{"id":5979,"date":"2021-03-19T00:32:21","date_gmt":"2021-03-18T23:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=5979"},"modified":"2024-12-06T11:05:07","modified_gmt":"2024-12-06T10:05:07","slug":"anschliessen-wo-der-strom-abriss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/","title":{"rendered":"Weitermachen, wo der Strom abriss"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading custom-small-subtitle has-medium-font-size\">In einer neuen Serie m\u00f6chte die POESIEGALERIE beginnen, das Lyrikfeld in \u00d6sterreich auszuleuchten und die wichtigsten Player vorzustellen. Heute zu Gast: <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/udo-kawasser\/\">E<\/a><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/uhrmann-erwin\/\">rwin Uhrmann<\/a>, Autor und Herausgeber der bedeutenden Reihe <em>Limbus Lyrik<\/em>. Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/kawasser-udo\/\">Udo Kawasser<\/a>.<\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Seit 2008 hast du acht B\u00fccher mit Prosa und Lyrik ver\u00f6ffentlicht und die meisten davon im Innsbrucker Limbus Verlag. Wie ist es dazu gekommen, dass du als Autor pl\u00f6tzlich zum Herausgeber einer Lyrikreihe in einem Verlag wurdest, der bis dahin, soviel ich wei\u00df, fast gar keine Lyrik ver\u00f6ffentlicht hatte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde begann es mit einer witzigen Situation. Ich war 2014 mit meinem Verleger, Bernd Schuchter, auf der Frankfurter Buchmesse und wurde dort f\u00fcr ein Magazin interviewt. Die Journalistin fragte mich nach meinem n\u00e4chsten Buchprojekt und ich meinte, es sei ein Lyrikband. Daraufhin fragte sie mich, ob der auch im Limbus Verlag erscheine und ich meinte, das m\u00fcsse wohl der Verlag entscheiden. Sie fragte dann Bernd Schuchter, was er davon halte, jetzt auch Lyrik herauszubringen, und er meinte, warum nicht. Tats\u00e4chlich hatte er schon eine ganze Weile Interesse, Lyrik zu machen. Nachdem zwei, drei Lyrikb\u00e4nde gut gelaufen waren, haben mich Bernd Schuchter und Merle R\u00fcdisser gefragt, ob ich eine Lyrikreihe als Herausgeber betreuen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach welchen Kriterien habt ihr die Lyrikreihe konzipiert und was genau ist deine Aufgabe?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Lyrikreihe soll sukzessive ein Bild des aktuellen Lyrikschaffens in und um \u00d6sterreich ergeben. Da es in \u00d6sterreich eine hohe Diversit\u00e4t, viele unterschiedlicher Ans\u00e4tze und sehr viele solit\u00e4re lyrische Positionen gibt sind die Auswahlkriterien bewusst sehr offen. Es geht einerseits darum, Vielfalt abzubilden und auch einen \u00dcberblick zu geben, andererseits, auf einer l\u00e4ngeren zeitlichen Achse Entwicklungen zu erforschen und offenzulegen. Meine Aufgabe ist es, diese Reihe zu kuratieren, also die Autor*innen und Projekte auszuw\u00e4hlen und innerhalb des Verlags zur Diskussion zu stellen.&nbsp;&nbsp;Nicht nur das gro\u00dfe Ganze, sondern jedes einzelne Programm, jede Saison soll in sich auch stimmig sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 49%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Wie viele B\u00e4nde erscheinen pro Jahr und wie viele sind bis jetzt erschienen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bis jetzt sind 26 B\u00e4nde in der Reihe erschienen. Wir haben im Herbst 2016 mit&nbsp;<em>unter einem himmel<\/em>&nbsp;von Stephan Eibel Erzberg begonnen. Ab dem Fr\u00fchjahr 2017 sind zwei B\u00e4nde pro Saison erschienen und seit Herbst 2018 drei. In manchen Saisonen gibt es auch Sonderprojekte, da erscheinen dann noch weitere Lyrikb\u00fccher, die formal anders gestaltet sind. Die Lyrikreihe hat nat\u00fcrlich auch schon Kontexte und ein Umfeld geschaffen. So erschien im Jahr 2019 die von Robert Prosser und <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/szalay-christoph\/\">Christoph Szalay <\/a>als Herausgeber betreute Anthologie&nbsp;<em>wo warn wir? ach ja:<\/em>, eine sehr fundierte und weitreichende Zusammenstellung junger \u00f6sterreichischer Gegenwartslyrik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diesen Bogen von einem etablierten Autor wie Eibel zu einer Anthologie ganz junger Gegenwartslyrik aus \u00d6sterreich ist interessant. W\u00fcrde man beim Launch einer neuen zeitgen\u00f6ssischen Lyrikreihe nicht eher den umgekehrten Weg erwarten, also einem Beginn mit ganz frischen Positionen?