{"id":6598,"date":"2021-05-02T21:28:00","date_gmt":"2021-05-02T19:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/?p=6598"},"modified":"2022-09-27T10:42:08","modified_gmt":"2022-09-27T08:42:08","slug":"die-ecke-ist-ein-guter-platz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/2021\/05\/02\/die-ecke-ist-ein-guter-platz\/","title":{"rendered":"Die Ecke ist ein guter Platz"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"custom-small-subtitle wp-block-heading\">Der Lyriker und Kurator von <em>Dichterloh<\/em> <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen\/hammerschmid-michael\/\">Michael Hammerschmid<\/a> im Gespr\u00e4ch mit <a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/udo-kawasser\">Udo <\/a><a href=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/autor%e2%80%91innen-alte-seite\/kawasser-udo\/\">Kawasser<\/a><\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Blick auf deine Biografie \u00f6ffnet ein weites Spektrum an beruflichen Rollen, die aber alle eng mit der Literatur verbunden sind. War dir die Dichtung schon in die Wiege gelegt worden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Kindheit hatte ich ein blaues Buch mit wei\u00dfen Bl\u00e4ttern. Das wollte ich mit einer Erz\u00e4hlung f\u00fcllen. Ich konnte noch nicht schreiben. Ich habe das Buch zuerst geheim gehalten. Die Erz\u00e4hlung, die hinein sollte, handelte von einer Welt, die ich mir ausmalte, nein, mehr: in der ich lebte. Wenn es eine Wiege gab, so war dieses blaue Buch vielleicht die Wiege. Ich trug es auch mit mir herum. Ich wollte Schriftsteller werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie ist es dann mit dem blauen Buch weitergegangen. Hat es sich gef\u00fcllt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch hat sich in die Vorstellung eines Buches verwandelt. Es gab Eintr\u00e4ge, aber solange ich in dieser Welt lebte, die ich mir gleichsam selbst erz\u00e4hlte, war es nicht dr\u00e4ngend notwendig, sie auch in allen Details aufzuzeichnen.&nbsp;Das Buch ist gewisserma\u00dfen meine blaue Blume (Novalis). Es bleibt immer un-erf\u00fcllt, wenn man so sagen kann. Aber das klingt jetzt zu romantisch. Ein fr\u00fcher Wunsch materialisierte sich im blauen Buch, es ist auch einfach ein Bild f\u00fcr diesen fr\u00fchen Wunsch. Es gibt auch andere Bilder, die mir helfen, die fr\u00fchste Zeit und Zeit des W\u00fcnschens zu erinnern.. Vielleicht braucht man f\u00fcr fr\u00fche Erinnerungen solche Banden, \u00fcber die man sich erinnern kann und an deren Widerstand sich die Spielb\u00e4lle der Erinnerung in Bewegung versetzen (lassen)?&nbsp;&nbsp;Es war Schreiben im Kopf als ein Leben in einer Welt, die man Kinderwelt nennen k\u00f6nnte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nun bist du aber nicht nur Lyriker sondern auch Literaturwissenschafter mit Publikationen beispielsweise zu Robert Walser und Ernst Jandl, Kurator der internationalen Lyrikfestivals Dichterloh in der Alten Schmiede, das \u00fcbrigens n\u00e4chste Woche beginnt, <strong>\u00dcbersetzer<\/strong><\/strong> <strong>und Dozent f\u00fcr Literatur am Institut f\u00fcr Sprachkunst. Anders formuliert, du oszillierst zwischen wissenschaftlichem, <strong>kreativem<\/strong> und organisatorischem Zugang zur Literatur. Wie erkl\u00e4rt sich dieser umfassende Zugriff?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum steht die Literatur. In gewissem Sinne das Gedicht. Die T\u00e4tigkeiten gehen von dort aus und kommen dorthin zur\u00fcck. Wahrscheinlich verwandeln sich mir diese T\u00e4tigkeiten auch in etwas Gedichtartiges. Wie das Festival-Machen. Es f\u00fchlt sich nicht wie Organisation an, was ich da mache beispielsweise. Es geht gleichsam \u00fcber in die Vorstellung eines Sprachgef\u00fcges aus verschiedenen&nbsp;Werken, Stimmen, \u00c4sthetiken, ich empfinde es als eine \u00e4sthetische Arbeit im Austausch mit Menschen. F\u00fcr mich ist das sehr bereichernd.&nbsp;Und ich hoffe, f\u00fcr die, die an den Festivals teilnehmen nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6602 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-370x278.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-20x15.