{"id":10863,"date":"2022-09-11T19:55:12","date_gmt":"2022-09-11T17:55:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=10863"},"modified":"2022-09-11T22:57:11","modified_gmt":"2022-09-11T20:57:11","slug":"steinbachers-formlekture-chinesisches-gedicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/09\/11\/steinbachers-formlekture-chinesisches-gedicht\/","title":{"rendered":"&#8222;Rinnt&#8217;s noch!?&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/steinbacher-christian\/\">Christian Steinbacher<\/a> \u00fcber eine Nachdichtung aus dem&nbsp;<em>Schi-King<\/em>&nbsp;von Albert Ehrenstein<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><strong>Nach und nach\n<\/strong>\n\nWeit und luftig waren die Gem\u00e4cher,\t\t\nVoll die Schreine, voll die F\u00e4cher, \nHundert-, tausendfach.\nHeute geht es schw\u00e4cher, \nGeht es schwach.\nUnd ich zehr, ach, Ungemach.\nAch und ach, \nDa\u00df es nicht so fortgegangen, \nWie es sch\u00f6n hat angefangen.\nAlles ist zergangen\nNach und nach.\n\nWo ich schmauste, standen nur vier Becher,\nSa\u00dfen ich und noch drei Zecher\nBis zur Fr\u00fche wach. \nHeute rinnt es fl\u00e4cher, \nRinnt es flach, \nUnd ich trink allein am Bach.\nAch,\nFreunde haben schnell sich fortgehoben, \nAlles ist zerstoben\nNach und nach.\n<\/pre>\n\n\n\n<p class=\"has-thb-accent-color has-text-color\"><strong>\u201eRinnt\u2019s noch!?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-thb-accent-color has-text-color\">Eine Form-Lekt\u00fcre von Albert Ehrensteins Gedicht \u201eNach und nach\u201c aus dem Liederbuch&nbsp;<em>Schi-King<\/em>&nbsp;(mit einem Seitenblick auf Friedrich R\u00fcckerts Vorlage \u201eDer Heruntergekommene\u201c&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/DB9004A8-F442-4853-8B41-0FBB2B636D5A#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell bemerke ich ein Vorkommen gleicher W\u00f6rter in gleicher Position (und somit auch sogleich mein offensichtliches Vorankommen im Erfassen eines Gedichts). Das betrifft zentral auch den zur G\u00e4nze gleichen letzten Vers der beiden Strophen, der dar\u00fcber hinaus den Titel gibt (wodurch das Gedicht zu einem von Beginn an angepeilt gewesenen Ende und auf diese Weise wohl auch zur Ruhe kommen kann). Deckungsgleiche W\u00f6rter beziehungsweise Wortfolgen in beiden Strophen finden sich zudem als Beginn von Vers 4 (\u201eHeute\u201c), Vers 6 (\u201eUnd ich\u201c), Vers 7 (\u201eAch\u201c) und des vorletzten Verses (\u201eAlles ist zer[\u2026]\u201c).&nbsp;Bleiben wir vorerst beim letzten Vers: \u201eNach und nach\u201c vermittelt, dass etwas allm\u00e4hlich oder auch Schritt um Schritt in einen anderen Zustand ger\u00e4t oder \u00fcberf\u00fchrt wird, sei es in Richtung einer Aufl\u00f6sung oder in die eines Erstehens. In unserem Gedicht ist ersteres der Fall, ist dort doch von einem Zergehen beziehungsweise Zerstieben zu lesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 26%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"732\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-732x1024.png\" alt=\"Cover des chinesischen Liederbuchs &quot;Schi-King&quot; in der \u00dcbersetzung von Albert Ehrenstein nach Friedrich R\u00fcckert im Verlag E. P. Tal &amp; Co, 1922\" class=\"wp-image-10870 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-732x1024.png 732w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-214x300.png 214w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-107x150.png 107w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-370x518.png 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-185x259.png 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-20x28.png 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-400x560.png 