{"id":13411,"date":"2023-03-17T10:28:33","date_gmt":"2023-03-17T09:28:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=13411"},"modified":"2023-03-17T15:11:56","modified_gmt":"2023-03-17T14:11:56","slug":"hammerschmid-winterlektuere-zwischen-stille-und-aktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/03\/17\/hammerschmid-winterlektuere-zwischen-stille-und-aktion\/","title":{"rendered":"Zwischen Stille und Aktion"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Zur poetischen Bildmusik von Jan Erik Volds <em>Tr\u00e4umemacher Trilogie (<\/em>2019) von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/hammerschmid-michael\/\">Michael Hammerschmid<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:26% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"619\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-619x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13414 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-619x1024.jpeg 619w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-181x300.jpeg 181w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-91x150.jpeg 91w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-370x612.jpeg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-20x33.jpeg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-600x992.jpeg 600w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/vold_cover_gezeichnet-gr-c-Michael-Hammerschmid-29x48.jpeg 29w\" sizes=\"(max-width: 619px) 100vw, 619px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Bei Jan Erik Volds \u201eDie Tr\u00e4umemacher Trilogie\u201c handelt es sich um ein sehr aufw\u00fchlendes, zugleich meditatives und sehr freies Buch. Das erste von drei in dem Band versammelten B\u00fcchern in seinem Inneren ist mit \u201eZw\u00f6lf Meditationen\u201c (2002) betitelt. Jedes der drei B\u00fccher verwendet dabei dieselbe strenge lyrische Form(el). Sie besteht aus zw\u00f6lf Zyklen zu zw\u00f6lf in drei offenen Strophen gegliederten zw\u00f6lfzeiligen Gedichten, die die Zeilen in ihrem Inneren \u00fcberall und unerwartet brechen k\u00f6nnen, etwa auch mitten im Wort und sehr ungleiche Versl\u00e4ngen aufweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Foto und Coverzeichnung mit Tinte \u00a9 M. Hammerschmid<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p> Das Aufregende an diesem Gedichtband besteht f\u00fcr mich darin, dass Meditation und Aktion in Jan Erik Volds Dichtung eng zusammen stehen, ja miteinander existieren. Es ist wie im Leben. Angesichts der Gedichte Volds l\u00e4dt sich der einfache, vielleicht etwas abgeschmackt wirkende Satz, mit Substanz auf. Mit der Substanz der Gedichte, und das hei\u00dft ihrer Form, ihrer Bewegung, nicht zuletzt ihres Rhythmus\u2019. Und dieser l\u00e4sst sich als zutiefst musikalisch beschreiben. Etwas von seiner Musikalit\u00e4t konnte ich erfahren, als ich die Gedichte im Rahmen einer zweisprachigen Lesung mit Jan Erik Vold beim Lyrik-Festival <em>Dichterloh<\/em> in der Alten Schmiede gelesen, oder man m\u00fcsste eigentlich pr\u00e4ziser sagen, mit ihm gemeinsam musiziert habe. Nicht zuletzt das Dialogische, der Wechsel der Stimmen, ist auch in den Gedichten selbst angelegt. Im Raum der Alten Schmiede ging das geschriebene Wort gleichsam in sprechende Aktion \u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man mich fragen, wo ich dieses Buch gelesen habe, so w\u00fcrde ich einerseits von der besonderen Stille der Lekt\u00fcre erz\u00e4hlen (dazu sp\u00e4ter noch mehr), andererseits ganz besonders aber an diesen Moment des gemeinsamen Lesens erinnern. Ich habe das Buch gewisserma\u00dfen in diesem zweisprachigen Lesen, an jene Grenze begleitet (gef\u00fchrt?), wo es sich in Luft aufl\u00f6st, ohne dabei aber an Substanz zu verlieren. Dieser \u00dcbergang aber, scheint mir, hat dieses Buch noch weiter dorthin gebracht, wo es kraft seiner Poetik ohnedies angesiedelt ist. Einerseits nat\u00fcrlich zu seinen Leserinnen und Lesern, die den Rhythmus der Worte akustisch-sinnlich erleben konnten. Andererseits in eine Art Leer- oder besser