{"id":25424,"date":"2026-10-18T07:00:00","date_gmt":"2026-10-18T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=25424"},"modified":"2026-10-07T13:29:57","modified_gmt":"2026-10-07T11:29:57","slug":"pavlic-besprechung-die-dinge-beim-namen-nennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2026\/10\/18\/pavlic-besprechung-die-dinge-beim-namen-nennen\/","title":{"rendered":"Die Dinge beim Namen nennen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/pavlic-andreas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Andreas Pavlic<\/a> liest <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/koehle-markus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Markus K\u00f6hles<\/a>\u00a0<em>Arbeiterkind<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind anders\u201c. Mit dieser Feststellung beginnt das neue Buch von Markus K\u00f6hle. Nicht nur anders: \u201eWir sind sogar anderster\u201c, so der Autor weiter. \u201eWir sind am Ander<em>stern<\/em>&nbsp;daheim\u201c, hei\u00dft es in der dritten Zeile des ersten Gedichts, und \u00fcber diesen anderen Stern geht es in der Folge. Es handelt sich bei diesem Stern nat\u00fcrlich nicht um die Sonne, er ist auch nicht so weit entfernt und liegt auch nicht irgendwo hinter dem Mond, sondern dieser&nbsp;<em>Stern<\/em>&nbsp;befindet sich auf der Erde, mitten unter uns.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es leben sogar sehr viele Menschen auf diesem Ander<em>stern<\/em>, in gewissen Habitaten jedoch, wie beispielsweise der Kulturbetrieb eines ist, wird dieser&nbsp;<em>Stern&nbsp;<\/em>meist \u00fcber- oder gar ausgeblendet. Darum geht es in diesem Buch. Um es etwas konkreter zu formulieren: Markus K\u00f6hle schreibt in seinem&nbsp;<em>Arbeiterkind<\/em>&nbsp;\u00fcber seine Herkunft, \u00fcber soziale Klassen und den Literaturbetrieb. Und er macht dies stilvoll \u2013 mal lakonisch, dann sehr liebevoll, mit Witz, einer guten Dosis H\u00e4rte und einer poetisch verspielten Klarheit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:39% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"600\" height=\"893\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-25426 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind.png 600w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind-202x300.png 202w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind-101x150.png 101w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind-370x551.png 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind-20x30.png 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Cover-Koehle-Markus-Arbeiterkind-32x48.png 32w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Nimmt man das Buch zur Hand, fallen drei Dinge sofort auf. Der Titel\u00a0<em>Arbeiterkind<\/em>\u00a0ist in einem gl\u00e4nzenden und leicht spiegelnden roten Schriftzug gehalten, gleich wie die Unterhose des Kindes, das mitten auf dem Cover hockt. Das ist kein Zufall. Stand doch f\u00fcr die Arbeiter:innenklasse die Signalfarbe Rot einst daf\u00fcr, die Klassenscham selbstbewusst auf die b\u00fcrgerliche Seite zu verschieben\u00a0\u2013 und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Klassenkampf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Cover \u00a9 Ritter Literatur<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Neben dem Kopf des Kindes steht:\u00a0<em>Gedicht<\/em>. Damit wird einer ersten Einordnung der Textgattung Gen\u00fcge getan, jedoch gibt der Autor auf der Seite 10 Vorschl\u00e4ge f\u00fcr andere Schubladisierungen: \u201eNenn\u2019s Essaygedicht \/ Nenn\u2019s Versroman \/ Nenn\u2019s Prosapoem \/ Nenn\u2019s Romanifest (\u2026)\u201c. Dieses Gedicht endet mit dem Hinweis, worum es dem Autor eigentlich geht. \u201eAber nenn die Dinge beim Namen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201eDas hat gerade noch gefehlt\r\ndass sich ein Arbeiterkind artikuliert\r\nImmerhin ist es seit Jahrzehnten kein Kind mehr\r\nEin Arbeiterkind wird immer ein Arbeiterkind bleiben\r\nDas Arbeiterkind in dir\r\nWird dir immer bleiben\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herkunft und Aufwachsen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Markus K\u00f6hle schreibt \u00fcber seine Herkunft. Er erz\u00e4hlt von seinem Aufwachsen in einem kleinen Ort in Tirol, von seiner Mutter, seinem Vater und seinen Br\u00fcdern. Er schreibt nat\u00fcrlich nicht \u201eMutter\u201c, sondern \u201eMama\u201c, denn das, wor\u00fcber er