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.33.34-34x48.png 34w\" sizes=\"(max-width: 732px) 100vw, 732px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Das Hintereinander der Schritte eines Vorgangs m\u00f6chte ich nun (gleichsam nominalistisch gestimmt) damit zusammendenken, dass Vers f\u00fcr Vers mit einem eigenen Silben-K\u00f6rbchen auftritt, das mit dem Vers, und dies eben nach und nach, auf die B\u00fchne des Gedichts gebracht wird. Festzustellen ist, dass dabei die Anzahl der Silben nicht einfach linear vermehrt oder vermindert wird, sondern in Strophe I in den ersten sechs Versen und in Strophe II in den ersten sieben Versen die jeweiligen Vers-L\u00e4ngen ohne Wiederholungen in einem abwechslungsreichen Zickzack auftreten, und das in beiden Strophen auf dieselbe Weise:&nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Auf 10 Silben folgen 8, dann 5, dann 6, dann 3 und dann 7 Silben (also zuerst um zwei und sodann um gleich drei weniger, danach wieder um eine mehr, daraufhin aber erneut um gleich drei weniger, und dann gar um ganze vier mehr). Im Vers 7 in Strophe I steht statt der isolierten Silbe \u201eAch\u201c des siebenten Verses der zweiten Strophe ein das Ma\u00df des f\u00fcnften Verses wiederholendes \u201eAch und ach\u201c. Der Vers 8 in Strophe II schlie\u00dft sich kurz mit dem 10-Silber vom Beginn der Strophen, wogegen die Verse 8 und 9 in Strophe I jeweils einen 8-Silber wie in Vers 2 bieten. Diese beiden Verse verbinden sich bei einer Zusammenschau der beiden Strophen, da die darauffolgenden (die Strophe beendenden) Verse 10 und 11 in Strophe I der Struktur nach den (ebenso die Strophe beendenden) Versen 9 und 10 in Strophe II gleichen, was hei\u00dft, dass in Strophe II der Vers 8 den gemeinsamen Platz der Verse 8 und 9 der\u00a0\u00a0Strophe I einnimmt. Der vorletzte Vers wiederholt das Silbenma\u00df von Vers 4 und der letzte das Silbenma\u00df von Vers 5. 6-Silber finden sich somit je zweimal (in Strophe I Vers 4 und Vers 10, in Strophe II Vers 4 und Vers 9), 10-Silber nur in Strophe II zweimal (Vers 1 und Vers 8), 8-Silber dagegen nur in Strophe I mehrfach, das daf\u00fcr aber gleich dreimal (Vers 2, 8 und 9, wobei wie gesagt die zwei aufeinanderfolgenden Verse 8 und 9 im direkten Vergleich der beiden Strophen aber die Stelle von nur einem Vers innehaben). 5-, 6- und 7-Silber finden sich jeweils nur einmal. 3-Silber finden sich in Strophe I dreimal (Vers 5, 7 und 10), in Strophe II aber nur zweimal, da das \u201eAch und ach\u201c als Vers 7 der Strophe I in Strophe II zu dem 1-Silber \u201eAch\u201c verk\u00fcrzt wird. Dieser nur in Strophe II vorzufindende 1-Silber ist auch insgesamt der einzige seiner Art, was dieses \u201eAch\u201c exponiert und ihm ein Gewicht verleiht, das auch f\u00fcr das ganze Gedicht ein Bedauern dessen, dass sich etwas Anf\u00e4ngliches nicht erhalten habe lassen, betonen l\u00e4sst. (Und das doppelte Ach in Vers 7 in Strophe I (das als \u201eAch und ach\u201c den Schluss-Vers \u201eNach und nach\u201c und auch den Titel des Gedichts mit anspielt oder auch aufruft und dabei den schrittweisen Vorgang als Abfolge von Seufzern spiegelt) wird dort im \u00dcbrigen von einem weiteren \u201each\u201c bereits angek\u00fcndigt, das schon im Vers davor als Einschub unterbricht (\u201eUnd ich zehr, ach, Ungemach.\u201c).)