{"id":3128,"date":"2020-11-01T23:22:01","date_gmt":"2020-11-01T22:22:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=3128"},"modified":"2020-11-13T00:42:50","modified_gmt":"2020-11-12T23:42:50","slug":"parallelaktion-phantom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2020\/11\/01\/parallelaktion-phantom\/","title":{"rendered":"Parallelaktion Phantom"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"has-text-color wp-block-heading\" style=\"color:#888888\">Christian Steinbacher \u00fcbersetzt Mich\u00e8le M\u00e9tail<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"custom-small-subtitle wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/hammerschmid-michael\/\">Michael Hammerschmid<\/a> \u00fcber den Gedichtband <em>Phantome Phantome<\/em> in der Edition Korrespondenzen<\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"761\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-761x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3129 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-761x1024.jpg 761w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-111x150.jpg 111w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-370x498.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-185x249.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-740x996.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-20x27.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-400x538.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cover-metail-steinbacher-phantome-phantome-36x48.jpg 36w\" sizes=\"(max-width: 761px) 100vw, 761px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-drop-cap\">Bl\u00e4ttert man <em>Phantome Phantome<\/em> auf, begegnet einem an erster Stelle eine kurze kultur- und werkgeschichtliche Skizze Mich\u00e8le M\u00e9tails zur Poetik des Bandes und den in acht Zyklen auftretenden sprachlichen Phantom-Bildern oder eben schlichter \u201ePhantomen\u201c. Mithin handelt es sich um geisterhafte Erscheinungen, die jedoch charakterisierend eingesetzt werden, so wie die Phantombilder in der Kriminologie, die Mich\u00e8le M\u00e9tail auch in ihrem Vorwort erw\u00e4hnt. Jedes dieser Phantombilder, Suchbilder besteht aus zehn kurzen Zeilen und tr\u00e4gt einen eigenen Titel. Den immer wieder Orten zugewiesenen Zyklustiteln entsprechend, finden wir das dazugeh\u00f6rige Personal in Gestalt der jeweiligen Zehnzeiler: Beispielsweise im Zyklus \u201eLES MARSEILLAIS; PEUCH\u00c8RE!\u201c (in etwa DIE MARSEILLER; \u00c4RMSTE!\u201c), den Stra\u00dfenmusiker (\u201eLE MUSICIEN DES RUES\u201c), den Dockarbeiter (\u201eLE DOCKER\u201c) oder den Fremden (\u201eL\u2019ESTRANGER\u201c) und in diesem Zyklus insgesamt 13 solcher Phantom-Bilder. Andere Zyklen hei\u00dfen \u201eLE TOUT-PARIS\u201c, in etwa der \u201eDas\/Der Ganz-Paris\/er\u201c oder \u201eICH BIN EIN BERLINER\u201c (bei M\u00e9tail auf Deutsch), \u201eGENS D\u2019EDENKOBEN\u201c (Leute aus Edenkoben) oder \u201ePROFIL GREC\u201c (Griechisches Profil). Es ergeben sich also nicht nur Phantombilder einzelner Figuren, sondern auch kultureller Figurationen der jeweiligen Orte. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide mb-30\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Edition Korrespondenzen<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gesucht &#8211; Die Matrix der Sprache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was kriminologische Phantombilder charakterisiert, ist nicht zuletzt ihr Ungef\u00e4hr bei gleichzeitigem Bem\u00fchen um gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Genauigkeit, da sie die Gesuchten meist nur von Beschreibungen her kennen.&nbsp;Hiervon unterscheiden sich die Phantom-Bilder der Mich\u00e8le M\u00e9tail insofern, als es sich bei ihnen um ein anderes Ungef\u00e4hr handelt, mit dem sie arbeiten. Es ergibt sich aus dem Sprachmaterial, von dem die Autorin folgendes berichtet: \u201eDie Beschreibung der Figuren in einer Portraitgalerie beruht auf einem einfachen Konzept: der Anordnung von Kollokationen, diesen in W\u00f6rterb\u00fcchern geordneten festen Wortpaaren, ohne zus\u00e4tzliches Verbindungswort. Das Phantombild der Zwillinge zum Beispiel ben\u00fctzt verdoppelte W\u00f6rter wie von Mund zu Mund, R\u00fccken an R\u00fccken, Arm in Arm\u2026\u201c (S. 14). Das Ungef\u00e4hr r\u00fchrt also aus dem