{"id":13545,"date":"2023-04-02T14:37:29","date_gmt":"2023-04-02T12:37:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=13545"},"modified":"2024-01-22T11:48:50","modified_gmt":"2024-01-22T10:48:50","slug":"fragebogen-gerhard-ruiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/04\/02\/fragebogen-gerhard-ruiss\/","title":{"rendered":"Fragebogen &#8211; Gerhard Ruiss"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-thb-accent-color has-text-color has-medium-font-size\">Die POESIEGALERIE stellt ihren Autor*innen Fragen zum Schreiben<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-thb-accent-color has-text-color has-medium-font-size\">Heute die Antworten von<a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/ruiss-gerhard\/\"> Gerhard Ruiss<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Schreibst du regelm\u00e4\u00dfig? Zu welchen Zeiten und an welchen Orten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinen Hosen-, Jacken- und Manteltaschen stecken immer irgendwelche Zettel und Notizen zu Sachen, die ich nicht mehr vergessen will und mit denen ich sp\u00e4ter etwas anfangen m\u00f6chte. Manchmal sind es Stichworte, manches Mal Vorformulierungen, manches Mal muss ich nur etwas wieder aus meinem Kopf bekommen, um ihn f\u00fcr etwas anderes frei zu haben, Sachen, die mir wichtig sind oder sein k\u00f6nnten. Das geht nat\u00fcrlich nicht, wenn man st\u00e4ndig an etwas denkt, um es nicht zu vergessen. Eigentlich notiere ich mir dauernd etwas, auch auf Manuskripten von mir, die ich korrigiere, Anf\u00e4nge zu neuen Gedichten oder auf meinem Laptop, wenn ich ihn dabeihabe, S\u00e4tze oder Hinweise zu etwas, das ich liegen habe, oder ich schicke mir selber auf dem Mobiltelefon Nachrichten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Ist Schreiben f\u00fcr dich eher Handwerk oder Inspiration? Wie passen diese beiden Pole zusammen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich setze wo an, lasse es dann liegen, setze woanders fort, schlie\u00dfe die Arbeit an einem Text vorl\u00e4ufig ab und \u00fcberarbeite ihn sp\u00e4ter wieder. In den Idealf\u00e4llen inspiriert mich das bisher Vorliegende zur Weiterarbeit daran. Es kann sogar sein, dass vom urspr\u00fcnglichen Ansatz gar nichts mehr \u00fcbrig bleibt und ich einen Text ganz woanders hin weiterschreibe. Wieviel daran Handwerk ist und wieviel Inspiration, kann ich nicht sagen, vielleicht ist es auch nur Motivation, es ist auf jeden Fall Gel\u00e4ufigkeit und Assoziation, ich bin vertraut mit den M\u00f6glichkeiten, an Texten zu scheitern und so lange an ihnen zu arbeiten, bis ich sie nur mehr so stehen lassen kann oder sie endg\u00fcltig aus meinem Leben streiche. Aus Routinegr\u00fcnden entsteht bei mir kein Text, es muss immer einen Impuls geben, dem ich folgen kann und der tragf\u00e4hig bleibt, bis zum fertigen Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Wo findest du deine Themen? Eher in deinem Leben und unterwegs oder in B\u00fcchern und Medien?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Egal, wo und was: Das Leben, B\u00fccher, Medien oder etwas anderes, alles ist voller Ankn\u00fcpfungspunkte, um etwas fortzusetzen, zu bearbeiten, f\u00fcr Vorgeschichten, Nachbetrachtungen, Interventionen, Neuans\u00e4tze, Variationen. Die gr\u00f6\u00dfte Faszination \u00fcben auf mich Nebens\u00e4chlichkeiten aus, Beil\u00e4ufigkeiten, Banalit\u00e4ten, Allt\u00e4glichkeiten. Eine gro\u00dfe Bedeutung haben in meinem Schreiben Statusbearbeitungen und Routinebr\u00fcche, \u00dcberpr\u00fcfungen, was Stand h\u00e4lt, und Rollen. Dementsprechend sprunghaft bin ich in meinen Themen und hin und her gerissen zwischen mir wichtigen Anliegen, und dementsprechend