<\/strong> <\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"687\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-687x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5985 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-687x1024.jpg 687w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-201x300.jpg 201w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-101x150.jpg 101w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-370x552.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-185x276.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-20x30.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-400x597.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-2-32x48.jpg 32w\" sizes=\"(max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide mb-30 is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Copyright aller Fotos: Johanna Uhrmann<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Es gibt viele junge Positionen in der Reihe wie etwa <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/ferner-katharina-j\/\">Katharina J. Ferner<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/brandt-timo\/\">Timo Brandt,<\/a> <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/tag\/isabella-krainer\/\">Isabella Krainer<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/meschik-lukas\/\">Lukas Meschik.<\/a> <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/eibel-stephan\/\">Stephan Eibel<\/a> war der ideale Start. Einerseits bildet er eine Br\u00fccke zu einer anderen Generation, in der Lyrik noch einen anderen Stellenwert in der \u00d6ffentlichkeit hatte, andererseits ist seine Lyrik immer frisch und \u00e4u\u00dferst zeitkritisch. Gerade erscheint sein dritter Band in der Reihe mit dem Titel\u00a0<em>Decke weg<\/em>. Er hat den Erzberg jetzt hinter sich gelassen, aus seinem Namen gestrichen, ihn, wie er selbst sagt, \u201eabgetragen\u201c. Dieses \u201eAbtragen\u201c l\u00e4sst sich in der Lyrikreihe nun nachvollziehen. Das sind literarische Entwicklungen, die diese Reihe bereits nach f\u00fcnf Jahren sichtbar machen kann. Im zweiten Programm folgte <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/travnicek-cornelia\/\">Cornelia Travniceks<\/a>\u00a0<em>Parabl\u00fch. Monologe mit Sylvia<\/em>, f\u00fcr das sie zu jedem Gedicht in Sylvia Plaths\u00a0<em>Der Koloss<\/em>\u00a0eine Entsprechung schrieb, sowie <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/steinbacher-lydia\/\">Lydia Steinbacher<\/a> mit ihrem Lyrikband\u00a0<em>Im Grunde sind wir sehr verschieden<\/em>, f\u00fcr den sie selbst Zeichnungen anfertigte. Ich denke, die Reihe zeigt mittlerweile ein gro\u00dfes Spektrum und Autor*innen aller lebenden Generationen. Vielleicht noch zum Wort \u201efrisch\u201c. Frisch sind alle ausgew\u00e4hlten Projekte. Ich denke da zum Beispiel an <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/barbara-pumhoesel\/\">Barbara Pumh\u00f6sel<\/a> mit ihrem Langgedicht\u00a0<em>Die Distanz der Ufer<\/em>. Als ich dieses Manuskript gelesen hab, war ich v\u00f6llig hin und weg.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist zweifelsohne ein gro\u00dfes Verdienst der Reihe, die \u00f6sterreichische Gegenwartslyrik in einer breiten Palette zu pr\u00e4sentieren. Wie entscheidest du oder wie entscheidet ihr, welche Autor*innen bzw. welche Manuskripte publiziert werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sondieren sehr sorgf\u00e4ltig und diskutieren die Manuskripte und Vorschl\u00e4ge, die uns erreichen. Daf\u00fcr erstelle ich zun\u00e4chst eine engere Auswahl, die aber noch immer recht gro\u00df ist. Diese Auswahl diskutieren wir dann, Merle R\u00fcdisser, Bernd Schuchter und ich \u2013 und diese Diskussionen sind immer sehr spannend und dauern