Zwischenraum, der f\u00fcr die Resonanz der \u201eTr\u00e4umemacher Trilogie\u201c ganz besonders charakteristisch ist. Der bei Kleinheinrich herausgekommene Band nimmt auf diese Leere auch in buchgestalterischer Weise Bezug. Das Wei\u00df und die gro\u00dfe Weite der Seiten bietet den Gedichten gen\u00fcgend Raum, um zwischen der wei\u00dfen Stille und den Gedichten Beziehungen herzustellen. Dieser Raum ist auch, wie in der obigen Beschreibung ihrer Form bereits angedeutet, mitten in den Gedichten sp\u00fcrbar. Die Aufmerksamkeit gilt in ihr besonders den einzelnen Worten, Silben, Lauten, den einzelnen Wortf\u00fcgungen und ihrer Chemie. Das Buch, mit wei\u00dfem Einband, und seine Gestalt verwachsen hier mit der Poetik des Bandes. Die aus wenigen semantischen Tupfen und Bildern bestehenden Gedichte, geben viel Freiraum zur Imagination frei. Wer imaginiert, wird in diesem Buch selbst imaginiert. Es ist eine Art Bildertausch, die einem widerf\u00e4hrt. Das hat nicht zuletzt mit dem Magnetismus dieser Gedichte und ihrer Verwandlungsarbeit zu tun. Und dies meine ich in einem v\u00f6llig unesoterischen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Magnetismus, Verwandlung und der Ort der Poesie<\/h4>\n\n\n\n<p>Jan Erik Volds Gedichte ziehen alles M\u00f6gliche an. Aus dieser Offenheit gegen\u00fcber \u201eallem\u201c, ergibt sich seine heterogene Stofflichkeit. Sie besteht aus Intimem, Pers\u00f6nlichem und Allgemeinmenschlichem, aus Metaphysischem und Sinnlich-Physischem, aus Politischem und Unscheinbarem, aus Historischem und purer Gegenwart, aus Allt\u00e4glichem und Abstraktem.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrung, die man in Ber\u00fchrung mit den in den Gedichten eingelagerten T\u00f6nen und poetologischen Haltungen und Formen machen kann, l\u00e4sst sich vielleicht als eine Art offenes Staunen beschreiben. Wobei vor allem durch \u00dcberraschung und Verwandlung stets etwas Ungewusstes erlebbar oder zumindest erahnbar wird. F\u00fcr mich w\u00fcrde ich es vielleicht so formulieren: Ich bin ins Offene des Staunens gekommen, als ich Vold, hier an meinem Schreibtisch, erstmals gelesen habe.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">ER WACHTE \nauf. Im \ngleichen \nSchlafanzug, doch \n\nmit einem neuen \nNamen. \nOder \nohne Schlafanzug \n\nim \ngleichen \nBett. Der Heizk\u00f6rper in der Ecke \nbrummte. <\/pre>\n\n\n\n<p>In wen hat sich dieser \u201eER\u201c verwandelt? In den einzelnen Gedichten des Zyklus zeichnet sich, schwirrend, etwas wie eine Erz\u00e4hlung ab. Auch dorthin gehen die Gedichte Jan Erik Volds, auch dort, in die Erz\u00e4hlung, ziehen sie einen, locken sie. Und wie liest man diese Gebilde? Stockend, abgehackt? Oder fl\u00fcssig? Denn zweifellos entsteht eine Spannung zwischen diesen beiden Polen, zwischen dem Stockenden und dem Fl\u00fcssigen. Zwischen stehenbleiben und gehen, Stille und Laut. Das macht die Grundspannung der Poetik dieser Gedichte aus. Und wo ist man, wenn man diese Zeilen liest? Wo und wie ist man? Ist man im \u201eSchlafanzug\u201c? Im \u201egleichen\u201c? Oder doch \u201emit einem neuen \/ Namen\u201c?? \u201eOder \/ ohne Schlafanzug \/\/ im \/ gleichen \/ Bett.\u201c Ich komme an dieser Stelle ins Schmunzeln. Es steckt ein leichtf\u00fc\u00dfiger, aber auch tiefer Humor in diesen Zeilen. Wo immer man diese Gedichte liest, wird man an einen anderen Ort versetzt, und doch durch das Brummen \u201eder Heizk\u00f6rper in der Ecke\u201c wieder zur\u00fcck auf den Boden geholt. Was ist das f\u00fcr eine Erfahrung, die man hier macht? K\u00f6nnte man sie ganz schlicht und einfach als die Erfahrung der Literatur bezeichnen?