wichtig ist daher f\u00fcr mich beim Schreiben die Konzentration. Ich kann, wie vorher schon beim Lesen, bevor ich selbst zu schreiben begonnen habe, beim Schreiben die Welt um mich herum vollkommen ausblenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Welche Bedingungen muss ein gelungenes Gedicht f\u00fcr dich erf\u00fcllen? Oder: Wann bist du sicher, dass ein Gedicht fertig ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe vielstufige \u00dcberarbeitungsverfahren und \u00dcberarbeitungsprozesse. Bis ich ein Gedicht aus der Hand gebe, vergehen mitunter Jahre. Das gilt genauso f\u00fcr Sammlungen, die ich von mir aus zur Ver\u00f6ffentlichung frei gebe, was aber noch lange nicht hei\u00dft, dass sie von wem verlegt werden, nur dass ich sie dazu aus der Hand geben w\u00fcrde. Wirklich zufrieden bin ich mit einem Gedicht dann, wenn es im Entstehungsprozess standh\u00e4lt, bei der Wiederbegegnung in gedruckter Form und beim Wiedererleben in gelesener Form. Bevor das der Fall ist, erprobe ich die Gedichte in all diesen Varianten f\u00fcr mich selbst, wobei ich sie in den unterschiedlichsten Situationen lese und korrigiere, am liebsten, wo es \u00fcberf\u00fcllt ist, laut zugeht oder mich etwas ablenken k\u00f6nnte. Wenn ich dann an ihnen dranbleiben kann, ist schon einmal ein Grundkriterium erf\u00fcllt, sie haben ihren eigenen Platz in wechselnden und st\u00f6renden Umgebungen und ich muss f\u00fcr sie nicht eine bestimme Situation voraussetzen. Ganz wichtig dabei ist, dass ich sie untereinander verschieden kontextuiere oder zusammenfasse, sodass sie miteinander oder gegeneinander genauso wie ohne einander bestehen m\u00fcssen. Am Ende muss jedes Gedicht f\u00fcr sich selbst stehen k\u00f6nnen und alle m\u00fcssen es mit allen miteinander. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13546 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-370x555.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-20x30.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-600x900.jpg 600w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gerhard-Ruiss-Foto-Lukas-Suk-32x48.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gerhard Ruiss, Foto \u00a9 Lukas Suk <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>5. Trifft auf dich das Diktum zu, dass Dichter*innen Seismographen ihrer Zeit sind \u2013 und wenn ja, inwiefern? Anders gefragt: Siehst du f\u00fcr dich als Dichterin eine Aufgabe in Bezug auf das gesellschaftliche Ganze?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesellschaft wirkt auf mich ein, ich wirke auf sie ein. Ich kann die Welt und gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse auf meine Lebensumgebung reduzieren, ich kann sie sogar aus meinem Schreiben ausschlie\u00dfen, sie bleiben dennoch auf mich und f\u00fcr mein Schreiben nicht ohne Wirkung. Das muss ja nicht gleich hei\u00dfen, dass ich einen Sozialkolportageroman nach dem anderen schreibe, aber in sozialen Zusammenh\u00e4ngen stehe ich immer. Das wird einem sp\u00e4testens dann klar, wenn man nach einem Nurschreibtag schnell noch vor dem Zusperren etwas einkaufen gehen muss und Orientierungsschwierigkeiten hat, was man \u00fcberhaupt einkaufen soll. Ich sehe keine Aufgabe von Autorinnen und Autoren zur tagesaktuellen Kommentierung von Geschehnissen, aber eine zur Erfassung der gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4nge schon. So etwas muss man sich aber erst gar nicht zur Aufgabe machen, das geschieht, wenn man an sich Anspr\u00fcche stellt, ganz von selbst.