{"id":25146,"date":"2026-08-29T07:00:00","date_gmt":"2026-08-29T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=25146"},"modified":"2026-08-18T13:46:22","modified_gmt":"2026-08-18T11:46:22","slug":"jakobson-sommerlektuere-karges-land-ausgedehnte-fluesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2026\/08\/29\/jakobson-sommerlektuere-karges-land-ausgedehnte-fluesse\/","title":{"rendered":"Karges Land, ausgedehnte Fl\u00fcsse"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/jakobson-martina\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Martina Jakobson<\/a> liest Peter Huchels <em>Chausseen, Chausseen<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-576x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25147 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-576x1024.jpeg 576w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-169x300.jpeg 169w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-84x150.jpeg 84w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-370x658.jpeg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-20x36.jpeg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/IMG_0508-27x48.jpeg 27w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>In der Uckermark f\u00fchren alle Wege zum Wasser. Die historische Landschaft in Brandenburg, nur eine Stunde Zugfahrt von Berlin, lockt mit eiszeitlichen Seen, Kiefernw\u00e4ldern, Sand und sanften H\u00fcgeln. Ausgestattet mit Badekleidung, Geldb\u00f6rse, Luftpumpe und der Peter Huchel-Taschenbuchausgabe \u201eDie Gedichte\u201c im Rucksack, beginnt mein Streifzug. Das Fahrrad ist frisch aufgepumpt mit m\u00e4rkischer Luft und klappert munter los.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Cover \u00a9 Martina Jakobson<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Noch etwas orientierungslos als neuer Gast, k\u00f6nne ich mich bei hei\u00dfem Sommerwetter auf meinem Weg zum Oberuckersee kaum verirren, versicherte mir vorhin meine Untermieterin. Erst k\u00e4me der Feldweg, dieser f\u00fchre durch den Wald, an der ersten Weggabelung links abbiegen, den Bahndamm \u00fcberqueren, nach etwa 50 Metern s\u00e4he man schon den kleinen schilfbewachsenen Badestrand und das glasklare Wasser durch die B\u00e4ume funkeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfangs s\u00e4umen linkerhand ein Bl\u00fchstreifen und ein Stoppelfeld meinen Weg, rechterhand leuchten junge Apfelb\u00e4ume, die ein \u00d6ko-Verein zum Ausgleich f\u00fcr die auf die H\u00fcgel gesetzten Windr\u00e4der gepflanzt hat. Dieses Jahr tragen sie erstmals Unmengen von Fr\u00fcchten, die laut einer alten brandenburgischen Tradition frei f\u00fcr alle zum Pfl\u00fccken sind. Selbst die geografische Ausdehnung Brandenburgs erinnert an einen Apfel, in dessen Kern Berlin liegt, w\u00e4hrend die Unterkammern die Landschaftsstriche der Uckermark, des Havellands, das Ruppiner Land oder auch den Spreewald bilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Fahrrad ruckelt \u00fcber Wurzeln, ich halte inne, um einen Augustapfel zu pfl\u00fccken, ein paar Schritte weiter sch\u00fcttele ich eine Handvoll Mirabellen in den Rucksack. In Huchels poetischer Landschaft wachsen Ahornb\u00e4ume, Holunderb\u00fcsche und Kiefern. Auch das kommt in meinen Rucksack.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schatten einer Ulme schweift mein Blick zum Bl\u00fchstreifen. Die Watteb\u00fcsche der Disteln wehen:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><strong>UNTER DER WURZEL DER DISTEL\r<\/strong>\n\r\nUnter der Wurzel der Distel \r\nWohnt nun die Sprache, \r\nNicht abgewandt, \r\nIm steinigen Grund.\r\nEin Riegel f\u00fcrs Feuer\r\nWar sie immer.\r\n\r\nLeg deine Hand\r\nAuf diesen Felsen.\r\nEs zittert das starre \r\nGe\u00e4st der Metalle.\r\nAusger\u00e4umt ist aber\r\nDer Sommer,\r\nVerstrichen die Frist. \r\n\r\nEs stellen \r\nDie Schatten im Unterholz \r\nIhr Fangnetz auf.\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<p>Das Gedicht erschien erstmals in Huchels zweitem Band \u201eChausseen, Chausseen\u201c 1963, es steht f\u00fcr dessen Naturlyrik und spielt zugleich an Huchels pers\u00f6nliche Situation an. Dort, wo nichts mehr gedeiht, wo dem poetischen Schaffen jedwede Nahrung entzogen wird und D\u00fcrre herrscht, zieht es sich mit seiner Sprache in die Wurzel zur\u00fcck und ist auf die steinige Erde angewiesen, um zu \u00fcberdauern. Ein Thema, das Huchels Werk durchzog.