<\/p>\n\n\n\n<p>Strukturelle Parallelen in den beiden Strophen finden sich auch au\u00dferhalb der W\u00f6rter und Silben und Metren, so etwa in den verschr\u00e4nkten Reimfolgen (Folgen aus \u201e\u2011m\u00e4cher\u201c, \u201eF\u00e4cher\u201c und \u201eschw\u00e4cher\u201c, aus \u201efach\u201c, \u201eschwach\u201c, \u201e\u2011mach\u201c, \u201each\u201c und \u201enach\u201c und aus \u201e\u2011gangen\u201c, \u201e\u2011fangen\u201c und nochmals \u201e\u2011gangen\u201c in I sowie Folgen aus \u201eBecher\u201c, \u201eZecher\u201c, \u201efl\u00e4cher\u201c, aus \u201ewach\u201c, \u201eflach\u201c, \u201eBach\u201c, \u201eAch\u201c und \u201enach\u201c und aus \u201e\u2011hoben\u201c und \u201e\u2011stoben\u201c in II), den Vorsilben oder der Syntax. Letzteres betrifft insbesondere \u00adauch die Verwendung der Zeiten: Auf drei Verse in einem die Vergangenheit aufrufenden Imperfekt wird in Vers 4 f\u00fcr drei weitere Verse ins Pr\u00e4sens gewechselt, und das markant einsetzend mit einem neuen Satz, der die Situation kl\u00e4rend mit dem Wort \u201eHeute\u201c er\u00f6ffnet, und mit Vers 7 schlie\u00dflich ins Perfekt, was das Vergangene als l\u00e4ngst abgeschlossen betonen l\u00e4sst. Auch ein unterschiedliches Vorkommen eines \u201eich\u201c l\u00e4sst sich herausstellen, findet sich doch in Strophe II ein Ich schon in der erinnerten Situation der ersten drei Verse, w\u00e4hrend ein Ich in Strophe I erst in Vers 6, also dem dritten der drei Verse der Gegenwart, zum Einsatz kommt. Oder so: Auch in Strophe II gehen bei den drei der Jetztzeit zugewiesenen Versen dem Auftritt des \u201eich\u201c zwei unpers\u00f6nliche \u201ees\u201c voran, doch wird das \u201eich\u201c in Strophe II schon in der erinnerten Situation der ersten drei Verse, die in Strophe I noch keine Personen aufrufen, ausgespielt, und das gleich dreimal: als \u201eich\u201c, als \u201emich\u201c und als \u201eich und noch drei Zecher\u201c, dementgegen das \u201eich\u201c des mit \u201eHeute\u201c beginnenden Satzes in Strophe II mit einem das einstige gemeinsame Sein kontrastierenden \u201eallein\u201c gefasst wird. (Und die Gegen\u00fcberstellung in Strophe I lief weniger auf ein Nur-noch-Alleinsein hin, sondern auf ein den einstigen F\u00e4chern entgegengehaltenes Mangeln, wobei dort durch den \u201each\u201c-Einschub nicht ganz klar wird, ob das \u201ezehr\u201c intransitiv oder transitiv gesetzt ist.)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"734\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-1024x734.png\" alt=\"Titelblatt des chinesischen Liederbuchs &quot;Schi-King&quot; in der \u00dcbersetzung von Albert Ehrenstein nach Friedrich R\u00fcckert im Verlag E. P. Tal &amp; Co, 1922\" class=\"wp-image-10872 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-1024x734.png 1024w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-300x215.png 300w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-150x108.png 150w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-768x550.png 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-370x265.png 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-800x573.png 800w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-185x133.png 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-740x530.png 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-20x14.png 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-400x287.png 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.32.54-67x48.png 67w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Ein Ungemach zu zehren ist in der Sprache eines dem Expressionismus zuzurechnenden Autors ebenso denkbar wie ein objektfreies Zehren f\u00fcr sich. Das unterbrechende \u201each\u201c d\u00fcrfte das \u201ezehr\u201c eher verselbst\u00e4ndigen und das nachfolgende Ungemach zu einer der ganzen Situation des Zehrens nachgerufenen Erg\u00e4nzung eines Ausrufs machen, der dann nach dem Punkt eigens nochmals als \u201eAch und ach\u201c ansetzt. Die Aufsplittung in einzelne S\u00e4tze gilt aber nicht grundlegend. Denn in Strophe II wird nach dem von der Position her gleichen \u201eflach\u201c der Folge-Vers mit Komma angebunden. (Wegen der Bild-N\u00e4he von \u201erinnt\u201c und \u201eBach\u201c? Was ein anderes Weiterf\u00fchren m\u00f6glich machte als der Sprung von \u201eschwach\u201c zu \u201ezehr\u201c?)