lange. Immer wieder spreche ich aber auch Lyriker*innen an und frage, ob sie an einer Zusammenarbeit interessiert w\u00e4ren. Im Grunde \u00fcberlege ich nat\u00fcrlich, welche Facetten in der Reihe noch fehlen, welche Zug\u00e4nge noch interessant w\u00e4ren, um dem Anspruch gerecht zu werden, den wir mit der Reihe verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das war nun eher die formale Seite. Aber nach welchen Kriterien kommst du zu einem Urteil \u00fcber das eingereichte Manuskript? Wie beurteilst du die Qualit\u00e4t und ob es publikationsw\u00fcrdig ist? An Einsendungen wird es wohl nicht mangeln, oder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es kommen sehr viele Einsendungen. Mich interessiert dann, wie es sprachlich funktioniert, welche Themen es gibt, welche Herangehensweisen und auch wie relevant die Texte sind. Manche Lyrikprojekte sind sehr konzeptuell, das kann spannend sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:36% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"710\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-710x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5981 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-710x1024.jpg 710w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-208x300.jpg 208w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-104x150.jpg 104w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-370x534.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-185x267.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-20x29.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-400x577.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Buch-33x48.jpg 33w\" sizes=\"(max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Da m\u00f6chte ich gleich einhaken. Wie zeigt sich f\u00fcr dich die Relevanz der Texte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein guter Punkt, Relevanz zeigt sich durch die Originalit\u00e4t der Sprache, auch durch die Genauigkeit. Formal gibt es ja wenige Kriterien bei zeitgen\u00f6ssischer Lyrik. Nat\u00fcrlich kann auch auf alte Formen zur\u00fcckgegriffen werden, wenn der sprachliche Ansatz trotzdem nicht r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Relevanz stellt sich also nicht \u00fcber den Inhalt her?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja und Nein. Es gibt Lyrikb\u00e4nde, die sich entlang klassischer Themen bewegen, die aber sprachlich sehr zeitgen\u00f6ssisch sind. Es gibt sehr erz\u00e4hlerische Lyrik und es gibt auch abstraktere Positionen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielt Gender bei der Auswahl der Manuskripte und Autor*innen eine Rolle?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das spielt eine wichtige Rolle. Das Geschlechterverh\u00e4ltnis in der Lyrikreihe muss immer ausgewogen sein. Es gibt gef\u00fchlt einen \u00dcberhang an Einsendungen unverlangter Manuskripte von m\u00e4nnlichen Autoren, das spielt aber keine Rolle, denn hier haben wir sehr klare Kriterien definiert.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Welche Nachricht m\u00f6chtest du mit dieser Lyrikreihe in die literarische \u00d6ffentlichkeit hinaussenden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lyrik ist die freieste literarische Form, deshalb ist sie auch die interessanteste und relevanteste.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum entsteht aus Freiheit besondere Relevanz?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil sie sich nicht nach den Kriterien des Marktes richten oder verbiegen und am wenigsten ein konsumierbares Produkt sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein auffallendes Merkmal der Reihe ist ihre sch\u00f6ne grafische und buchtechnische Ausstattung mit festem Umschlag und Leseb\u00e4ndchen. Wie kam es dazu und wer ist f\u00fcr die Ausstattung zust\u00e4ndig?