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung sah Huchel auf die Anerkennung seines Werkes zur\u00fcck. Sein erster Band <strong>\u201e<\/strong>Gedichte\u201c&nbsp;(1948) umfasste Texte von 1925 bis 1947 und begr\u00fcndete nach Kriegsende seinen literarischen Weg als Autor, H\u00f6rspielautor sowie seinen beruflichen Weg als Chefdramaturg im Berliner Rundfunk der DDR, sp\u00e4ter als &nbsp;Chefredakteur der literarischen Zeitschrift <em>Sinn und Form<\/em> der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akademie_der_K%C3%BCnste_(Berlin)\">Deutschen Akademie der K\u00fcnste<\/a>&nbsp;in Ost-Berlin, wo sich indessen bald Schwierigkeiten und Anfeindungen einstellten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum habe ich den Wald erreicht, bleiben die R\u00e4der stecken. Wem Sand ins Getriebe ger\u00e4t, der muss st\u00e4rker treten und das Lenkrad fester halten. Anfangs schlingere ich noch, kurz darauf haben sich meine Beine erinnert, wie es war, als Kind kraftvoll in die Pedale zu treten. Der warme Geruch des Sandes vermischt sich mit dem harzigen Duft der Kiefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenige Gedichte in Huchels Lyrik f\u00fchren konkrete Orte oder geografische Namen an, er verstand seine poetische Landschaft als Teil einer gesamten Landschaft. Im Gedicht \u201eBrandenburg\u201c hingegen finden wir eine Nennung, ersteht die Pflanzen- und Tierwelt dieser Region:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201e<strong>BRANDENBURG<\/strong>\r\n\r\n\r\nHinter erloschenen Teer\u00f6fen\r\nGing ich im Brandgeruch der Kiefernheide,\r\nDort sa\u00df ein Knecht am Holzhauerfeuer,\r\nEr blickte nicht auf,\r\nEr schr\u00e4nkte die S\u00e4ge.\r\n\r\nNoch immer tanzt abends\r\nDer rote Ulan\r\nMit Bauernt\u00f6chtern auf der Tenne des Nebels, \r\nDie Lanka durchweht\r\nVon M\u00fcckenschw\u00e4rmen \u00fcber dem Moor.\r\n\r\nIm Wasserschierling\r\nVersunken\r\nDie preu\u00dfische Kalesche.\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<p>Die m\u00e4rkischen Kiefern findet der Leser als wiederkehrendes Motiv bei Huchel. Damals wie heute stehen sie f\u00fcr eine unber\u00fchrte, teilweise unbewohnte Landschaft, die historisch kaum den Eingriffen des Menschen unterlag und einer starken Industrialisierung entging. Huchel etwa f\u00fchrt immer wieder Menschen und Gegenst\u00e4nde, Arbeitsutensilien aus der l\u00e4ndlichen Lebenswelt an, wie Knechte, M\u00e4gde, Hirten, insbesondere Fischer und Fl\u00f6\u00dfer, die ihm seit Kindertagen aus der Havellandschaft vertraut sind.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201e<strong>DIE WASSERAMSEL<\/strong>\r\n\r\nK\u00f6nnte ich st\u00fcrzen\r\nheller hinab\r\nins flie\u00dfende Dunkel\r\n\r\num mir ein Wort zu fischen,\r\n\r\nwie diese Wasseramsel\r\ndurch Erlenzweige, \r\ndie ihre Nahrung\r\n\r\nvom steinigen Grund des Flusses holt.\r\n\r\nGoldw\u00e4scher, Fischer,\r\nstellt eure Ger\u00e4te fort.\r\nDer scheue Vogel \r\n\r\nwill seine Arbeit verrichten.\u201c \r<\/pre>\n\n\n\n<p>Der Sand wird tiefer, ich muss absteigen. Nach der Biegung folgt wieder ein Feld und ein M\u00e4hdrescher, eine Staubwolke verdunkelt den blanken Mittagshimmel. Mein Fahrrad vorw\u00e4rtsschiebend, entspreche ich dem Bild einer Badetouristin. Ich sehe, wie der Landwirt in der durchsichtigen Kabine der Maschine sitzt und frage mich, wie er dem Staub und der Gluthitze widersteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Da kommt der Bahndamm, die Siedlung, die ausgelassenen Kinderstimmen k\u00fcnden den Badesee an. Jetzt bremse ich mich einen leichten H\u00fcgel hinab. Ferienh\u00e4user, Wohnmobile, kein Zaun grenzt die Badestelle ein und eine gr\u00fcne Tafel informiert in Kreideschrift das Tagesangebot mit Eis, Cola, W\u00fcrstchen und Sommerpommes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein mir unbekanntes Ehepaar winkt mir zu, als mein Blick \u00fcber den Strand irrt: hier ein Schattenplatz, das Rad lehne ich in einen Holunderbusch. Kaum habe ich das Handtuch ausgebreitet, sehe ich, wie sich Vereinzelte mit dem R\u00fccken zum See stellen und in Richtung Wald deuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt drehe ich mich um. Eine Rauchs\u00e4ule steigt aus dem Wald auf. Kam ich nicht soeben von dort? Das ist sicher die Staubwolke des M\u00e4hdreschers. Der Rauch verdunkelt sich und quillt nun als schwarze S\u00e4ule zum Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBrennt der Wald?