{"id":10354,"date":"2022-06-20T11:11:29","date_gmt":"2022-06-20T09:11:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=10354"},"modified":"2022-09-07T10:09:57","modified_gmt":"2022-09-07T08:09:57","slug":"rezension-schletterer-azur-ton-naehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/06\/20\/rezension-schletterer-azur-ton-naehe\/","title":{"rendered":"Verortungen"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"custom-small-subtitle wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/vasik-monika-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Monika Vasik<\/a> liest <em>azur ton n\u00e4he<\/em> von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/schletterer-siljarosa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Siljarosa Schletterer<\/a><\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 39%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"409\" height=\"670\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe.jpg\" alt=\"Cover des Gedichtbands &quot;azur ton n\u00e4he&quot; (Limbus) von Siljarosa Schletterer\" class=\"wp-image-10381 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe.jpg 409w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-183x300.jpg 183w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-92x150.jpg 92w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-370x606.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-185x303.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-20x33.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-400x655.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Cover-Schletterer-azur-ton-naehe-29x48.jpg 29w\" sizes=\"(max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap\">Flie\u00dfendes Wasser \u00fcbt seit eh gro\u00dfe Faszination auf Menschen aus und wird, ob als Bach, Fl\u00fcsschen oder Strom, mit vielerlei Geschichten und Erfahrungen assoziiert. Fl\u00fcsse sind beliebt als Orte der Anschauung, der \u201eresonanz\u201c und \u201eflowmeditation\u201c, man denke etwa an sanftes Pl\u00e4tschern, das Wellenspiel oder die Kaskaden eines Wasserfalls, und sie dienen der Erholung, der Sportaus\u00fcbung und als Transportwege. Ein Fluss folgt den Gesetzen der Schwerkraft und so ist seine Flie\u00dfrichtung physikalisch vorgegeben: von einem h\u00f6heren Niveau zu einem tiefer liegenden pl\u00e4tschert oder str\u00f6mt er, mal sacht und tr\u00e4ge, mal wild, mitrei\u00dfend, manchmal zerst\u00f6rend. Man wei\u00df um die Gefahren, die von der Naturgewalt Fluss ausgehen, denn Wasser ist schwer zu b\u00e4ndigen. Menschen versuchten mit wechselndem Erfolg, Fl\u00fcsse zu beherrschen, einzud\u00e4mmen und zu begrenzen, sie zu begradigen und zu lenken, etwa durch Deichbauten, Kraftwerke oder durch Anlage von Kan\u00e4len.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide mb-30 is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Copyright Limbus Verlag<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Zugleich dient die Lebensader Fluss in der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte seit Jahrtausenden als Metapher und Gleichnis f\u00fcr Wandel und Ver\u00e4nderung, etwa in Heraklits Formel \u201epanta rhei\u201c, dem sp\u00e4ter latinisierten \u201ecuncta fluunt\u201c (alles flie\u00dft) in Ovids Metamorphosen. Es ist eine Paradoxie, die Philosophie und K\u00fcnste inspirierte und besch\u00e4ftigte. Heraklit hat in seinen naturphilosophischen Thesen, vereinfacht ausgedr\u00fcckt, das Sein mit dem steten Wandel eines Flusses verglichen. Man k\u00f6nne nicht zweimal in denselben Fluss steigen, weil Mensch und Fluss nicht mehr dieselben seien. Auch Platon nahm darauf Bezug, dass alles Seiende einem str\u00f6menden Fluss gleiche. Die spanische Mystikerin und Kirchenlehrerin Teresa von \u00c1vila (1515-1582) wiederum erkl\u00e4rte in ihrem Hauptwerk \u201eDie innere Burg\u201c ihre Vorliebe f\u00fcr das Gleichnishafte des Wassers:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">Ich finde n\u00e4mlich nichts, was zur Erkl\u00e4rung mancher geistiger Dinge geeigneter w\u00e4re als\neben das Wasser, und zwar deshalb, ... weil ich dieses Element so liebe, dass ich es mit \nmehr Aufmerksamkeit betrachtet habe als andere Dinge.