<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort Ungemach, nach den Gebr\u00fcdern Grimm ein auf Grund seiner Bedeutungsvielfalt \u201eunersch\u00f6pfliches Wort\u201c, wird laut Wikipedia-Eintrag als verst\u00e4rkte Negation des privaten Wohnraums gefasst. Und selbstverst\u00e4ndlich kann man sich auch in \u201eGem\u00e4cher\u201c, die \u201eWeit und luftig\u201c, deren F\u00e4cher jedoch hundertfach voll sind, zur\u00fcckziehen. Durch den Plural wird neben dem Aspekt der R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit aber auch der einer Weitl\u00e4ufigkeit aufgerufen, die an ein gr\u00f6\u00dferes Geb\u00e4ude, wohl gar an ein Schloss denken l\u00e4sst, was dann m\u00f6glicherweise auch eine geh\u00f6rige Portion Opulenz oder gar Prunk mit wachruft, auf dass uns die G\u00e4nge zwischen den R\u00e4umen um nichts weniger weitl\u00e4ufig geraten,&nbsp;&nbsp;ja wom\u00f6glich schritten wir dort sogar Kordeln entlang, die verhinderten, dass man in direkten Kontakt mit den Bildern an der Wand kommt, und die T\u00fcrklinken blitzten dann noch immer oder schon wieder und prangten also nicht mehr mit jenen altehrw\u00fcrdigen Altersflecken an Metallen, denen wir im Sinne eines gedoppelten \u201eGemach, gemach!\u201c-Ausrufs nun aber gleichfalls das Wort erteilen m\u00f6chten zu unser aller Entschleunigung, sodass auch diesem kleinen Ausrutscher hier bitte Einhalt geboten werden kann. Denn waren die F\u00e4cher dort zwar voll wie die Schreine, setzt das zweite dieser beiden W\u00f6rter keineswegs in erster Linie auf F\u00fclle, sondern auf Kostbarkeit. Und ein R\u00fcckblick auf starke Zeiten, mit denen wir weite R\u00e4ume bespielten, bleibt das allemal, und selbst dann, wenn \u201eluftig\u201c zum Substitut von \u201ebreit\u201c wird, sobald wir als wohlge\u00fcbte Sprach-Narren in so einem Beginn die feststehende Wendung \u201eweit und breit\u201c unterlegt sehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber weiter voran in der Analyse: Die Ersetzung von Vers 8 und 9 der Strophe I durch einen einzelnen Vers 8 in Strophe II verdankt sich wohl auch der L\u00e4nge dieses achten Verses. Diese ist beachtenswert hinsichtlich des Zeilenfalls, da als Vers nicht wie in der ersten Strophe ein 3-Silber vorangeht, sondern der 1-Silber \u201eAch\u201c, sodass der 10-Silber unmittelbar auf den 1-Silber folgt. Dieser eklatante (und auch optisch krasse) Bruch kann als Verk\u00f6rperung eines Zerberstens wirken und dadurch mit dem in Strophe II konstatierten Zustand des nur noch \u201eZerstobenen\u201c kollidieren. Wird das ein Spiel blo\u00df von Gegen\u00fcberstellungen selbst hier, wirft da nun jemand ein, doch lassen wir uns davon nicht beirren und setzen mit der Bemerkung fort, dass in Strophe I, die diesen eklatanten Bruch nicht aufweist, zum Schluss \u201ealles\u201c eben nicht mit \u201ezerstoben\u201c, sondern mit \u201ezergangen\u201c erg\u00e4nzt wird. Das aber hat seinen Grund gleicherma\u00dfen im Reimspiel wie im Sujet beziehungsweise Bild (und Dichtung geht ja mal von dort, mal von da aus, und das, was dabei entsteht, ergibt dann oft auf beiden Wegen Stimmigkeit). Es wird nicht nur \u201efortgehoben\u201c bereits vorm \u201ezerstoben\u201c, sondern es sind die Freunde, die sich fortgehoben (und sich in diesem Fortheben entfernt) haben, sodass also ausgerechnet das gemeinsame Heben der Becher, was ja Ausdruck einer geselligen Gegenw\u00e4rtigkeit ist, zu einem Fort-Heben als Weg-Heben wird. (Das \u201efort\u201c in \u201enicht so fortgegangen\u201c in Strophe I dagegen ist im Sinne eines Fortan und eines anhaltenden Immer-weiter gesetzt.)