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem zugrunde liegt eine entscheidende \u00dcberlegung Bernd Schuchters. Die Lyrikb\u00e4nde sollen ihre Qualit\u00e4t auch in einer \u00e4sthetischen Ausstattung widerspiegeln, also eine besondere grafische Gestaltung, Leseb\u00e4ndchen, Hardcover. Und die B\u00e4nde sollen gleichzeitig auch g\u00fcnstig zu erwerben sein. Ein Lyrikband kostet 15 Euro, das ist ein erschwinglicher Preis f\u00fcr ein derart wertiges Buch. Von der Gestaltung her hat die Reihe eine Grundkonzeption, die jedoch immer wieder durchbrochen wird. Johanna R\u00fcdisser illustriert die Cover der Reihe. Gelegentlich, wenn es bei einem Projekt Sinn ergibt und die M\u00f6glichkeit besteht, werden K\u00fcnstler*innen mit einbezogen. Das kann auf unterschiedlichste Weise geschehen, zum Beispiel in Form von Gegen\u00fcberstellungen von Texten und Bildern. Hier haben wir schon viele Spielarten ausprobiert. Mir ist hier wichtig, dass Lyrik und Kunst einander auf Augenh\u00f6he begegnen. Soeben ist der Band&nbsp;<em>Investitionsruinen<\/em>&nbsp;von Jana Volkmann erschienen. Sie hat den K\u00fcnstler J\u00f6rn Budesheim eingeladen, dessen Kunst sie lange und gut kennt. F\u00fcr den Band haben K\u00fcnstler und Autorin Werke ausgew\u00e4hlt, die den Gedichten begegnen \u2013 eines auch f\u00fcr das Cover. Projekte wie dieses gab es schon einige. Um nur ein paar von vielen zu nennen: eine Zusammenarbeit zwischen Alfred Goubran und der K\u00fcnstlerin Kazaki Maruyama, f\u00fcr die der Philosoph Boris Manner die Kuratierung \u00fcbernahm; eine Zusammenarbeit zwischen Alexander Peer und dem K\u00fcnstler Moussa Kone; zwei B\u00fccher, bei denen Isabella Manfred Poor Fotografien zu den Gedichten Isabella Feimers beisteuerte und viele mehr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie haben die Leser*innen und Rezensent*innen auf die Reihe&nbsp;<em>Limbus Lyrik<\/em>&nbsp;reagiert?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Reihe wird mittlerweile sehr gut angenommen. Ich denke, anfangs gab es nat\u00fcrlich noch Zweifel, wie sich so eine Reihe entwickelt. Aber Kontinuit\u00e4t und Qualit\u00e4t wirken auch auf Rezensent*innen, Veranstalter*innen, Buchh\u00e4ndler*innen und Leser*innen vertrauenserweckend. Ein gro\u00dfer Moment der Reihe war, als <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/chana-daniela\/\">Daniela Chana<\/a> im Jahr 2019 mit ihrem Lyrikband&nbsp;<em>Sagt die Dame<\/em>&nbsp;unter die Lyrik-Empfehlungen der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"852\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-1024x852.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5980 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-1024x852.jpg 1024w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-300x249.jpg 300w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-150x125.jpg 150w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-768x639.jpg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-370x308.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-800x665.jpg 800w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-20x17.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-185x154.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-740x615.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-400x333.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-liegend-58x48.jpg 58w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Johanna Uhrmann<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wie zufrieden bist du mit der Lyrikkritik in den \u00f6sterreichischen Medien? Die Poesiegalerie hat sich ja aus Unzufriedenheit mit der Kritik zur Aufgabe gemacht, einen erheblichen Teil der \u00f6sterreichischen Lyrikproduktion zu besprechen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier sehe ich ehrlich gesagt eine L\u00fccke. Lyrik wird in \u00d6sterreich auf manchen Ebenen einfach ignoriert und sicher auch zu wenig rezensiert. Dabei g\u00e4be es einige Verlage, die Lyrik herausbringen. Ich frage mich dann immer, woran es liegt, denn mal ganz pragmatisch betrachtet: ein Lyrikband liest sich f\u00fcr eine\/n Rezensent*in schneller als ein 500-Seiten-Roman. Sicher liegt es aber auch an dem wenigen Platz, der in Medien zur Verf\u00fcgung steht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich habe sowohl von Literaturredakteur*innen als auch von Buchh\u00e4ndler*innen geh\u00f6rt, dass sie sich in der Lyrik nicht mehr auskennen und deswegen die Finger davon lassen. Zutreffend?