schreibt, ist zu nahe f\u00fcr Distanzierungstricksereien. Die Mama ist die Familienst\u00fctze, sie k\u00fcmmert sich um alles, h\u00e4lt die kleine und gro\u00dfe Familie zusammen und arbeitet. Sie arbeitet st\u00e4ndig und muss noch mehr arbeiten, nachdem Papa, ein Maler und Anstreicher, am Heimweg einen \u201eArbeitsautounfall\u201c hatte und sich erst langsam und m\u00fchsam wieder ins Arbeitsleben zur\u00fcckk\u00e4mpfen muss. K\u00f6hle erz\u00e4hlt auch, was ihm nicht in die Wiege gelegt wurde \u2013 denn \u201eWiege gab\u2019s keine \/ Es gab ein Gitterbett\u201c \u2013, und welche Kompensationsstrategien er sp\u00e4ter an den Tag legte, um diese Herkunft zu verbergen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Soziologie wird hier gern von Bildungsferne und sozial schwachen Familien geredet, wenn hinten und vorne das Geld fehlt und in den Wandschr\u00e4nken die B\u00fccher. Dass dieses Arbeiterkind in einer komplexen und sozial sehr starken Familie aufwuchs, zeigt sich im Zusammenspiel von Mangel und F\u00fclle. Der finanzielle Mangel f\u00fchrt zu einer F\u00fclle an Variationen an g\u00fcnstigen Kartoffelgerichten und mehr noch \u2013 schlie\u00dflich hatte man \u201enicht nichts\u201c. \u201eWir hatten das Familien-Uns\u201c.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201eIch habe nicht nichts\r\nIch habe Eltern, die sich aufgeopfert haben\r\nIch habe Bildung, die mir erm\u00f6glicht wurde\r\nIch habe es geschafft\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<p>Markus K\u00f6hle begibt sich in diesem Buch auf die Suche nach diesem \u201ees\u201c. Was hat er geschafft? Den \u00dcbertritt und Wechsel von einer sozialen Klasse in eine andere. Zugleich verursacht dies eine Klassenscham, \u00fcber die der Autor ebenfalls schreibt. Das Gemeine daran ist, dass sich diese verdoppelt. Zuerst sch\u00e4mt man sich der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer niederen sozialen Klasse und verbirgt diese bestm\u00f6glich, um vielleicht den \u201eAufstieg\u201c zu schaffen, und sobald man diesen geschafft hat, sp\u00fcrt man, dass man in einer Transitzone gelandet ist \u2013 nicht ganz hier, nicht ganz dort \u2013, und es schleicht sich eine Scham ein, seine urspr\u00fcngliche Herkunft verraten zu haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor erz\u00e4hlt von diesem Wechsel anhand seines schulischen Werdegangs. F\u00fcr viele Arbeiterkinder und vor allem, wenn diese am Land aufwachsen, f\u00fchrt nach der Volksschule der Weg zun\u00e4chst in die Hauptschule, denn eine allgemeine h\u00f6here Bildung scheint&nbsp;f\u00fcr Kinder aus dieser sozialen Klasse nicht notwendig, da ja die Lohnarbeit bereits in Rufweite ist. F\u00fcr K\u00f6hle ging es jedoch weiter, in eine weiterbildende H\u00f6here Schule (HAK), um im kaufm\u00e4nnischen Bereich sp\u00e4ter einmal Fu\u00df fassen zu k\u00f6nnen. Dass er anschlie\u00dfend noch den Weg weiter auf die Universit\u00e4t einschlug, ist ungew\u00f6hnlich. In einem Gedicht schildert er ein Klassentreffen, drei\u00dfig Jahre nach der Matura.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201eDer Wirtshaustisch ist liebevoll dekoriert\r\nMit klassenangepasster Men\u00fckarte\r\nUnd eben Fotos aus gemeinsamen Jahren\r\nFotos von uns allen\r\nVor allem von besonderen, gemeinsamen Erlebnissen:\r\nLandschul-, Sport- und Wienwoche\r\nIch bin da nie mit drauf, weil nie mit\r\n\r\nIch ersparte mir diese klassengemeinschaftspr\u00e4genden Wochen\r\nAber mehr noch sparte ich sie meinen Eltern\r\nSie h\u00e4tten es schon aufgebracht, das Geld\r\nAber ich wusste auch\r\nKaufm\u00e4nnisch gebildet, wie ich war\r\nDass es den \u00dcberziehungsrahmen strapaziert h\u00e4tte\r\n\r\nIch blieb daheim\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vom Poetry Slam zur literarischen Emanzipation<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Markus K\u00f6hle ist schlie\u00dflich aufgebrochen \u2013 er machte sich nicht nur auf den Weg, um zu studieren, sondern er begann literarisch zu arbeiten und streute dabei gewieft neue literarische Samen in das \u00f6sterreichische Literaturgetriebe: Er wird zum Slammer und Mitbegr\u00fcnder der \u00f6sterreichischen Poetry Slam Szene.