freitauchen. Gedichte. <\/em>Graz: edition keiper 2022.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Felix Oliver Kohl\/Erwin K\u00f6stler\/Dominik Srienc\/Andreas Leben: <em>\u00dcberregional, mehrsprachig, vernetzt: Die Literatur der K\u00e4rntner SlowenInnen im Wandel.<\/em> Wien: Praesens 2021.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Jonas Kolb: <em>Pr\u00e4senz durch Verschwinden. Sprache und Ethnizit\u00e4t in der Alltagspraxis junger K\u00e4rntner Slowen_innen<\/em>. Bielefeld: transcript 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Peter Kol\u0161ek: <em>Portreti sodobne slovenske literature. 1991-2016.<\/em> Celje: Fit media 2017.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Tina Kozin: \u201cIntervju: Cvetka Lipu\u0161. Po naravi sem sezonsko dru\u017eabno bitje z dolgimi fazami osame\u201d, in <em>Literatura<\/em> 20\/210 (2008), S. 88\u2013105.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Primus Heinz Kucher: \u201eSprachliche Frakturen\/Polyphonie &#8211; poetisch produktive Kontaminationen &#8211; kulturpolitische Lektionen. Ein Versuch \u00fcber Jani Oswalds grenz-\u00fcberschreitende lyrische &#8222;Wortakrobatik&#8220;\u201c, in Petra Kramberger\/Irena Samide\/Tanja \u017digon (Hg).: <em>&#8222;Und die Br\u00fccke hat gezogen, die vom Ost zum West sich schwingt&#8220;. Literarische, kulturelle und sprachliche Vernetzungen und Grenz\u00fcberschreitungen. Festschrift f\u00fcr Mira Miladinovi\u010d Zalaznik.<\/em> (= Zbirka Slovenske germanisti\u010dne \u0161tudije 14). Ljubljana: Znanstvena zalo\u017eba Filozofske fakultete 2017, S. 13\u201329.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">El\u017cbieta Ku\u017celewska:<em> \u201e<\/em>Slovenia\u2019s Crisis-driven Path from Neo- to Quasi-militant Democracy.\u201d, in: Joanna Rak\/Roman B\u00e4cker: <em>Neo-militant Democracies in Post-communist Member States of the European Union<\/em>. London: Taylor &amp; Francis 2022.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Andrej Leben: \u201eJani Oswalds radikalni Besedismus Janija Oswalda\u201c, in: Jani Oswald: <em>Non minus ultra. Ausgew\u00e4hlte Gedichte im Buch und auf CD \/ Zbrane pesmi v knjigi in na zgo\u0161\u010denki<\/em>. Klagenfurt\/Celovec: Drava 2017, S. 359-366.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Cvetka Lipu\u0161: \u201ePisati nekje vmes\u201c, in: <em>Literatura<\/em> 22:223\/224 (2010), S. 117-127.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Florjan Lipu\u0161: \u201cZ jezikom smo ali nismo. Govor na prireditvi ob slovenskem kulturnem prazniku.\u201d Vospernik, Reginald, ur.: <em>Celov\u0161ka knjiga. Pesmi, zgodbe in pri\u010devanja.<\/em> Ljubljana; Celovec: Slovenska matica; Mohorjeva 2004, S. 279\u2013283.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Na pesni\u0161kem tandemu \u2013 Marko Kravos in Fabjan Hafner. 22. Oktober 2015, abrufbar unter: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E1DowAPhmnI (18.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Nela Male\u010dkar: \u201eAuf dem fliegenden Teppich der Worte. Ludwig Hartinger im Gespr\u00e4ch mit Nela Male\u010dkar.\u201c, in: <em>Literatur und Kritik<\/em> 469\/470 (2012), S. 65\u201373.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Norbert Mayer: \u201eHaderlap: \u201aDeutsch h\u00e4lt mich auf Distanz zum Schmerz\u2018\u201c, in: Die Presse, 23.02.2012<em>, <\/em>abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/743059\/haderlap-deutsch-haelt-mich-auf-distanz-zum-schmerz\">https:\/\/www.diepresse.com\/743059\/haderlap-deutsch-haelt-mich-auf-distanz-zum-schmerz<\/a> (18.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Natalija Milovanovi\u0107: \u201eGedichte\u201c, in: <em>Lichtungen<\/em> 169 (2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Milan Obid: \u201cJezik in identiteta pri Slovencih na avstrijskem Koro\u0161kem.\u201d \u0160ekli, Matej\/Rezoni\u010dnik, Lidija, ur.: <em>Slovenski jezik in knji\u017eevnost v srednjeevropskem prostoru.<\/em> (= Zbornik Slavisti\u010dnega dru\u0161tva Slovenije 30). Ljubljana: Zveza dru\u0161tev Slavisti\u010dno dru\u0161tvo Slovenije 2020, S. 37\u201348.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Jani Oswald: \u201cKoro\u0161ka slovenska literatura in avstrijski literarni prostor.\u201d, in: <em>mladje<\/em> 63 (1987): S. 12\u201317.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Jani Oswald: <em>Non minus ultra. Ausgew\u00e4hlte Gedichte im Buch und auf CD \/ Zbrane pesmi v knjigi in na zgo\u0161\u010denki<\/em>. Klagenfurt\/Celovec: Drava 2017.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Mojca Pi\u0161ek: \u201eCvetka Lipu\u0161: Ko hodim po Ljubljani, mi sloven\u0161\u010dina zveni druga\u010de kot vam\u201c, in: <em>Dnevnik<\/em>, 29.03.2016, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.dnevnik.si\/1042732722#_blank\">https:\/\/www.dnevnik.si\/1042732722<\/a> (18.