\u201c, fragt einer.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer M\u00e4hdrescher\u201c, zucke ich mit den Achseln.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas sieht nicht gut aus\u201c, kommentiert das Ehepaar neben mir die Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder hat jetzt eine Vorstellung, was das sein k\u00f6nnte, als die Rauchs\u00e4ule sich in eine schwarze, tiefrote Wand verwandelt.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201e<strong>MEINUNGEN<\/strong>\r\n\r\nDie Leute sagen im Ort:\r\nDrei Kieselsteine, \r\nVor eine Stra\u00dfenwalze\r\ngeworfen.\r\n\r\nDie Freunde sagen:\r\nTauwetter kommt\r\nUnd legen beschneite M\u00e4ntel ab.\r\n\r\nEiner, f\u00fcr Jahre \r\nEingesessen in Bautzen, \r\nStellt sich ans Fenster und liest.\r\n\r\nBald f\u00fcllt sich das Zimmer \r\nmit jungen und alten Stimmen,\r\nmit Tabak und Asche,\r\nmit Hoffnung und Zweifel.\r\n\r\nDie Katzen,\r\nDie hinter der T\u00fcr\r\nAuf der Treppe d\u00e4mmern,\r\nSind weise und schweigen.\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<p>Entschlossen greifen jetzt Einzelne zum Handy. Minuten sp\u00e4ter ist das Signal der Feuerwehr zu h\u00f6ren. Der Rauch wird grau, dann wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201eDie l\u00f6schen!\u201c<\/pre>\n\n\n\n<p>Inzwischen habe ich mich entschlossen, baden zu gehen. Meine F\u00fc\u00dfe werden von kleinen zutraulichen Fischen be\u00e4ugt, als am Badestrand ein Feuerwehrfahrzeug auftaucht, M\u00e4nner in schweren Stiefeln und in Helmen steigen ab. Das L\u00f6schfahrzeug tankt neben dem Schilf Wasser. Zwei Feuerwehrm\u00e4nner suchen die Idioten, die ihre Autos falsch geparkt haben. Unbeeindruckt spielen einige Badeg\u00e4ste Wasserball, d\u00fcmpeln auf Luftmatratzen, einzelne Kinder stellen sich wie gebannt zu den Feuerwehrm\u00e4nnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgek\u00fchlt und mit klarem Kopf frage ich mich: Kann ich denselben Weg zur\u00fcck oder wird er nun gesperrt? Vor meinen Augen ersteht eine unsichtbare Wand. Schlagartig f\u00e4llt mir ein, in f\u00fcnf Tagen j\u00e4hrt sich der 13. August 1961. Dieses Jahr wurde auch f\u00fcr Huchel zu einer Z\u00e4sur, teilte die Autoren in Ost und West. Aus Emp\u00f6rung \u00fcber den Mauerbau verlie\u00df Huchel 1962 die Redaktion der Sinn und Form. Ab 1963 unterlag er einem Publikationsverbot. Jahrelang lebte er isoliert vom literarischen Leben und unter permanenter Beobachtung der Staatssicherheit hinter einer unsichtbaren Mauer in Wilhelmshorst bei Berlin, bis er 1971 die DDR verlassen durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird Zeit wieder loszufahren, ich muss denselben Weg zur\u00fccknehmen. Als ich das Rad aus dem Schloss l\u00f6se, stelle ich fest, dass der Schlauch ohne Luft ist, ich pumpe, drehe am Ventil, nichts hilft. Also schiebe ich zur\u00fcck. Der Weg f\u00fchrt zur\u00fcck durch den Kiefernwald, vorbei an einem verkohlten Feld.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Peter Huchel <em>Chausseen, Chausseen. <\/em>Gedichte<em>.<\/em>\u00a0Fischer, Frankfurt am Main 1963.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sommerlekt\u00fcre \u201eKarges Land, ausgedehnte Fl\u00fcsse\u201c- Martina Jakobson liest Peter Huchels Chauseen Chauseen f\u00fcr die Poesiegalerie<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":25147,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[467,717],"tags":[507],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Karges Land, ausgedehnte Fl\u00fcsse - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Sommerlekt\u00fcre \u201eKarges Land, ausgedehnte Fl\u00fcsse\u201c- Martina Jakobson liest Peter Huchels Chauseen Chauseen f\u00fcr die Poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2026\/08\/29\/jakobson-sommerlektuere-karges-land-ausgedehnte-fluesse\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Karges Land, ausgedehnte Fl\u00fcsse - 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