<br><br>F\u00fcr solche Einstufungen des Schreibens wie seismographische Zeitzeugenschaft gibt es eine sehr einfache Erkl\u00e4rung, wenn man darauf trainiert ist, Dinge vorwegzunehmen, kann man viel fr\u00fcher absch\u00e4tzen, was aus ihnen wird, abgesehen davon, dass man in der Lage ist, sie schneller als andere textlich zu erfassen. Genauso verh\u00e4lt es sich mit der Ausdrucksf\u00e4higkeit des f\u00fcr andere Unsichtbaren. Wenn man m\u00f6chte, kann man das f\u00fcr ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Empfinden oder f\u00fcr ein Vorhersehen halten, es ist aber eher ein geschulter konzentrierter Umgang mit Wahrnehmungen, gepaart mit der entsprechenden Vorstellungs- und sprachlichen Gestaltungskraft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Kannst du mit dem Satz \u201eDichten ist ein brotloser Beruf\u201c etwas anfangen? Oder besteht in deinem Leben eine Spannung zwischen Schreiben und Einkommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein ganzes Berufsleben hat darauf beruht, dass ich mit etwas und von etwas leben wollte, und meine fr\u00fcheste Erfahrung war, das ist selten deckungsgleich der Fall, und wenn es deckungsgleich wird, beginnt das, womit man leben wollte, sich in eine Richtung zu ver\u00e4ndern, die von einem nicht beabsichtigt war. Ich habe f\u00fcr mich die Berufsbezeichnung Dichter oder die anderen vorhandenen Berufsbegriffe f\u00fcr das Schreiben nur in der Form in Anspruch genommen, dass ich in urheberrechtlicher Hinsicht Autor war. Und selbst Autor wurde ich nicht ausschlie\u00dflich, sondern auch. Wie \u00fcbrigens genauso alles andere. Wenn man die beruflichen Umst\u00e4nde kennt, wei\u00df man, dass es keinen Grund zu glauben gibt, dass man mit Dichten seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Man muss Modelle finden, die das Dichten erm\u00f6glichen, ohne dass man in materieller Hinsicht davon abh\u00e4ngt. Bei mir waren das immer Umfinanzierungen, ich habe Geld mit literaturnahen T\u00e4tigkeiten verdient, wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen, phasenweise mit Nebenbesch\u00e4ftigungen als Darsteller und mit gehobenem Musikentertainment, wo ich niemandem lange erkl\u00e4ren musste, warum ich mein Geld wert war. Ein lange Zeit nicht angenehmer Nebeneffekt war, dass im Lauf der Jahre viele meiner literarischen Projekte liegen geblieben sind, andererseits ist das aber jetzt der Fundus, aus dem ich bereits seit mehren Jahren bei meiner Weiterarbeit an literarischen Projekten sch\u00f6pfe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Welche Autorinnen und Autoren, welche Gedichte haben dich gepr\u00e4gt, f\u00fcrs Schreiben sowie f\u00fcrs Leben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genereller die Gedichte K\u00e4stners, Heines oder von Villon\/Zech, Brecht, Bachmann, Lavant, Trakl, Celan aus den Generationen meiner Vorg\u00e4nger. Von meinen Zeitgenossen Jandl, Artmann, Fried, Gerstl, Wallner, Achleitner, Mayr\u00f6cker, die noch lebenden lasse ich jetzt aus, aber eigentlich waren und sind es immer einzelne Gedichte, die f\u00fcr mich wichtig waren und geblieben sind, und da erweitert sich der Kreis der Dichterinnen und Dichter um die Nichtdichterinnen und Nichtdichter, die das eine oder andere Gedicht geschrieben haben, wie Nestroy mit \u201eO Knute!\u201c oder Martin Niem\u00f6ller: \u201eAls die Nazis die Kommunisten holten \u2026 \u201c oder Doderer mit seinem Studlhofstiegengedicht. Und dann gibt es die vielen f\u00fcr mich wichtigen Gedichte der bekannten Dichterinnen und Dichter: \u201eAn die Nachgeborenen\u201c von Brecht, \u201eAlle Tage\u201c von Bachmann, \u201eTodesfuge\u201c von Celan, \u201eschtzngrmm\u201c von Jandl, \u201eBlumenstanderl\u201c von Artmann, \u201eHumorlos\u201c von Fried, es ist unm\u00f6glich, alle aufzuz\u00e4hlen. Am meisten gepr\u00e4gt haben mich aber sicher die zahlreichen