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Klar, jede Rezension ist auch eine Art Bewertung &#8211; und wie etwas bewerten, bei dem man sich unsicher ist. Wenn Lyrik breiter in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert wird, dann l\u00f6st sich dieses Problem von selbst. Bedenkt man die Tatsache, dass wir im Land von Friederike Mayr\u00f6cker, Christine Lavant, Ernst Jandl, H.C. Artmann etc. leben, dann frage ich mich: Wo war der Stromabriss, wann hat man aufgeh\u00f6rt, sich mit Lyrik in einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6ffentlichkeit zu besch\u00e4ftigen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wobei sie in ihren Refugien wunderbar weiterbl\u00fcht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, ich sehe auf manchen Ebenen sehr viel Engagement f\u00fcr Lyrik, zum Beispiel in den Wiener Literaturinstitutionen. Literaturhaus Wien, Alte Schmiede, \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Literatur r\u00e4umen der Lyrik ihren Stellenwert ein und sind f\u00fcr Lyriker*innen und Lyrikinteressierte gleicherma\u00dfen bedeutende Orte. Auch einige Buchh\u00e4ndler*innen engagieren sich sehr stark. Und wichtig sind auch die \u00d61 Nachtbilder und die regelm\u00e4\u00dfigen Abdrucke von Gedichten in einigen \u00f6sterreichischen Tageszeitungen. Das macht Lyrik sichtbar. Lyrik liest sich anders als Prosa, das ist auch ein gro\u00dfer Vorteil. Ich habe von mehreren Leser*innen schon geh\u00f6rt, dass die Lyrikb\u00e4nde wie Begleiter f\u00fcr sie funktionieren. Man tr\u00e4gt so ein Buch mit sich und liest die Texte, je nach wo und wann, immer anders.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen zeigen Projekte wie die&nbsp;<em>Poesiegalerie<\/em>, dass es auch eine Selbsterm\u00e4chtigung von Lyriker*innen gibt. Das ist sp\u00fcrbar, auch der Wunsch, sich zu vernetzen. Nat\u00fcrlich muss so etwas auch von \u00f6ffentlicher Seite mitgetragen werden. Gerade haben wir erlebt, wie&nbsp;<em>fixpoetry&nbsp;<\/em>aufh\u00f6ren musste, weil es daf\u00fcr keine F\u00f6rderung gab. Unglaublich eigentlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Einfluss hatte und hat die Pandemie auf die Reihe?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Pandemie wirkt sich in vielerlei Hinsicht aus. Einerseits f\u00fcr die Autor*innen. Vor einem Jahr war die Lage wirklich dramatisch. Mittlerweile aber k\u00f6nnen auch in der Pandemie an vielen Orten schon Lesungen stattfinden und B\u00fccher pr\u00e4sentiert werden. Ich erinnere mich an eine seltsame Situation. Ich bin beim Spazierengehen w\u00e4hrend des ersten Lockdowns bei einer Buchhandlung vorbeigegangen. Da standen in der Auslage die drei aktuellen Limbus-Lyrikb\u00e4nde. Nur war die Buchhandlung geschlossen, bestellen war dann aber zum Gl\u00fcck bald m\u00f6glich. Wor\u00fcber ich sehr gl\u00fccklich bin: in der Reihe Limbus Lyrik ist trotz Pandemie nichts eingeschr\u00e4nkt oder gek\u00fcrzt worden, nach wie vor erscheinen drei B\u00e4nde pro Saison. Daf\u00fcr ist dem Verlag, also Bernd Schuchter und Merle R\u00fcdisser, und ihrem enormen Engagement zu danken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Autor*innen werden dieses Jahr erscheinen?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im heurigen Fr\u00fchjahr ist bereits&nbsp;<em>American Apocalypse<\/em>&nbsp;von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/feimer-isabella\/\">Isabella Feimer,<\/a> mit Fotografien von Manfred Poor erscheinen \u2013 eine atemberaubende lyrische Reportage durch die Amerikas; im M\u00e4rz jetzt erscheinen jetzt die drei B\u00e4nde&nbsp;<em>Investitionsruinen<\/em>&nbsp;von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/volkmann-jana\/\">Jana Volkmann<\/a>,&nbsp;<em>Decke weg<\/em>&nbsp;von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/eibel-stephan\/\">Stephan Eibel <\/a>und&nbsp;<em>Echos<\/em>&nbsp;von Markus P\u00f6ttler. Zudem wird der