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-185x139.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-740x555.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-c-Barbara-Schwarcz-64x48.jpg 64w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide mb-30 is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Copyright Barbara Schwarcz<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Du bist ja 1972 in Salzburg geboren, hast aber dann in Wien Germanistik und Theaterwissenschaften studiert. Welche Rolle spielte dieser Wechsel f\u00fcr dich?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Befreiung, Zur\u00fcckkommen (meine Eltern kommen aus Wien), ein eigenes Leben, ich wollte zur Spielkarte im Caf\u00e9 Hawelka, die auf der Decke klebte. Ich wollte immer weg, immer woanders hin, Wien war die erste M\u00f6glichkeit, zur Spielkarte im Caf\u00e9 Hawelka. Ich wusste, dass dort die Literatur &#8222;zuhause&#8220; gewesen war. Thomas Zierhofer-Kin hatte mir in Schulzeiten den &#8222;Auftrag&#8220; gegeben, einen Artikel \u00fcbers Hawelka zu schreiben. Aus der Sache wurde dann nichts. Aber die Spielkarte (ist es ein As?) hat sich mir eingepr\u00e4gt. Der Wechsel war ein Eintritt in eine neue Welt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deine drei Gedichtb\u00e4nde begannen erst nach den gr\u00f6\u00dferen literaturwissenschaftlichen Arbeiten zu erscheinen. Darunter zwei B\u00e4nde mit Gedichten f\u00fcr Kinder: 2013&nbsp;<em><a href=\"http:\/\/www.michaelhammerschmid.com\/category\/buecher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die drachen, die lachen<\/a><\/em>&nbsp;in der Edition Krill und 2018&nbsp;<em><a href=\"http:\/\/www.michaelhammerschmid.com\/category\/buecher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schlaraffenbauch<\/a><\/em>&nbsp;in der B\u00fcchergilde in Frankfurt. Dazwischen erschien 2015 dein Lyrikband&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/klever-verlag.com\/buecher\/nester\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nester<\/a><\/em>&nbsp;bei Klever. Wie kam es zu deinem Interesse f\u00fcr Kinder zu schreiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kindergedicht ist ein Freiraum unerh\u00f6rter Art. Es ist noch relativ unbesetzt, zumindest erscheint mir das im Nachhinein so, wo ich mehr kenne. Ich wollte nicht f\u00fcr Kinder schreiben, ich hatte das zumindest nicht geplant. Aber der Raum der Kindheit ist gewisserma\u00dfen in meine Sprache ger\u00fcckt, hat sie von unten ein St\u00fcck aufgehoben, und ihr gleichzeitig eine Art Boden gegeben: Ich habe blind geschrieben und tue das immer noch. Auf diese Weise zeigt sich mir etwas, das ich nicht wei\u00df. Die eigene Kindheit wei\u00df man ja nicht. Sie entzieht sich einem, w\u00e4hrend man in ihr wurzelt, starke Empfindungen mit ihr verkn\u00fcpft sind, Pr\u00e4gungen, Weichenstellungen wahrscheinlich, dieser Raum des Ungewussten hat und zieht mich wohl nach wie vor magisch an. Es ist wie an einen Beginn gehen. Und man muss sehr hellh\u00f6rig sein. Und die Augen schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Und man kann es der Erwachsenenliteratur auch zeigen, das hei\u00dft sich \u00fcber Konventionen der Literatur selbst hinwegsetzen. Und das hei\u00dft, jedes Kindergedicht ist nat\u00fcrlich auch ein &#8222;Erwachsenengedicht&#8220;. Ich m\u00fcsste einmal jemanden fragen, warum er oder sie Erwachsenengedichte schreibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das hei\u00dft also, dass du die Gedichte in <em>Nester<\/em> im Kontinuum zu den anderen B\u00e4nden siehst.