<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHeute\u201c bringt vorerst einen Komparativ ins Spiel, der sogleich zur Grundform verk\u00fcrzt wird. In der ersten Strophe vollzieht sich das \u00fcber ein sich auf die erinnerte Situation beziehendes \u201eschw\u00e4cher\u201c, das dann aus dem Vergleich gel\u00f6st nur noch als \u201eschwach\u201c gefasst wird, und in der zweiten Strophe \u00fcber ein vorerst noch vergleichendes \u201efl\u00e4cher\u201c (als reimbedingte Abart von \u201eflacher\u201c), das dann als \u201eflach\u201c endet. Es wird also jeweils aus einer Ebene des Vergleichs mit dem Vergangenen in die nur gegenw\u00e4rtige und somit blanke Feststellung ausgetreten und so das Jetzt und Heute betont und als solches abgesetzt. Erg\u00e4nzt werden \u201eschw\u00e4cher\u201c und \u201eschwach\u201c dabei von \u201egeht es\u201c, \u201efl\u00e4cher\u201c und \u201eflach\u201c von \u201erinnt es\u201c. \u201erinnt es\u201c lie\u00dfe \u00fcber das Anspielen des fl\u00fcssigen Elements zwar auf das \u201ezergangen\u201c in der anderen, der ersten Strophe denken, doch l\u00e4uft die Bildsetzung in Strophe II entgegen dieser bedachten Verfl\u00fcssigung in \u201ezerstoben\u201c aus. Ist der \u201egehobene\u201c Becher der Grund? Auch wenn man sich f\u00fcr gew\u00f6hnlich weder her- noch fort-hebt, h\u00e4tten sich die fortgehoben, die das Heben, wenn auch das der Trinkgef\u00e4\u00dfe, pflegten. Und die Vorstellung eines ausgerechnet flachen Rinnens (welche Art Bild auch immer das dann hervorruft) gibt ebenfalls einen Gegenpol zum Heben. Dem Rinnen umgehend nachgesetzt wird das Alleinsein beim Trinken am Bach (der wieder zum Fl\u00fcssigen passt wie auch der Becher, das hei\u00dft eine bildliche Reibung entsteht hier eher zwischen flach und heben), und umgehend meint hier, dass hier kein Punkt eine Z\u00e4sur setzt, wie an der betreffenden Stelle in Strophe I, wo ja vor dem Zehren und dem Ungemach vorerst ein Punkt kurz anhalten lie\u00df (doch meldete sich dort erstmals das Ich, was eben einen eigenen Einsatz verlangt). Nach dem \u201eAch und ach\u201c in Strophe I dr\u00e4ngt das Textgeschehen zwei Verse lang weiter bis zu einem Punkt, bevor die beschlie\u00dfende Konstatierung mit eben diesem Punkt abgesetzt wird, wogegen nach dem \u201eAch\u201c in Strophe II die Feststellung der sich fortgehoben Habenden in eine dr\u00e4ngende Bewegung weiterl\u00e4uft, die dann bis zum Schluss keine weitere Punkt-markierte Z\u00e4sur ben\u00f6tigt. Liegt der Grund daf\u00fcr, dass sich die Verse 7 bis 10 in Strophe II in einem gemeinsamen Satz bewegen, nun eher darin, dass bei den Versen mit weiblichen Reimen im zweiten Teil der Strophe II nur zwei (statt der drei in Strophe I) aufeinanderfolgen, oder eher darin, dass dort das \u201eAch\u201c allein einen ganzen Vers gibt, sodass der erw\u00e4hnte Bruch durch das Unterlassen von Punkten eingefangen werden muss? Derartige Fragen beleben ein Betrachten, geben dem Gr\u00fcbeln aber keine Aussicht. Nochmals daher das zu Bedenkende in leicht anderen Worten: In I folgen auf das \u201eAch und ach\u201c Vers 8 und 9 und schlie\u00dfen mit einem Punkt nach \u201eangefangen\u201c, und erst dann setzt der konstatierende Satz mit \u201eAlles\u201c neu ein. In II dagegen steht ein Komma nach dem 10- Zeiler (\u201efortgehoben\u201c), es geht also unmittelbar (und also fl\u00fcssig! weiterlesend) weiter in die beschlie\u00dfende Erkenntnis des \u201eAlles ist [\u2026]\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Positionen? Betrachte bitte Vers 4 und 5 in Strophe I und II unter der Herausstreichung des folgenden Ger\u00fcsts: \u201eHeute [\u2026]t es [\u2026]\u00e4cher, \/ [\u2026]t es [\u2026]ach.