Material, aus dem die Gedichte gearbeitet sind, aus den genauso vagen wie poetisch h\u00f6chst suggestiven und vieldeutigen Sprachf\u00fcgungen, die zum W\u00f6rtlichlesen anregen; die Sprache wird dabei von Mich\u00e8le M\u00e9tail nicht vorrangig denotativ, abbildend eingesetzt, sondern materialbezogen und vor allem zusammensetzend. Was gesucht wird, ist nicht so sehr die Wirklichkeit auf der Stra\u00dfe (wenngleich diese auf vermittelte Weise durchaus auch), sondern die Matrix der Sprache als eigener Wirklichkeit, wobei die beiden bekanntlich in unseren K\u00f6pfen ineinanderwirken und eins ohne das andere nicht zu denken ist. Die Autorin verweist im Vorwort auf die sie inspirierende Bildgenerierung Acrimboldos oder auch auf Nicolas de Larmessin, und man kann die Parallelen zu kombinatorischen Methoden in den Dadaismus, Surrealismus und andere &#8211; vor allem experimentelle &#8211; K\u00fcnste weiterdenken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Steinbachers &#8222;Aneignungen&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem intensiven Interesse f\u00fcr Sprachmaterial, Sprachspiel und -konstruktion trifft sich Mich\u00e8le M\u00e9tail, ehemals auch Mitglied von OULIPO, mit dem Linzer Dichter Christian Steinbacher, der sich ihren Sprachf\u00fcgungen mit Verve und ganz eigener \u00dcbertragungs-Methode annimmt, indem er jede einzelne der M\u00e9tail\u2019schen Kollokationen (s.o.) in seinen \u201eAneignungen\u201c genannten \u00dcbertragungen, aufsprengt, ver\u00e4ndert, mit Verschiebungen, Erg\u00e4nzungen, verschiedenen lautlich-semantischen Twists bearbeitet, ohne aber den Bedeutungsraum des jeweiligen Ausgangsmaterials je ganz zu verlassen. Sehen wir uns eine genauer an:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\"><strong>VIENNOISERIE<\/strong>\n&nbsp;\n43.\n&nbsp;\nL\u2019HOMME SANS QUALIT\u00c9S\n&nbsp;\nT\u00caTE FROIDE&nbsp;\nCHEVEUX D\u00c9FAITS\nVISAGE P\u00c2LE\nREGARD INEXPRESSIF\nTON NEUTRE\nVOIX MONOTONE&nbsp;\nCOEUR \u00c0 RIEN\nFOIE FATIGU\u00c9\nINTESTIN ATONE\nMAINS VIDES\n&nbsp;\n&nbsp;\n<strong>LIPIZZANEREI<\/strong>\n<strong>&nbsp;<\/strong>\n7 Profilierunsgmuster&nbsp;\n&nbsp;\nERGREIFT UND DENKT SICH:\n&nbsp;\n<strong>Mann, eigenschaftsfrei<\/strong>\n&nbsp;\nKopf, bewahre!\nKein Zopf, kein Dutt\nAn den Wangen Kalk\nIm Visier kein Druck&nbsp;\nMelodie spielt auf sachlich&nbsp;\nDas Pressing fehlt\nDer Puls versteckt sich&nbsp;\nDie Innerei geht schlafen&nbsp;\nWas sich windet gar tr\u00e4ge\nLeerlauf braucht keinen Griff\n&nbsp;\n(aus:&nbsp;<em>Phantome Phantome<\/em>, S. 64\/65.)&nbsp;<\/pre>\n\n\n\n<p><strong>Sprachliche Parallelportr\u00e4ts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir begegnen hier der ersten von sieben Figuren des \u201eVIENNOISERIE\u201c \u00fcberschriebenen Zyklus\u2019, was im Franz\u00f6sischen schlicht Feingeb\u00e4ck mit ersichtlicher Anspielung auf die Wiener B\u00e4ckerei-Tradition bedeutet. Christian Steinbacher interessiert sich f\u00fcr das Klischee, das auch im Wiener Geb\u00e4ck steckt, und verschiebt es in ein anderes vom Tourismus weidlich ausgeschlachtetes Sujet, und verschiebt dieses selbst wiederum ein St\u00fcck weiter, n\u00e4mlich \u201eLippizaner\u201c zu \u201eLIPPIZANEREI\u201c, dem Titel seines deutschen Parallel-Portr\u00e4ts. Charmant dabei, wie lautlich eine N\u00e4he zwischen der franz\u00f6sischen \u201e(-oise)<em>rie<\/em>\u201c zur deutschen \u201e(-zane)<em>rei<\/em>\u201c bestehen bleibt; womit man sich schon einen ersten Begriff seiner spielerischen Aneignungen machen kann. Wenn Christian Steinbacher in den Gedichten auch den Zeilenstil bei M\u00e9tail strikt beibeh\u00e4lt, gibt es, was den Metatext der Zehnzeiler betrifft, allerdings zwei signifikante Erweiterungen. Jeder Zyklustitel bekommt im Deutschen einen Untertitel und jedes Gedicht eine Zusatzzeile hinzugef\u00fcgt. Wodurch jeweils eine bestimmte Perspektive und ein spezieller Gestus eingebracht wird. Im vorliegenden Fall wird die Viennoiserie bzw. Lippizanerei unter der Perspektive des \u201eProfilierungsmusters\u201c aufgez\u00e4umt. Und der \u201eMann ohne Eigenschaften\u201c (L\u2019HOMME SANS QUALIT\u00c9S) unter der Perspektive des Ergreifens und Denkens gleichsam gerahmt: Wesentlich dann vor allem, dass die ber\u00fchmte Musil\u2019sche Literaturfigur von Steinbacher aus dem