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Wolfgang Pollanz: <em>Von Reisen &#8211; O potovanjih. Gedichte \u2013 Pesmi<\/em>. Graz: edition keiper am textzentrum graz 2011.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Erich Prun\u010d: \u201e&#8220;Ich entkleide mich der Sprache&#8220;. Jani Oswald als Migrant zwischen den Sprachen\u201c, in: Gisela Vorderobermeier\/Michaela Wolf (Hg.): <em>&#8222;Meine Sprache grenzt mich ab&#8230;&#8220;. Transkulturalit\u00e4t und kulturelle \u00dcbersetzung im Kontext von Migration.<\/em> (= Repr\u00e4sentation &#8211; Transformation 3). Wien, Berlin: Lit-Verlag 2008, S. 147\u2013166<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Martin Reichert: \u201eEr ist wieder da.\u201c, in: <em>Taz, <\/em>27.06.2020, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/taz.de\/Fahrraddemos-in-Slowenien-gegen-Premier-Jana\/!5692815\/\">https:\/\/taz.de\/Fahrraddemos-in-Slowenien-gegen-Premier-Jana\/!5692815\/<\/a> (18.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Donald F. Reindl: <em>Language Contact. German and Slovenian<\/em>. (= Diversitas linguarum 20).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">&nbsp;Bochum: N. Brockmeyer 2008.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Dominik Srienc: [Gedichte], in: Uro\u0161 Prah\/Tibor Pandur (Hg.): <em>IDIOT\/DE. Publikacija II. Mednarodnega festivala literarnih praks v razvoju: LITERODROM (v koprodukciji s Cankarjevim domom, Goethe-Institutom Ljubljana in Tradukijem)\/Publikation des II. Internationalen Festivals f\u00fcr Literatur in Entwicklung: LITERODROM (in Kooperation mit dem Cankar Heim, Goethe-Institut Ljubljana und Traduki).<\/em> Ljubljana 2015, S. 122-126.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Dominik Srienc: \u201ePesem brez naslova\u201c, in: <em>Rastje <\/em>10 (2016), S. 79.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Dominik Srienc: \u201emiki\/umiki: R\u00fcckrufe\/reizend. ein journal\u201c, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/fluididentities.at\/PDF\/04Dominik%20Srienc_Texte.pdf\">https:\/\/fluididentities.at\/PDF\/04Dominik%20Srienc_Texte.pdf<\/a> (17.02.2022)<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Maja \u0160u\u010dur: \u201ePoezija Fabjana Hafnerja: Vpra\u0161anja, ki ostajajo brez odgovora\u201c, in: <em>Dnevnik, <\/em>08.04.2021, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/www.dnevnik.si\/1042952751\">https:\/\/www.dnevnik.si\/1042952751<\/a>&gt; (17.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">R\u00fcdiger Wischenbart: \u201e&#8220;Meine Art Leben und die roten Rosen sind zweierlei&#8220;. K\u00e4rntner slowenische Autoren und Literatur\u201c, in: Valentin Sima\/Vladimir Wakounig\/ Peter Wieser (Hg.): <em>Slowenische Jahrb\u00fccher 1986-1988 <\/em>(= Slowenische Jahrb\u00fccher 2). Klagenfurt\/Celovec: Drava 1988, S. 139\u2013154.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Franc Zadravec: \u201eFranc Merka\u010d\u201c, in: Verband slowenischer Schriftsteller\/innen, \u00dcbersetzer\/innen und Publizist\/inn\/en in \u00d6sterreich (Hg.): <em>Die slowenische Literatur in K\u00e4rnten. Ein Lexikon.<\/em> Klagenfurt\/Celovec: Drava 1991, S 93\u201395.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:14px\">Janja \u017ditnik: \u201eLev Detela\u201c, in: dies.\/Helga Glu\u0161i\u010d (Hg.). (1999): <em>Slovenska izseljenska knji\u017eevnost I. Evropa, Avstralija, Azija.<\/em> Ljubljana: ZRC \/ Rokus 1999, S. 190-209.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die slowenische Gegenwartslyrik in \u00d6sterreich \u2013 Mehrsprachigkeit zwischen Identit\u00e4tskrisen und produktivem Potenzial&#8220;<br \/>\nFelix Oliver Kohl<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":10188,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[109],"tags":[217,290,272,291],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Die slowenische Gegenwartslyrik in \u00d6sterreich \u2013 Mehrsprachigkeit zwischen Identit\u00e4tskrisen und produktivem Potenzial - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"&quot;Die slowenische Gegenwartslyrik in \u00d6sterreich \u2013 Mehrsprachigkeit zwischen Identit\u00e4tskrisen und produktivem Potenzial&quot; von Felix Oliver Kohl\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/05\/09\/die-slowenische-gegenwartslyrik-in-oesterreich-mehrsprachigkeit-zwischen-identitaetskrisen-und-produktivem-potenzial\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die slowenische Gegenwartslyrik in \u00d6sterreich \u2013 Mehrsprachigkeit zwischen Identit\u00e4tskrisen und produktivem Potenzial - 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