\u201c Wie man sieht, bleibt teils nur die Position gleich, teils ist es auch das Wort. Denn der Einsatz \u201eHeute\u201c bleibt ganz ebenso wie die beiden \u201ees\u201c. \u201eschw\u00e4cher\u201c und \u201eschwach\u201c werden dagegen in Strophe II durch \u201efl\u00e4cher\u201c und \u201eflach\u201c ersetzt, wobei immerhin in den Vokalen kein Wechsel erfolgt. Anders das zweimalige \u201egeht\u201c, das zu einem zweimaligen \u201erinnt\u201c wird, was gerade wegen des Vokalwechsels in der von der Position her gleichen Stelle noch mehr den Unterschied hervorheben kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das nicht an Personen festgemachte \u201efortgegangen\u201c in Strophe I fungiert wie gesagt im Sinne eines Fortlaufs, also eines Beibehaltens, wogegen das \u201efortgehoben\u201c das Wegkommen von etwas, das Wegtreten, die Ver\u00e4nderung anzielt. Ist anzunehmen, dass vom Dichter zuerst \u201ezerstoben\u201c gew\u00e4hlt wurde, und dann erst \u201efortgehoben\u201c (als Reim-Wort)? Und verh\u00e4lt sich das dann ebenso bei \u201ezergangen\u201c, dem \u201efortgegangen\u201c vorgestanden ist? (Der Auswuchs in der ersten Strophe zeigt neben den Reimspielen auch folgende Finesse: In \u201efortgegangen\u201c wird \u201egegangen\u201c um ein zweites Pr\u00e4fix erweitert, wogegen bei \u201ezergangen\u201c das Pr\u00e4fix \u201ezer\u201c das Pr\u00e4fix \u201ege\u201c ersetzt. Weggeschmolzen wie Schnee, denke ich, und da passt dann auch der Konsonantenwechsel von \u201egangen\u201c zu \u201efangen\u201c, wandert so doch das f in dem Schmelzprozess nach hinten: \u201efort\u201c wird durch \u201ean\u201c ersetzt,&nbsp;gibt daf\u00fcr aber sein f nach hinten, wo \u201egangen\u201c zu \u201efangen\u201c wird.)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 49%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"829\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-1024x829.png\" alt=\"Faksimile des von Friedrich R\u00fcckert \u00fcbersetzten Gedichts &quot;Der Heruntergekommene&quot; aus dem Schi-King\" class=\"wp-image-10866 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-1024x829.png 1024w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-300x243.png 300w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-150x121.png 150w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-768x622.png 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-370x300.png 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-800x648.png 800w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-740x599.png 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-20x16.png 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-185x150.png 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-400x324.png 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Bildschirmfoto-2022-09-11-um-19.25.00-59x48.png 59w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Bis hierher haben wir noch keinen Blick auf die R\u00fcckert\u2018sche Vorlage geworfen, die nun f\u00fcr einen Vergleich noch ins Spiel gebracht sein soll. Im Nachwort zu seiner Auswahl von Gedichten aus dem&nbsp;<em>Schi-King<\/em>&nbsp;schreibt Ehrenstein: \u201eDie gelben Lieder waren f\u00fcr den Gesang bestimmt, reich an Variationen, Wiederholungen, Refrain. Sie hatten keinen Rhythmus, aber fast immer Reim.