<\/pre>\n\n\n\n<p>Und es verwundert nicht, dass Fl\u00fcsse auch auf Dichter*innen eine enorme Faszination aus\u00fcben. Es ist eine sch\u00f6ne Koinzidenz, dass sich in der Lyrikreihe des Limbus-Verlags mittlerweile eine eigene Rubrik zu etablieren scheint, die sich dem Bezugssystem Fluss in seiner Vielgestaltigkeit widmet. So verdichtete Barbara Pumh\u00f6sel in ihrem Langgedicht <em>Die Distanz der Ufer<\/em> Lebenszeichen an ihren beiden \u201eHeimat\u201cfl\u00fcssen Erlauf und Arno sowie entlang der Donau. Udo Kawasser entwickelte in <em>die blaue reise. donau-bosporus<\/em> eine dialogische Beziehung zweier Liebender, verortet an Donau und Bosporus. Und nun legt die Dichterin und Kulturvermittlerin Siljarosa Schletterer ihr beeindruckendes Lyrikdeb\u00fct <em>azur ton n\u00e4he<\/em> vor, das durch elf vielschichtige Grafiken des K\u00fcnstlers Franz Wassermann bereichert wird. Sie stellt, anders als die zuvor erw\u00e4hnten Lyriker*innen, in den vier Kapiteln ihres Bands nicht einzelne Fl\u00fcsse in den Mittelpunkt, entlang derer sie ihre Texte webt, sondern ein Gewebe an Fl\u00fcssen Mitteleuropas. Dabei begegnet sie gro\u00dfen wie der Donau, dem Inn oder dem Rhein mit derselben Achtsamkeit wie kleinen, ja kleinsten Nebenfl\u00fcssen, etwa dem Arzler Bach, dem Floitenbach oder dem M\u00fchlbachl, die ihr Wasser in den Inn und damit in die Donau flie\u00dfen lassen. Und Schletterer schaut weit \u00fcber Mitteleuropa hinaus, wenn sie ihren Blick Richtung Nordsee wendet oder ans Mittelmeer.<\/p>\n\n\n\n<p>Untertitelt ist der Band mit dem Wort \u201eflussdiktate\u201c, was zweierlei Interpretation zul\u00e4sst. Man kann sich die Dichterin am Ufer eines Flusses vorstellen, die ihre Gedanken beim Anblick des Wassers schaukeln, driften und m\u00e4andern l\u00e4sst, dabei Impressionen und fluide Lebenszeichen in ihr Smartphone diktiert oder mit dem Stift aufs Papier kritzelt, um sie sp\u00e4ter als Textmaterial verf\u00fcgbar zu haben. Oder man imaginiert sie sich als aufmerksam Zuh\u00f6rende, als Mittlerin, die in ihrem Konzeptband das Wasser als Gleiches zeigt. Alles, was ein Fluss und \u201edie grammatik der wellen\u201c zu erz\u00e4hlen verm\u00f6gen, all das, \u201ewas uns wasser lehrt\u201c, verwandelt sie in menschliche Sprache. So macht sie \u201ein meinem alphabet der wasser poesie\u201c nachvollziehbar, \u201ewas dichtung \u00fcber wasser wei\u00df\u201c, weil sie selbst dies von einem Fluss und seiner nahen Umgebung erfahren hat. Es dr\u00fcckt sich in Schletterers Danksagung am Ende des Bandes aus, wenn schon an zweiter Stelle die Gew\u00e4sser stehen, denn<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ihr habt mich nicht nur das Schwimmen, sondern auch das Schreiben gelehrt<\/pre>\n\n\n\n<p>Doch nicht \u201eder Fluss\u201c in seiner Ganzheit wurde zur Quelle eines Textes, sondern wechselnde Inspirationsorte an Fl\u00fcssen, deren Koordinaten in Grad, Minuten und Sekunden dem Titel jedes einzelnen Gedichts hinzugef\u00fcgt sind. So hei\u00dft es beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><em>lech<\/em> 47\u00b026'12.3\"N 10\u00b038'08.5\"O<\/pre>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte nun diese Koordinaten in ein Online-Geoinformationssystem eingeben, um den Ort ausfindig zu machen. Manchen Fl\u00fcssen wurde ein einziger Inspirationsort und damit ein Gedicht zugeordnet, anderen mehrere. So gibt es je zwei am Kamp oder an der Donau, drei am M\u00fchlbachl und gleich f\u00fcnf entlang des Inns, was wohl mit biografischen Bez\u00fcgen und Wegmarken der Tiroler Dichterin zu tun hat, die das Besondere sucht und wei\u00df<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">nicht alle str\u00f6mungen<br>sind <br>ein gedicht<\/pre>\n\n\n\n<p>Interessant ist die grafische Gestaltung vieler Gedichte, deren Strophen oft stufig angeordnet sind, auf der Buchseite jeweils von links oben in einer Abw\u00e4rtsbewegung nach rechts unten, und damit die durch die Schwerkraft bedingte Flie\u00dfrichtung des Gew\u00e4ssers nachzubilden scheint oder die Kaskaden eines Wasserfalls. Andere Texte vollziehen im Layout auf einmal eine Wendung der Strophen nach links, was den nie linearen Lauf eines Flusses nachzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Gedichten erscheinen Fl\u00fcsse als lebende Wesen, die im Besitz von Emotionen und von Wissen sind. So hei\u00dft es, \u201ejeder fluss hat eine seele\u201c und eine eigene Biografie, jedes \u201ewasser hat seinen eigenen fingerabdruck\u201c, den man am Kr\u00e4useln der Wellen erkennt. Schon<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">b\u00e4che sprechen ihre eigenen sprachen<\/pre>\n\n\n\n<p>erst recht die Fl\u00fcsse. Jeder ist einzigartig durch seine Sprache und besitzt ein eigenes \u201eklangrevier\u201c, das weithin