Kinderreime in meinen fr\u00fchesten Lebensjahren, von denen ich nur noch wei\u00df, wie ich von ihnen fasziniert war. Es ging um kleine Tiere und Lebensregeln. Ich habe ihren Klang bis heute in den Ohren, wie den der Schiller-Balladen, mit dem Reimzwang, den sie bei mir ausgel\u00f6st haben und den ich mir jahrelang abtrainieren musste. Dann haben mich nat\u00fcrlich die Lieder Oswalds von Wolkenstein beeindruckt und die berndeutschen Chansons von Mani Matter, mit beiden habe ich mich dann beruflich besch\u00e4ftigt, sowie mit Auswahlb\u00e4nden wie Enzensbergers \u201eMuseum der Modernen Poesie\u201c, das mich geradezu schockiert hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Woran schreibst du gerade bzw. woran hast du zuletzt geschrieben?<br><br><\/strong>Soeben ist mein dritter und letzter Band der \u201eKanzlergedichte\u201c erschienen, der eine jahrzehntelange Arbeit abschlie\u00dft. Die Gedichte der Kanzlergedichtb\u00e4nde sind in insgesamt 25 Jahren mit einem jeweils eigenen Konzept f\u00fcr jeden Band entstanden. Sie setzen die politischen Dichtungen, die Spott- und die Herrschaftsdichtung der fr\u00fcheren Jahrhunderte und Jahrzehnte fort, aber zu den ge\u00e4nderten Bedingungen der politischen Darstellungen der letzten 25 Jahre. Sie sollten das Gegengewicht zu meinen Nachdichtungen der von mir vermuteten h\u00f6fischen Minnedichtung von Oswald von Wolkenstein sein, bevor ich dahintergekommen bin, wie sp\u00f6ttisch und kritisch es in den Liedern von Oswald von Wolkenstein zugeht. Im Moment arbeite ich an mehreren Gedichtsammlungsprojekten im Finalstadium gleichzeitig. An \u201eReimverbote und andere Schreibauftr\u00e4ge\u201c nach Reimverbotsvorgaben von Klaus Zeyringer, an \u201eLindsay liebt. Klatschtratschgedichte\u201c, an \u201eWie eine wirklich nicht aufregende Welt mir mein sch\u00f6nes Leben versaute. Ich-Gedichte\u201c, an \u201eKrieg. Gedichte\u201c und dann an meinem neuen Album mit Dialektsongs, f\u00fcr das es noch keinen Namen gibt. Das hei\u00dft, ich schlie\u00dfe gerade die Manuskripte dieser Gedichtsammlungen ab, ohne dass ich jetzt schon eine Idee habe, was mit ihnen weiter passieren soll, bzw. bin mit dem Album drei Mal im Monat einen halben Tag zur Umsetzung der geschriebenen Liedtexte im Studio, das h\u00f6chstwahrscheinlich heuer im Herbst bei redpmusic in Wien erscheinen wird. Ich muss sie auch abschlie\u00dfen, um mit neuen Ans\u00e4tzen weiterschreiben zu k\u00f6nnen und mich nicht immer nur in dem zu drehen, was ich bisher gemacht habe. Ich habe z.B. lange mit dem Begriff \u201eSch\u00f6nheit\u201c in Gedichten nichts anfangen k\u00f6nnen, damit m\u00f6chte ich mich mehr besch\u00e4ftigen. Vielleicht gelingt mir damit gar nichts, weil mir das Analytische von Gedichten wichtiger ist. M\u00f6glichweise geht es f\u00fcr mich gar nicht, vorbehaltlos, nicht gewarnt mit etwas umzugehen. Ich wei\u00df es eben nicht. Ich wei\u00df inzwischen aber, es gibt auch f\u00fcr mich \u201esch\u00f6ne\u201c Gedichte: \u201eRose, oh reiner Widerspruch \/ Lust, Niemandes Schlaf zu sein \/ unter so viel \/ Lidern\u201c, der Grabspruch von Rilke. Ich bin vor vielen Jahren extra auf den Friedhof von Raron im Schweizer Kanton Wallis gefahren, um ihn an Ort und Stelle zu lesen. Ich habe Rilke nicht zuf\u00e4llig unter den f\u00fcr mich wichtigen Dichterinnen und Dichtern weggelassen, das war er n\u00e4mlich nie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9. Gibt es eine Frage, die du dir gerne selbst stellen und beantworten m\u00f6chtest?