\u201c In manchen Gedichten Friedrich R\u00fcckerts ortet er \u201evirtuoses Reimgeklingel und eine der Knappheit des Urtextes entgegengesetzte Geschw\u00e4tzigkeit\u201c. &nbsp;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><br>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Und er notiert: \u201eIch bem\u00fchte mich, den von mir erw\u00e4hlten hundert Gedichten durch K\u00fcrzungen, lebendigeren Rhythmus, Entfernung sinnst\u00f6render Zutaten, Umbau, in vielen F\u00e4llen durch Neudichtung etwas von der sinnlicheren Unmittelbarkeit der ersten Sch\u00f6pfung wiederzugeben.\u201c Ob das gelang, dem soll hier nicht eigens nachgegangen sein, wesentliche Unterschiede in Ehrensteins \u201eNach und nach\u201c und R\u00fcckerts \u201eDer Heruntergekommene\u201c seien aber festgehalten.\u00a0Ohne Ber\u00fccksichtigung der Differenzen bei den Apostrophierungen und Elidierungen lassen sich insbesondere folgende \u00c4nderungen feststellen: Der Vers 2 in Strophe I wird umgeschrieben in eine andere Konstruktion, die das Wort \u201evoll\u201c zweimal verwendet (und dadurch das Liedhafte noch mehr betont: R\u00fcckert: \u201eVoll die Schrein\u2019 und F\u00e4cher\u201c, Ehrenstein: \u201eVoll die Schreine, voll die F\u00e4cher\u201c).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Nach \u201eGeht es schwach\u201c steht bei R\u00fcckert ein Komma, das bei Ehrenstein zum Punkt wird. Ehrenstein zerlegt mehr, bringt ein \u00fcber das strenge Korsett hinausgehendes Modulieren ins Spiel. Und er zerlegt den Text mehr in ein \u201enach und nach\u201c (die M\u00f6glichkeit zu so einer zerlegenden Bearbeitung ist ihm aber eben auch durch den Bezugspunkt einer Vorlage gegeben). Das \u201eam\u201c vor \u201eUngemach\u201c verschwindet, um einem zus\u00e4tzlichen \u201each\u201c Platz zu machen (wozu hier schon weiter oben \u00dcberlegungen in Bezug auf das \u201ezehrt\u201c gesetzt wurden, die sich im Wissen um die Vorlage wie auch manch andere immanente \u00dcberlegungen relativieren). Insgesamt wird ein anderes Tempo der Bewegung angeschlagen, und von daher auch eine etwas andere Situation, und auch daher r\u00fchrt dann wohl der Punkt statt des Kommas.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der letzte Vers R\u00fcckerts wird von Ehrenstein in zwei Verse gesplittet, und diese Splittung d\u00fcrfte das beschlie\u00dfende \u201enach und nach\u201c auch sprachlich darstellen. Zudem wird das Partizip dadurch in eine betonte Endstellung gebracht, sodass die beiden nun die vorletzte Zeile beendenden Partizipien als kontrastierende Variation in einen Dialog treten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;R\u00fcckerts \u201esa\u00dfen mir drey Zecher\u201c als Vers 2 der Strophe II wird zu \u201eSa\u00dfen ich und noch drei Zecher\u201c. R\u00fcckert variiert in seinem Gedicht dort \u201estanden mir\u201c aus Vers 1 zu \u201eSa\u00dfen mir\u201c in Vers 2.&nbsp;&nbsp;Ehrenstein bringt in seiner leicht gestelzten Formulierung kein \u201emir\u201c, sondern ein \u201eich\u201c, welches die drei anderen erg\u00e4nzen l\u00e4sst, in die Runde der Zecher ein. Und diese Erweiterung ist wohl verantwortlich auch daf\u00fcr, dass er die 6 Silben bei R\u00fcckert zu 8 Silben erweitert, was wiederum verantwortlich daf\u00fcr ist, dass er im Sinne einer parallelen Bespielung auch den Vers 2 der Strophe I erweitern muss, was ihn wiederum zu einer doppelten Verwendung des \u201evoll die\u201c dort bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\u201eAll in Freuden wach\u201c klingt f\u00fcr den sp\u00e4ter Geborenen wohl etwas seltsam. Der Austausch des \u201eAll in Freuden\u201c mit \u201eBis zur Fr\u00fche\u201c verdankt sich nicht nur dem dazugekommenen \u201eich\u201c, sondern auch einer vorstellbareren Situation, \u201eBis zur Fr\u00fche\u201c ist nicht nur Epitheton, sondern fast konkret als Hinweis auf einen intensiven n\u00e4chtlichen Umtrunk.