Lyrikband&nbsp;<em>Das zweite Gesicht<\/em>&nbsp;von Erika Wimmer-Mazohl erscheinen, in dem sie sich auf Dante-Miniaturen des S\u00fcdtiroler K\u00fcnstlers Markus Vallazza bezieht. Im Herbst gibt es dann wieder drei Lyrikb\u00e4nde in der Reihe. Spannend ist, dass manche Autor*innen bereits einen zweiten Band herausbringen, wie im Fall von<a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/feimer-isabella\/\"> Isabella Feimer,<\/a> oder einen dritten, wie im Fall von <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/eibel-stephan\/\">Stephan Eibel<\/a>. In den n\u00e4chsten Jahren wird das Programm also dahingehend sehr durchmischt sein, dass neben neuen Autor*innen auch einige mit weiteren B\u00e4nden kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und wie sieht es mit eigenen Projekten aus? F\u00e4rbt die Herausgeberschaft auf die eigene Arbeit ab?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausgeberschaft f\u00e4rbt mit Sicherheit auf meine Arbeit ab, allein schon deswegen, weil ich mich dauernd mit aktueller Lyrik besch\u00e4ftige. Im Herbst werde ich, gemeinsam mit dem Komponisten Karlheinz Essl ein Buch herausbringen, f\u00fcr das ich lyrische Texte geschrieben habe. Unsere Arbeit folgt einem gemeinsamen Konzept, bei dem es um Soundscapes und Wahrnehmung geht. Also schon auch wieder Lyrik, aber in sehr konzeptueller Form und als Kooperationsprojekt. Wann ich selbst wieder einmal einen Lyrikband herausbringe, wei\u00df ich noch nicht. Aber es mag sein, dass ich derzeit weniger Lyrik und mehr Prosa schreibe, weil ich mich auf anderer Ebene damit besch\u00e4ftige. Nachdem ich bereits eine Dystopie geschrieben habe (Ich bin die Zukunft, 2014) arbeite ich derzeit an einem utopischen Roman, der mitten in Europa spielt. F\u00fcr mich ein Wagnis, da ja Dystopien derzeit viel plausibler sind. Man kann sich eher eine kaputte Welt vorstellen, als Alternativen zu denken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die POESIEGALERIE dankt vielmals f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erwin Uhrmann, der Herausgeber der Reihe &#8222;Limbus Lyrik&#8220; im Gespr\u00e4ch mit Udo Kawasser.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[131],"tags":[274,222,238,351,135,284,353,352,252,354,342,225,146],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Weitermachen, wo der Strom abriss - Poesiegalerie<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Weitermachen, wo der Strom abriss - Poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Erwin Uhrmann, der Herausgeber der Reihe &quot;Limbus Lyrik&quot; im Gespr\u00e4ch mit Udo Kawasser.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/facebook.com\/poesiegalerie\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-03-18T23:32:21+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-12-06T10:05:07+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-e1616109625361.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1333\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1252\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"ried\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Uhrmann-Erwin-mit-Reihe-e1616109625361.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@poesiegalerie\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"ried\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"13 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/\"},\"author\":{\"name\":\"ried\",\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/#\/schema\/person\/0cc97ae77cc6a8f51d6aeb3d5836ea82\"},\"headline\":\"Weitermachen, wo der Strom abriss\",\"datePublished\":\"2021-03-18T23:32:21+00:00\",\"dateModified\":\"2024-12-06T10:05:07+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/03\/19\/anschliessen-wo-der-strom-abriss\/\"},\"wordCount\":2409,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/#organization\"},\"keywords\":[\"Alexander Peer\",\"Barbara Pumh\u00f6sel\",\"Christoph Szalay\",\"Cornelia Travnicek\",\"Daniela Chana\",\"Erwin Uhrmann\",\"Isabella Krainer\",\"Katharina J. 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