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, obwohl es darin nat\u00fcrlich auch Gedichte gibt, die man Kindern eher nicht vorlesen w\u00fcrde, oder eigentlich auch nicht, nein, tats\u00e4chlich, sie sind f\u00fcr Kinder auch geeignet. F\u00fcr Jugendliche auch. Der Zyklus &#8222;aus des ronsards kunstgedichten gewonnen&#8220; ist nat\u00fcrlich ein wilder Liebeszyklus, aber ich glaube er k\u00f6nnte auch Kindern gefallen. F\u00fcr mich gibt es, vermute ich, diese Unterscheidung von Kinder- und Erwachsenenliteratur nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fchlst du dich als Autor richtig wahrgenommen oder zu Unrecht in die Ecke Kinderliteratur gestellt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das kommt sicher vor, man denke nur, man wird ja schon als Lyriker in die Ecke gestellt, es w\u00e4re also die Ecke der Ecke, und ich finde das ist ein ausgezeichneter Platz um etwas zu finden, zu ver\u00e4ndern, dort ist ja vielleicht ein M\u00e4useloch durch das man in andere R\u00e4ume kommen kann und die Perspektive in Ecken ist ausgezeichnet, weil die meisten meiden sie, man stellt(e) ja die Kinder, die nicht brav waren, in Ecken. Die Ecke ist ein guter Platz f\u00fcr einen Autor\/eine Autorin, es ist eine umgedrehte Spitze, eine Ecke, und nein, ich f\u00fchle mich dorthin nicht hingestellt, denn ich behaupte diesen Platz mit Stolz.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:32% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"326\" height=\"500\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3547 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch.jpg 326w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch-196x300.jpg 196w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch-98x150.jpg 98w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch-185x284.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch-20x31.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Hammerschmid-Cover-Schlaraffenbauch-31x48.jpg 31w\" sizes=\"(max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Ich will sagen, ich transportiere das Kindergedicht ins Erwachsenengedicht, z.B. in die manuskripte, die Zeitschrift f\u00fcr experimentelle Literatur (zumindest der Herkunft nach), in die eine oder andere Tageszeitung, ins Jahrbuch der \u00f6sterreichischen Lyrik, und nicht zuletzt auch in Museen &#8211; z.B. ins Leopold-Museum oder Kindermuseum ZOOM mit \u00fcber hundertausend Besucherinnen und Besuchern im Jahr -, es kommt also an verschiedenen Ecken und Enden der Literatur und in der \u00d6ffentlichkeit schon vor. Ich freue mich jedesmal, wenn das passiert, weil die Trennung von Kinder und Erwachsenenwelt ja ein Konstrukt ist, ein interessantes sicher, auch historisch bedingtes, aber die Lyrik ist st\u00e4rker als die Etikette, sie einzuteilen. Das war immer so, denke ich, bleibt immer so, und muss doch von Gedicht zu Gedicht erstritten, erarbeitet, erforscht werden. Gedichte sind ja etwas, mit dem man Vorstellungen erweitert, bricht, unterwandert, sonst braucht&#8217;s ja die Dinger nicht. Also Kindergedicht, gut, aber eben Gedicht. Die einzige Kategorie. Ich meine Literatur. Oder \u00fcberhaupt ohne Namen. Am besten ohne Namen, auch so, wie es Inger Christensen einmal schreibt, eine nicht-existierende Sprache, die braucht es, die muss gefunden, erfunden, gesucht, herausgelockt werden aus einem selbst oder irgendwohergezupft muss die werden, und das ist schon eine unerh\u00f6rte Arbeit. Und nicht einmal ein Beruf ist daraus abzuleiten. Und doch ist es so etwas \u00e4hnliches, Dichter, meinetwegen Kinderlyriker.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Du bist schon lange in der Alten Schmiede unter anderem als Kurator f\u00fcr die Poliversale und Dichterloh aktiv. Wie ist es dazu gekommen, dass du relativ fr\u00fch an die Alte Schmiede andocktest?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich arbeite f\u00fcr die Alte Schmiede seit 1997. Die Alte Schmiede war ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr mich. Eine Art zweite Universit\u00e4t, Literaturuniversit\u00e4t, Gespr\u00e4chsuniversit\u00e4t, Zuh\u00f6runiversit\u00e4t, weil&nbsp;<em>universitas<\/em>, f\u00fcr alle, offen, da h\u00f6rte ich das, was mir sofort wichtig war und noch wichtiger wurde, weil ich da die Literatur entdeckt habe, die ich nicht oder nur vom Namen her oder schon ein wenig kannte. Also bin ich immer hin. Immer wieder. Und habe dann Kurt Neumann kennengelernt, weil man ja immer wie er mal auch was gemeinsam trinken oder essen ging. Also ich habe schon relativ lang f\u00fcr die Alte Schmiede immer wieder moderiert, bis wir 2014 das erste Lyrik-Festival gemacht haben. Ein Fest der Lyrik und f\u00fcr die Lyrik! Als Position habe ich das auch nie empfunden, eher als einen Dienst,&nbsp;<em>dienste tun<\/em>, so ein bisschen im mittelalterlichen Sinn, also dem Gesang beiwohnen, mitgestalten, den es da gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nach welchen Kriterien organisierst du das Festival?