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lesen zwischen Bruch und Fluss<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Zyklus aus dem dieses Gedicht stammt, hei\u00dft \u00fcbrigens \u201eDer Text der Nacht\u201c. Es ist der dritte Zyklus von \u201eDas gro\u00dfe wei\u00dfe Buch\u201c (2011). \u201eDas gro\u00dfe wei\u00dfe Buch\u201c ist das zweite Buch in der \u201eTr\u00e4umemacher Trilogie\u201c. Und so finden die Gedichte selbst im Gedichtzyklus ihren Ort, und organisieren sich gleichsam in der Logik der 12 und ihrer Variationen. W\u00e4hrend der tats\u00e4chliche Ort, an dem ich diese Gedichte erstmals gelesen habe, mein Schreibtisch, sich beim Lesen in andere Orte, n\u00e4mlich die der Worte und Bilder und Kl\u00e4nge und der mit ihnen verbundenen Erfahrungen verwandelt hat und f\u00fcr die Dauer des Lesens nahezu verschwunden ist. W\u00e4hrend ich mich an die Lesung mit Jan Erik Vold sehr lebhaft erinnere, wo der Ort ein gemeinschaftlicher, ein \u00f6ffentlicher war, obwohl ich w\u00e4hrend der ZOOM-Lesung zuhause sa\u00df. Wo war ich da? Und wo war Jan Erik Vold? Wo waren wir, w\u00e4hrend wir lasen? Wir waren nicht da und nicht dort. Wir waren ein St\u00fcck mit der Sprache unterwegs, wohin sie uns auch immer f\u00fchrte. Auch an das Video, das ich danach noch einmal ansehen konnte, erinnere ich mich. An die \u00c4sthetik des ZOOM-Videos, an das Erb\u00e4rmliche daran, das mir im R\u00fcckblick fast schon wieder allzumenschlich erscheinen mag. Und wie ich versuchte, den Grat zwischen Bruch und Fluss zu gehen, und wie Jan Erik Vold versuchte, diesen Grat zu gehen, wobei seine Stimme sehr leise war und wie ein verzaubertes Murmeln klang, erinnere ich mich. Ich konnte seine Sprache, das Norwegische, nicht verstehen. Aber ich konnte, weil sie dem Deutschen in vielerlei verwandt ist, manches erraten. Es war ein ratendes, intuitives Zuh\u00f6ren. Auch dieses H\u00f6ren war eine Art Ort, der sich im Lesen permanent verwandelte. Es war eine Art fortw\u00e4hrendes horchendes und lesendes Sich-Verwandeln, eine Art Musik, die nach Mustern ablief, die mir weitgehend unbekannt waren, weil mir das Norwegische unbekannt ist, die aber durch die spezifische Form der Gedichte &#8211; und wohl zus\u00e4tzlich durch die intersprachlichen Strukturen des Deutschen und Norwegischen, ja von Sprachen generell &#8211; Beziehung stiftete. Beziehung als eine Art Rhythmus der Sprache verstanden. Eine Art Verstehen an einer Schwelle, eine Art Musik an ihrer Schwelle. Und ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum die Dichtung Jan Erik Volds, den h\u00e4ufige gemeinsame Auftritte mit namhaften Jazz-Musikern auf die B\u00fchnen zahlreicher St\u00e4dte f\u00fchrten, so geeignet f\u00fcr musikalische Performances ist und dass er, wie sein \u00dcbersetzer Walter Baumgartner im Nachwort der <em>Trilogie<\/em> schreibt, \u201eber\u00fchmt f\u00fcr seine Fernseh- und Festivalauftritte und <em>Jazz&amp;Poetry<\/em> CD\u2018s\u201c ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Im Netzwerk der Poesie und eine kleine Nicht-Interpretation<\/h4>\n\n\n\n<p>Der 1939 in Oslo geborene Jan Erik Vold, lernt man in diesem \u00fcbrigens sehr vielschichtigen Nachwort, ist ein Dichter von gro\u00dfer Popularit\u00e4t. Und ich denke hierzulande konnte eine solche, von Erich Fried abgesehen, vielleicht noch Ernst Jandl (und ohne Nachfolge) f\u00fcr sich und seine Poesie verbuchen. Und auch f\u00fcr Ernst Jandl spielte der Jazz und das Auftreten mit Musikerinnen und Musikern bekanntlich eine eminent wichtige Rolle\u2026 Dass Jan Erik Vold au\u00dferdem auch viel \u00fcbersetzt hat und \u00fcbrigens von Walter Baumgartner in einer beeindruckenden rhythmischen Stimmigkeit \u00fcbersetzt wurde, bringt mich wieder auf das vorhin angeschnittene Thema der Verwandlung. Verwandlung von Stille in eine andere Stille, von Pausen in Klang und wieder in Pausen, Verwandlung von Worten in Bedeutungen und weitere Bedeutungen, wie sie auch der \u00dcbersetzer zu bewerkstelligen hat. Robert Creeley und Samuel Beckett geh\u00f6ren beispielsweise zu den von ihm \u00fcbersetzten Autoren. Robert Creeley und seine schlanken Gedichte. Ich sehe ihre Gestalt in der ganz eigenen Textgestalt der Vold\u2019schen Gedichte. Und Samuel Beckett, auch Samuel Beckett h\u00f6re ich und muss ganz besonders an dessen <em>Mirlitonnade<\/em> (w\u00f6rtlich in etwa: Fl\u00f6tent\u00f6ne oder Tr\u00f6tent\u00f6ne) denken. Jan Erik Vold:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">UNTERWEGS \nins Dunkel, unter \nwegs ins \nLicht - wer? Kein Gesicht\n\naber ein \nK\u00f6rper. Kein \nK\u00f6rper aber ein R\u00fccken. Die \ndie. Er der. Es das \n\nweder \nschweigt \nnoch \nspricht.