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass sein Schreiben darin geschult ist, ist im Buch&nbsp;<em>Arbeiterkind<\/em>&nbsp;gut erkennbar. Erz\u00e4hlerische Gedichtpassagen wechseln sich mit rhythmisch reduzierten Strophen ab, stakkatoartige Wiederholungen folgen auf knackige Formulierungen mit Gassenhauer-Qualit\u00e4ten. \u201eDas Gedicht ist eine Wortladung \/ Mal elektrisierend, mal \u00fcberrollend \/ Mal \u00fcberfordernd, mal erhellend \/ Mal leicht-, mal unverst\u00e4ndlich\u201c hei\u00dft es zu Beginn fast programmatisch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Literaturbetrieb ist nicht das \u201enat\u00fcrliche\u201c Habitat eines Arbeiterkindes, auch wenn sogenannte Arbeiter- bzw. Arbeiterinnenliteratur in Abst\u00e4nden in Mode kommt. Oder sich dieser in Reflektiertheit \u00fcbt und Klassismusdebatten f\u00f6rdert. Das Literaturgesch\u00e4ft ist ein hartes Business, und wer einen b\u00fcrgerlichen Background und Habitus besitzt, ist auf jeden Fall im Vorteil, gerade auch, wenn es um die finanzielle R\u00fcckendeckung geht oder bereits in fr\u00fchen Jahren die eigene Bedeutung und Wichtigkeit einge\u00fcbt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass dies bei einem Arbeiterkind tendenziell anders ist, zeigt K\u00f6hle in einem Gedicht, in dem sichtbar wird, wie sehr eine gewisse Form der Bescheidenheit Ausdruck einer Sozialisierung ist. \u201eAus Scham davor \/ Mit der Aufz\u00e4hlung von Nominierungen darauf hinzuweisen \/ Welche Preise ich alle nicht gekriegt hab \/ Erw\u00e4hne ich diese Teilerfolge nicht\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck verhinderte dieses anerzogene Leise-, Zur\u00fcck- und auf die Seite treten nicht, dass aus dem Arbeiterkind ein durchaus stimmkr\u00e4ftiger Literaturarbeiter wurde. Wie es dazu kam, dar\u00fcber schreibt K\u00f6hle im letzten Teil des Buches. Im Gedicht X, so sind \u00fcbrigens alle Gedichte betitelt, geht er vom gar nicht so x-beliebigen Ich zum Wir \u00fcber und beschw\u00f6rt fast hymnisch eine kollektive Emanzipation.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">\u201eWir beginnen zu reifen\r\nWir beginnen zu wachsen\r\nWir beginnen, eine B\u00fchne zu schaffen\r\nWir treten auf, wir veranstalten, wir werden eine Szene\r\n\r\nWir leisten es uns, dieser Szene treu zu bleiben\r\nUnd die Augen rundum nicht zu verschlie\u00dfen\r\nWir leisten es uns, unseren Literaturbegriff zu erweitern\r\nWir leisten uns einen kritischen Blick\r\nAuf die Strukturen im Literaturbetrieb\r\nUnd kreieren eigene\r\nWir leisten es uns, die Literaturlandschaft genau zu betrachten\r\nUnd neue Wege einzuschlagen\r\nWir schlagen selbstbewusst Schneisen\r\nIns konservativ verwurzelte Veranstaltungsdickicht\r\nWir leisten es uns, monatlich Poertry Slams zu organisieren\r\n(\u2026)\r\nWir leisten es uns\r\nWir k\u00f6nnen nicht anders\r\nAls Literaturarbeiter*innen zu sein\u201c\r<\/pre>\n\n\n\n<p>Jede soziale Klasse hat ihren Ereignishorizont. Dahinter verschwindet und verschwimmt alles. Markus K\u00f6hle zeigt uns jenen (s)einer Herkunftsarbeiterfamilie. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es zwischen sozialen Klassen keine Hierarchien und unterschiedlichen Grundausstattungen an Ressourcen sowie M\u00f6glichkeiten gibt. Das Gegenteil ist der Fall, wie die Gedichte auch bezeugen. Der Autor zeigt uns ebenso, wie leicht diese soziale Ungleichheit \u2013 auch und besonders im Kunst- und Kulturbereich \u2013 verdeckt wird, wird sie nicht erz\u00e4hlt, in welcher literarischen Form auch immer. So wird das Arbeiterkind zu einem Gl\u00fccksfall f\u00fcr die Literatur.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Markus K\u00f6hle: <a href=\"https:\/\/www.ritterbooks.com\/produkt\/arbeiterkind-gedicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arbeiterkind.<\/a> Gedicht. Ritter Verlag, Klagenfurt, 2026. 128 Seiten, Euro 21,\u2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besprechung:&#8220;Die Dinge beim Namen nennen&#8220;-Andreas Pavlic liest Markus K\u00f6hles Arbeiterkind f\u00fcr die Poesiegalerie<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":25426,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[107],"tags":[419,163],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Die Dinge beim Namen nennen - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Besprechung:&quot;Die Dinge beim Namen nennen&quot;-Andreas Pavlic liest Markus K\u00f6hles Arbeiterkind f\u00fcr die Poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2026\/10\/18\/pavlic-besprechung-die-dinge-beim-namen-nennen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Dinge beim Namen nennen - 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