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kriterium ist die Lekt\u00fcre. Das Ziel ist die Luft. Alles, was das Lesen freigibt, ist der Stoff. Offenheit bei der Lekt\u00fcre und Neugierde, na klar. Horchen. Warten k\u00f6nnen auch, bis ein Gedichtband und seine Gedichte zu sprechen anfangen. Wieder hineinlesen. Gedichtb\u00e4nde mitnehmen. Dabeihaben. Weglegen. Mit welchen Kriterien ich lese? Mit keinen. Aber dann, beim Lesen, entwickeln sich Kriterien. Wenn es den inneren Respons gibt, dann nimmt die Lekt\u00fcre Gestalt an, wird subjektiv, und dann muss ich sie nat\u00fcrlich auch objektivieren. Ich z\u00e4hle z.B. Worte oder Wortarten, notiere alles, was mir auff\u00e4llt, das ist manchmal auch ein bisschen skurril, es gibt z.B. eine Lekt\u00fcrebild meiner Lekt\u00fcre der Worte plus Seitenzahlen des Jon Fosse-Gedichtbandes <em>Diese Unerkl\u00e4rliche Stille<\/em>. Die Kriterien bilden sich also beim Lesen von mehreren Gedichtb\u00e4nden heraus. Diese assoziieren sich dann nach und nach, es dr\u00e4ngt sich auf, dass dieser und jener Band miteinander zu tun haben oder in einem interessanten Kontrast stehen. Das ist die Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"824\" height=\"1024\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-824x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6606 size-full lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-824x1024.jpg 824w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-241x300.jpg 241w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-121x150.jpg 121w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-768x954.jpg 768w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-370x460.jpg 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-800x994.jpg 800w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-185x230.jpg 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-740x919.jpg 740w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-20x25.jpg 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-400x497.jpg 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Hammerschmid-Michael-klc-poesiegalerie-39x48.jpg 39w\" sizes=\"(max-width: 824px) 100vw, 824px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Ist das dann eine eigene Art des Lesens?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es hat sich dabei schon eine eigene Art des Lesens herausgebildet, denke ich. Die hat auch viel mit Anschauen, Plastischmachen zu tun. Und nat\u00fcrlich muss ich auch rundherum lesen, damit ich die Sachen besser einordnen kann. Die Lekt\u00fcre w\u00e4chst so. Und doch darf man nie vergessen, dass Gedichtlekt\u00fcren auch dem Moment geschuldet sind. Also ist es eigentliche eine Gratwanderung. Das finde ich sehr aufregend. Also zuerst die Gedichte und Gedichtb\u00e4nde, das ist vielleicht das Kriterium. Aus ihnen etwas bauen, ganz behutsam eigentlich, weil die sollen im Mittelpunkt stehen. Die sind das Wichtigste bei einem Festival. Aus Ihnen, dank ihrer das Fest! Deshalb auch meine Allergie gegen Etiketten im Literaturveranstalterischen. Stempel drauf und schon wissen, was drinsteht. So funktioniert auch manches im Journalismus. Produktion von Etiketten. Ein Kriterium ist also auch, aus dem Stoff der Literatur heraus denken, und da findet man nat\u00fcrlich die ganze Welt drin, Gesellschaftliches, Politisches, alles, Dinge, die man nie gesehen und geh\u00f6rt hat, und wunderbare Sprachen, das z\u00e4hlt ja zum Sch\u00f6nsten, man kann Sprachen, Dichter*innensprachen h\u00f6ren. Allein deshalb lohnt es sich Festivals zu machen. Ich liebe fremde Sprachen, Jan Erik Vold aus Norwegen war im J\u00e4nner bei Dichterloh. Die Sprache hat gesungen. So etwas ist einzigartig. Um es in einem Bild zu sagen. Ich baue die Festivals wie Vasall und Lacaton, das franz\u00f6sische Architektenpaar baut, von innen