<\/pre>\n\n\n\n<p>Ich kommentiere dieses Gedicht nicht. So wie es n\u00f6tig ist, auch in Kommentaren und Interpretationen von Gedichten, nicht zu kommentieren und nicht zu interpretieren. Auch das eine Erfahrung, die man mit Gedichten machen kann. Und das eine Erfahrung, zu der diese Gedichte von Jan Erik Vold besonders auffordern. Es sein zu lassen. Die Gedichte Gedichte sein zu lassen. Und doch, wir wissen es, wir imaginieren und phantasieren. Es phantasiert, es imaginiert. Es geht etwas vor sich, zwischen uns und dem Gedicht und umgekehrt. Es ist der zauberhafte Vorgang der Ber\u00fchrung mit Sprache. Und stellen wir uns Jan Erik Volds Gedichtsprache im Dialog mit der Musik von Chet Baker, Jan Garbarek, Red Mitchell oder auch Bill Frisell vor, mit denen er aufgetreten ist. Und stellen wir sie uns ohne nichts vor. Leise gelesen, an irgendeinem Ort, in irgendeinem Moment. Und wieder tut sich ein neuer Raum auf, von dem diese Gedichte erz\u00e4hlen, und dem in gewissem Sinne auch etwas Fern\u00f6stliches anhaftet. Walter Baumgartner erinnert auch daran, dass die japanische Haiku-Dichtung von Einfluss auf die \u201eTr\u00e4umemacher Trilogie\u201c gewesen sei. Und wie sieht es mit dem Amerikanischen aus? Mit dem \u00d6stlichen? Westlichen? West\u00f6stlichen? Wir kommen ins Schwirren. Es schwirrt in diesen Gedichten. Einfl\u00fcsse schwirren, wenn sie mehr als Einfl\u00fcsse sind. Und wie sieht es umgekehrt, mit dem Einfluss von Jan Erik Volds Lyrik auf die \u00f6sterreichische Dichtung aus? Resonanz hat sie hier vermutlich noch keine oder kaum eine gefunden\u2026 doch wer wei\u00df\u2026 und \u00fcbrigens: Margret Kreidl hat in einer <em>Der Hammer<\/em>-Ausgabe erfreulicherweise einen feinen, man k\u00f6nnte vielleicht sagen: inneren Dialog zur <em>Tr\u00e4umemacher<\/em> <em>Trilogie<\/em> geschrieben! Und wer sich nun vielleicht daran erinnert. Jan Erik Vold hat die Tageb\u00fccher Ruth Meiers herausgegeben, die eine dunkle Spur zwischen Norwegen und \u00d6sterreich w\u00e4hrend des Nationalsozialismus offenlegen. Sind sie neugierig geworden? M\u00f6chten Sie Ruth Meier Tageb\u00fccher und Jan Erik Volds Dichtung nun selber lesen? Es sei Ihnen mit diesem kleinen Aufsatz sehr ans Herz gelegt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:23% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"681\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie.jpg\" alt=\"Cover Vold Jan Erik Tra\u0308umemachertrilogie\" class=\"wp-image-13412 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie.jpg 681w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-370x556.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-20x30.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-600x902.jpg 600w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Cover-Vold-Jan-Erik-Traeumemachertrilogie-32x48.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">Jan Erik Vold: <em>Die Tr\u00e4umemacher Trilogie<\/em>. Aus dem Norwegischen und mit einem Nachwort von Walter Baumgartner. Kleinheinrich Verlag 2019, 320 Seiten, Euro 35,-<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winterlekt\u00fcre: Zur poetischen Bildmusik von Jan Erik Volds Tr\u00e4umemacher Trilogie (2019) von Michael Hammerschmid<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":13413,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[467,527],"tags":[173],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Zwischen Stille und Aktion - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Winterlekt\u00fcre: Zur poetischen Bildmusik von Jan Erik Volds Tr\u00e4umemacher Trilogie (2019) von Michael Hammerschmid\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/03\/17\/hammerschmid-winterlektuere-zwischen-stille-und-aktion\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zwischen Stille und Aktion - 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