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\u201eAch und ach\u201c wird bei R\u00fcckert nicht verk\u00fcrzt! Hier ist bei Ehrenstein eine Verlebendigung angesagt. Selbstredend sind auch diese Verlebendigungsversuche zugleich kunstfertige Eingriffe. Auf der Seite der Produktion geht es hier wie gesagt aber auch immer wieder um Situationen, f\u00fcr die von etwas schon Vorhandenem ausgegangen werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bei R\u00fcckert findet in Strophe II keine Kontraktion der Verse 8 und 9 zu einem einzigen Vers statt, sondern das Schema der ersten Strophe wird an der Stelle ungebrochen in die Strophe II \u00fcbernommen. Statt des Ehrenstein\u2019schen Verses mit dem Ende \u201efortgehoben\u201c findet sich dort also ein Vers-Doppel, endend im ersten Vers mit \u201enach oben\u201c und im zweiten mit \u201eangehoben\u201c. Das Ger\u00fcst des Vers-Doppels aus Strophe I kommt bei R\u00fcckert in Strophe II also voll nochmals zum Zug, und das betrifft auch die Vers-Enden, die an der Stelle in Strophe I zuerst \u201efort gegangen\u201c und dann \u201eangefangen\u201c ausspielen, und in Strophe II zuerst \u201efort nach oben\u201c und dann \u201eangehoben\u201c. Kein Wort mit \u201ean-\u201c schiebt sich dagegen bei Ehrenstein zwischen \u201efort-\u201c und \u201ezer-\u201c. Es gibt daf\u00fcr dort aber auch die eine Zeile weniger (und den sich dadurch ergebenden Bruch). Das Weglassen eines Verses geschieht nicht nur aus Gr\u00fcnden der Darstellung einer etwas anderen Bewegung, sondern auch, weil das \u201enach oben\u201c, auf das hin R\u00fcckert den ersten Vers des letzten Reimpaars ausrichtet und gestaltet (\u201eDa\u00df es nicht so fort nach oben \/ Gieng, als wie es angehoben\u201c), inzwischen ein anderes (oder gar obsolet)&nbsp;geworden ist, da ja von Ehrenstein nicht mehr ein \u201ehoch\u201c, sondern ein \u201esch\u00f6n\u201c zum Bezugspunkt der R\u00fcckschau gew\u00e4hlt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:31px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Albert Ehrenstein<\/strong>:&nbsp;<strong>\u201e<\/strong>Nach und nach<strong>\u201c,&nbsp;<\/strong>in:&nbsp;<em>Schi-King. Das Liederbuch Chinas<\/em>, Leipzig, Wien, Z\u00fcrich: E. P. Tal &amp; Co. 1922. Zitiert aus:&nbsp;<em>Werke<\/em>, herausgegeben von Hanni Mittelmann, Band 3\/1 (Chinesische Dichtungen: Lyrik), Berlin: Klaus Boer Verlag 1995, S. 68. [Der Band ist nach wie vor \u00fcber den Wallstein Verlag erh\u00e4ltlich.]\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DB9004A8-F442-4853-8B41-0FBB2B636D5A#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;In:&nbsp;<em>Schi-King<\/em>.<em>&nbsp;Chinesisches Liederbuch<\/em>, gesammelt von Confucius, dem Deutschen angeeignet von Friedrich R\u00fcckert, Altona: J. F. Hammerich 1833, <a href=\"https:\/\/www.digitale-sammlungen.de\/de\/view\/bsb10251367?page=156,157\">S. 144&nbsp;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian Steinbacher analysiert formal eine Nachdichtung Albert Ehrensteins aus dem chinesischen Liederbuch &#8222;Schi-King&#8220; von 1922<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10864,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[105,271],"tags":[472,218],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>&quot;Rinnt&#039;s noch!?&quot; - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Christian Steinbachers Formanalyse der Nachdichtung \u201eNach und nach\u201c von Albert Ehrenstein aus dem chinesischen Liederbuch\u00a0&quot;Schi-King&quot;\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2022\/09\/11\/steinbachers-formlekture-chinesisches-gedicht\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"&quot;Rinnt&#039;s noch!?&quot; - 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