nach au\u00dfen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Copyright Poesiegalerie<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieses Jahr findet das Festival nun zum zweiten Mal vom<a href=\"https:\/\/alte-schmiede.at\/lyrikfestival-dichterloh\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> 4. -11.Mai<\/a> statt. Ihr habt zehn Dichter*innen aus sechs L\u00e4ndern eingeladen, darunter Roberta Dapunt aus Italien, Mila Haugov\u00e1 aus Tschechien,&nbsp;&nbsp;Leta Semadeni aus der r\u00e4toromanischen Schweiz, Volha Hapeyeva aus Wei\u00dfrussland, Ursula Krechel und Nadja K\u00fcchenmeister aus Deutschland, sowie Margret Kreidl, Peter Enzinger, Julian Schutting und Herbert J. Wimmer&nbsp;&nbsp;aus \u00d6sterreich. Im Ank\u00fcndigungstext hei\u00dft es, dass in den rezenten Gedichten dieser Autor*innen eine Dialektik des Anwesenden und Abwesenden zu beobachten war.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein interessanter Punkt. Wie im Ank\u00fcndigungstext angedeutet, hat sich im Verlauf der Lekt\u00fcre f\u00fcr mich gezeigt, dass viele Gedichte, damit zu tun haben. Manchmal ist es ganz konkret und direkt, oft aber auch vermittelt, subkutan. Bei Roberta Dapunt, die das Festival er\u00f6ffnet, geht es um Uma, (ladinisch f\u00fcr Mutter), und die Pflege, Begegnung, Zeit und Unzeit mit einer demenzkranken Frau in einer l\u00e4ndlich-b\u00e4uerischen Welt. Es geht dabei um den Abschied von einer bestimmten Form des Umgangs miteinander. Und auch um den Tod<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im <a href=\"https:\/\/alte-schmiede.at\/lyrikfestival-dichterloh\/blog\/aber-jetzt-war-jetzt-wird-jetzt-herbert-j-wimmer\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Blog <\/a>zur kommenden Dichterloh-Veranstaltung schreibst du etwas, was mir sehr sympathisch ist: \u201eJedes Gedicht ist anders. In jedem Gedichtband ist jedes Gedicht ein neues Gedicht. Das einzelne Gedicht ist das Zentrum jedes Gedichtbands. Mit jedem Gedicht beginnt eine Welt.\u201c In einem <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000125213531\/poesie-jetzt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel <\/a>zum Weltpoesietag im Standard habe ich vor kurzem davon gesprochen, dass Gedichte &#8222;Weltentw\u00fcrfe&#8220; sind.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das ist irgendwie der Nukleus. Ich schreibe ja auch Gedichte, die au\u00dferhalb von Gedichtb\u00e4nden gewisserma\u00dfen einzeln in der Welt stehen (etwa in Museen), und das finde ich triftig, sich zu erinnern: Gedichte schaffen eine Welt und entwerfen wohl auch Welt. Nat\u00fcrlich gibt es so viele Gedichtarten wie Gedichte und es gibt nat\u00fcrlich auch gro\u00dfartige Beispiele, wo Gedichte in Kontexte gehen und stehen, in Zyklen, in Erz\u00e4hlungen, in Gemeinschaft etc. Und doch bleibt das einzelne Gedicht als ein Ding vor allen anderen stehen. Jedes Gedicht. Ding oder Wesen, Ding und Wesen. Sprache jedenfalls. Das ist \u00fcbrigens auch etwas, was bei Festivals so interessant ist: Die Gedichte geraten (oft) in eine neue Ordnung, sie l\u00f6sen sich aus den Gedichtb\u00e4nden, werden akustisch, und fangen dort, in der Luft, zu sprechen an. Einzelne Gedichte zun\u00e4chst. Aber nat\u00fcrlich dann auch schon gleich in neuer Reihung, oder in Reihung wie in den Gedichtb\u00e4nden, jedenfalls lassen sie sich gerade im Zusammensein mit den Gedichten der anderen, neu sehen und erfahren. Die Luft ist f\u00fcr mich \u00fcbrigens der eigentliche Stoff eines Festivals. Die Gedichte m\u00fcssen in die Luft. Meine Einleitungen zu den Gedichtb\u00e4nden nenne ich darum (f\u00fcr mich) auch Luftessays.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man kann wohl ohne \u00dcbertreibung sagen, dass ein wichtiger Teil deines Lebens um das Gedicht kreist. Tats\u00e4chlich bewohnt die Lyrik aber, wie du es vorhin nanntest, eine Ecke der Ecke Literatur, ist also au\u00dfer Sichtweite der Gesellschaft geladen. Was kann die Lyrik aber leisten, dass du trotzdem an ihr festh\u00e4ltst?