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Frage, die mir oft gestellt wurde und die sich mir so nie gestellt hat, war, wie sich gesellschaftliches und berufspolitische Engagement und das Schreiben von Gedichten vereinbaren lassen. Sie lassen sich nicht nur vereinbaren, sie erg\u00e4nzen sich sogar. Es gibt einige sehr markante Unterschiede in den Textsorten. Die einen, wie Appelle, Aufrufe und dergleichen mehr haben zumeist ein sehr schnelles Ablaufdatum und kommen dann zu den Ablagen oder werden nicht archiviert vergessen. Prosa, St\u00fccke oder Romane haben eine l\u00e4ngere Laufzeit, k\u00f6nnen aber mitunter ebenfalls erstaunlich rasch altern. Gedichte haben den l\u00e4ngsten Atem von allen Textsorten, sie werden nicht zwangsl\u00e4ufig unaktueller, selbst wenn die unmittelbar daf\u00fcr ausschlaggebenden Anl\u00e4sse und Zusammenh\u00e4nge schon l\u00e4ngst nicht mehr existieren. <br>Gedichte verhindern zum Beispiel keine Kriege, sie k\u00f6nnen sich aber gegen Gewalt und Kriegspropaganda richten und verhindern, dass au\u00dfer Kriegsrhetorik nur noch Sprachlosigkeit herrscht und \u00fcberbleibt. Gedichte k\u00f6nnen Behauptungen widersprechen, dass Kriege unvermeidbar sind und es ein Recht auf T\u00f6ten und Zerst\u00f6rung gibt. Man kann sich der Kriegspropaganda und Kriegsrhetorik zwar vielleicht nicht entziehen, man muss sie aber nicht auch noch glauben. Das beste Beispiel daf\u00fcr ist f\u00fcr mich der unbeirrbar gegen den Krieg und die Kriegspropaganda anschreibende Karl Kraus, der selbst in den fortgeschrittenen Weltkriegsjahren 1916, 1917 und 1918 seine Haltung zum Krieg nicht \u00e4nderte und seine gegen den Krieg gerichteten \u201eWorte in Versen\u201c-B\u00fccher herausbrachte, mit bereits einem ersten Teil seines 1918 nach dem Fall der Zensur erschienenen St\u00fccks \u201eDie letzten Tage der Menschheit\u201c. Was mich betrifft: Ich kann gar nicht anders, ich muss mich mit allen meinen M\u00f6glichkeiten und Mitteln dagegen wehren, dass Unrecht als unab\u00e4nderliche Tatsache hingenommen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Poesiegalerie-Fragebogen zum eigenen Schreiben beantwortet von Gerhard Ruiss. <\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":17284,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[131,523],"tags":[241,522],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Fragebogen - Gerhard Ruiss - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der Autor Gerhard Ruiss beantwortet den Poesiegalerie-Fragebogen zu seinem eigenen Schreiben.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/04\/02\/fragebogen-gerhard-ruiss\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Fragebogen - Gerhard Ruiss - Poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der Autor Gerhard Ruiss beantwortet den Poesiegalerie-Fragebogen zu seinem eigenen Schreiben.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/04\/02\/fragebogen-gerhard-ruiss\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/facebook.com\/poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-04-02T12:37:29+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-01-22T10:48:50+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Fragebogen_Karusell-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1364\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"2048\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Carina Schlager\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Carina Schlager\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/04\/02\/fragebogen-gerhard-ruiss\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2023\/04\/02\/fragebogen-gerhard-ruiss\/\"},\"author\":{\"name\":\"Carina Schlager\",\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/#\/schema\/person\/e19e23249ea62e58948fe82f26d61e8b\"},\"headline\":\"Fragebogen &#8211; 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