zu vernehmen ist. Denn Wasser und damit jeder Fluss ist auch Ton- und Klangmaterial f\u00fcrs Gedicht. Schletterer bringt hier als Musikerin und Musikwissenschaftlerin diese Flussmusik kenntnisreich mit anderer Musik, musikalisch konnotierten Motiven und mit Sprachkl\u00e4ngen in Verbindung. So l\u00e4sst sie Olivier Messiaens \u201eQuartett f\u00fcr das Ende der Zeit\u201c in einem Gedicht am \u201edijksgracht\u201c anklingen; oder die Verbindung Poesie und Punk in \u201eherzbach\u201c, einem Widmungsgedicht f\u00fcr den sie gepr\u00e4gt habenden Poeten Christoph W. Bauer und dessen Lyrikzyklus \u201emein lieben mein hassen mein mittendrin du\u201c; oder Sagenmotive wie die Nixe und den schwarzen Schwan.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz aller Singularit\u00e4t verhalten sich Flie\u00dfgew\u00e4sser zueinander, stehen in vielf\u00e4ltiger Beziehung und bilden ein Geflecht, doch \u201eihr sozialgef\u00fcge \/ wird untersch\u00e4tzt\u201c, meint die Dichterin. Es sind menschen\u00e4hnliche Verbindungen, die gl\u00fccken, manchmal durch Ungleichheit gepr\u00e4gt sind und fluiden Adel, manchmal durch Streit und quasi kriminelle Machenschaften, die gelegentlich einen Hauch antiker Mythologie atmen, wenn es etwa hei\u00dft \u201enur durch eine miese \/ schlinge \/ bezirzte der rhein \/\/ die aare\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft taucht in den Texten ein lyrisches \u201edu\u201c auf. Im dritten Kapitel \u201en\u00e4he\u201c ist dieses \u201edu\u201c ein Mensch \u2013 die Gedichte umkreisen die Themen Liebe, Begehren, Sehnsucht und Entt\u00e4uschung. Fast immer ist hier auch das Wasser pr\u00e4sent, das Trost spendet, kl\u00e4rt und Hoffnung gibt. So hei\u00dft es im schon erw\u00e4hnten Gedicht <em>lech<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">immer wenn du gehst<br>m\u00fcnde ich bei den weiden<br>umarme die gew\u00e4sser<\/pre>\n\n\n\n<p>In anderen Texten ist das \u201edu\u201c gerichtet an einen Fluss und Ausdruck einer Kommunikation mit dem Wasser. Und es gibt Gedichte, wo dieses Subjekt \u201edu\u201c uneindeutig bleibt, sowohl Mensch als auch Fluss sein k\u00f6nnte. Dieses Konzept des \u201edu\u201c, das Wasser als Gleiches begreift, macht ein anderes Erleben von Welt m\u00f6glich. Nicht mehr der Homo sapiens steht als dominante Art \u00fcber allen anderen, sondern er wird ein Gleicher innerhalb der Sch\u00f6pfung, was ihn zu mehr Achtsamkeit verpflichtet \u2013 ein dr\u00e4ngender zeitgen\u00f6ssischer Ansatz, denkt man an Artensterben und drohende Klimakatastrophen, hier akzentuiert mit Kritik an der Sprache der Macht und an Wirtschaftsformen. Als Antwort auf das Konzept Herrschaft und als Gegenentwurf zum g\u00f6ttlichen Auftrag der Genesis, dass der Mensch sich die Erde unterwerfen solle, mahnt Schletterer Verantwortung ein und regt die Utopie einer \u201eliebesartenvielfalt\u201c an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das vierte und letzte Kapitel \u201esonderkoordinaten\u201c enth\u00e4lt nur einen einzigen Text und einen QR-Code, der als Sesam-\u00f6ffne-dich sinnliche Erfahrungen bereith\u00e4lt. Neben einigen weiteren Gedichten, die ich gern im Buch abgedruckt gesehen h\u00e4tte, gibt es eine H\u00f6rfassung einiger Texte und ein Video. Eine spannende mediale Erweiterung eines gegl\u00fcckten Deb\u00fcts.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/schletterer-siljarosa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Siljarosa Schletterer<\/a>: <em><a href=\"https:\/\/limbusverlag.at\/index.php\/azur-ton-naehe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">azur ton n\u00e4he. flussdiktate<\/a><\/em>. Mit elf Grafiken von Franz Wassermann. Limbus Verlag, Innsbruck \/ Wien 2022. 96 Seiten. Euro 15,-<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monika Vasik liest \u201eazur ton n\u00e4he\u201c von Siljarosa Schletterer im Limbus Verlag<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":10355,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[107],"tags":[216,463],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Verortungen - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Monika Vasik bespricht den Gedichtband &quot;azur ton n\u00e4he&quot; von Siljarosa Schletterer, der 2022 im Limbusverlag erschienen ist.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/06\/20\/rezension-schletterer-azur-ton-naehe\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Verortungen - 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