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht, dass man sich an ihr nicht festhalten kann. Sie bleibt frei. Und verbindet sich doch mit allem M\u00f6glichen und Unm\u00f6glichen. Sie ist ein Gegenentwurf zur Verlotterung, Brutalisierung im Sprachlichen und Menschen. Sie fordert h\u00f6chste Aufmerksamkeit und kann trotzdem beil\u00e4ufig wahr- und aufgenommen werden. Sie verfeinert oder vergr\u00f6bert auch dort, wo es notwendig ist. Wer sich ihr n\u00e4hert, kann sich wohl verwandeln. Und wo w\u00e4ren die G\u00f6tter des Alten Griechenlands geblieben, h\u00e4tte sie Ovid nicht in sprachliche Verwandlung gebracht? Was auch immer der Stoff ist, so wie es aussieht, brauche ich die Dichtung. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Du kennst seit Jahrzehnten den Literaturbetrieb und insbesondere die marginale Stellung der Lyrik darin. Woran happert es nach deiner Meinung vor allem?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen entspannten Umgang mit ihr. Aufmerksamkeit der Lyrik gegen\u00fcber wie jeder anderen Kunst gegen\u00fcber. Ausbildung, die sie nicht vernachl\u00e4ssigt. Lust und&nbsp;&nbsp;weniger Frust. Davon abgesehen nat\u00fcrlich viel Konkretes: Einen Buchhandel, der nicht so verk\u00fcmmerte Lyrik-Abteilungen best\u00fcckt, z.B. auch mal mehr Lyriker*innen zu Lesungen einl\u00e4dt. Gespr\u00e4chsm\u00f6glichkeiten m\u00fcssten geschaffen werden. In der Lehrer*innen-Ausbildung und P\u00e4dagog*innen-Ausbildung sollte Literatur und Dichtung eine Rolle spielen. Denn die freie Spracharbeit und gleichzeitig die Arbeit an der Sprachform, z\u00e4hlen ja zu den urspr\u00fcnglichsten und lustvollsten T\u00e4tigkeiten (man denke nur daran, was kleine Kinder mit Sprache alles machen), hier w\u00e4re sicher einiges noch m\u00f6glich. Und das geht nat\u00fcrlich weiter in alle Bildungseinrichtungen, von der Volkshochschule bis zur Universit\u00e4t. Es braucht einfach Leute, die die Lust und die M\u00f6glichkeit haben, auch etwas anzubieten. Es braucht F\u00f6rderungen f\u00fcr die Lyrik. Sie sollte nicht schlechter honoriert sein als die f\u00fcr z.B. Roman-Autorinnen und Autoren. Aber man m\u00fcsste das in Ruhe entwickeln, in Deutschland gibt es einige produktive Initiativen, beispielsweise die Lyrik-Empfehlungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Blick auf deine Lyrikpublikationen l\u00e4sst ungef\u00e4hr einen Dreijahresrhythmus erkennen. 2018 erschien dein letzter Band. Ist bald mit einem neuen Gedichtband zu rechnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im J\u00e4nner 2022 kommt beim Wiener Verlag Jungbrunnen <em>Wer als erster<\/em>. <em>Gedichte f\u00fcr Kinder<\/em>.<a href=\"https:\/\/mjdetelleria.blogspot.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Mar\u00eda Jos\u00e9 de Telleria<\/a> aus Buenos Aires steuert die Bilder bei. Ich bin sehr gl\u00fccklich \u00fcber diese Wahl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"400\" height=\"400\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" data-src=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6567 lazyload\" data-sizes=\"auto\" data-srcset=\"https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante.png 400w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-300x300.png 300w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-150x150.png 150w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-180x180.png 180w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-90x90.png 90w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-370x370.png 370w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-20x20.png 20w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-185x185.png 185w, https:\/\/www.poesiegalerie.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2021-poesiegalerie_Beitragsbanner_Dichterloh_Variante-48x48.png 48w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lyriker, Literaturwissenschafter, \u00dcbersetzer, Dozent und Kurator von &#8222;Dichterloh&#8220; im Gespr\u00e4ch mit Udo Kawasser.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2112,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[131],"tags":[173,146],"thb-sponsors":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.6 - 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