Literarischen wegger\u00fcckt und gleichsam ent\u00f6sterreichert und verallgemeinert auftritt, n\u00e4mlich als \u201eMann, eigenschaftslos\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beschw\u00f6rung der Sprachgeister<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So wird also in der Aneignung gedeutet und umgedeutet und etwas Eigenes geschaffen, das dennoch am Wort-Material bleibt, worin man Steinbacher in seinem Element sieht. Im Verdrehen, Weiterdrehen, findigen Heraush\u00f6ren, Gegen Erwartbares und Sinn h\u00f6ren, Wenden, in Un-und Anderssinne hinein, die aus dem Ursprungsmaterial \u201eparallelaktionsart(ist)ig\u201c verwandte, aber h\u00f6chst eigenwillige Sprach\/Gestalten schafft; gewisserma\u00dfen werden die Geister gerufen, die in der Sprache stecken, wenn man sie, wie eine B\u00fcchse der Pandora, \u00f6ffnet. Wie man sieht, besteht jede Zeile bei M\u00e9tail aus einem Substantiv und einem Adjektiv, jedenfalls aus einer Kollokation (s.o.). Aus \u201eT\u00caTE FROIDE\u201c, dem kalten, k\u00fchlen Kopf, wird bei Steinbacher dann \u201eKopf, bewahre!\u201c, als w\u00e4re das vermutlich Abweisende der K\u00fchle oder des so kalten Kopfes in dem \u201ebewahre\u201c enthalten. Ein Sem, ein Bedeutungselement aus dem F\u00e4cher der Seme, wird also herausgel\u00f6st und in die \u00dcbertragung eingesetzt. Aus \u201eVISAGE P\u00c2LE\u201c wird \u201eAn den Wangen Kalk\u201c, ein sch\u00f6nes, plastisches Bild, ein konkretes, eine Konkretisierung gleichsam des blassen Gesichts. Nimmt man das ganze Gedicht in den Blick, wird das streng und klar gebaute, feingliedrig surrende Roboter-Bild bei M\u00e9tail (der erste Zyklus und das Buch mit den Phantomen hei\u00dft auf Franz\u00f6sisch:&nbsp;<em>Portraits-robots,&nbsp;<\/em>auf Deutsch in etwa: Roboter-Portr\u00e4ts, Portr\u00e4t-Roboter), verschrobener, vielf\u00e4ltig, formal, grammatikalisch, semantisch vielgesichtiger, vor allem aber verbaler, t\u00e4tiger, gestischer. Womit nicht gesagt sein soll, dass die M\u00e9tail\u2019schen Figuren nicht ihre eigene Komplexit\u00e4t haben, die haben sie sehr wohl, aber sie folgen in der Machart einem reduzierten, strengeren Programm als in Christian Steinbachers Aneignung. Und der besondere Reiz der \u00dcbertragungen entsteht aus den lustvollen Abweichungen der Einzelzeilen wie auch der ineinander gespiegelten, aneinander ver\u00e4nderten Menschen- und Sprachportr\u00e4ts.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein kombinatorisches Fest<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem, l\u00e4sst sich der Band als kombinatorisches Fest beschreiben, in dem sich Einblicke in die Sprachmechanik und semantische wie lautliche Bauart des Franz\u00f6sischen und Deutschen gewinnen lassen und in dem ein kulturelles Alphabet an Figuren geschaffen wird, mit denen die eigenen Denk-, Sprach-, Sprech- und Wahrnehmungsmuster in h\u00f6chst unorthodoxen Dialog treten k\u00f6nnen. Denn wie sieht er aus der \u201eL\u2019AGENT NEUTRE\u201c (Nr. 86) aus \u201eHELV\u00c9TISME\u201c oder \u201eLE CITOYEN DE GEN\u00c8VE\u201c, der B\u00fcrger von Genf, bzw. in Christian Steinbachers Aneignung \u201eGenfer B\u00fcrger als Raufbold\u201c? Oder wie der \u201eBerggassendoktor\u201c bei Christian Steinbacher, \u201eLE M\u00c9DECIN DE LA BERGGASSE\u201c? Die experimentelle Literatur hat sich immer schon f\u00fcr die Muster und Mechanik von Sprache und das Innenleben der Sprache als kulturell kodiertem Stoff interessiert, und das Duo Mich\u00e8le M\u00e9tail und Christian Steinbacher, die ihre Phantome am 19. J\u00e4nner 2021 beim Lyrik-Festival \u201eDichterloh\u201c in der Alten Schmiede in einer Performance vorstellen werden, sind, wie dieser Band eindr\u00fccklich zeigt, pr\u00e4destiniert dazu, strenge Methode und Freiheitsdrang sowie Witz (im alten Sinn von geistreichen Einfall) und Ernst miteinander kurzzuschlie\u00dfen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mich\u00e8le M\u00e9tail \/ Christian Steinbacher:&nbsp;<em>Phantome Phantome<\/em>. Wien, Edition Korrespondenzen, 2020. 148 Seiten <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael Hammerschmid bespricht Christian Steinbachers spielerische \u00dcbersetzung von Mich\u00e8le M\u00e9tails Gedichtband &#8222;Phantome Phantome&#8220;. 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