Philipp Hauser
Den Lähmungszustand herausschreien Wenn es eine Ungewissheit gibt, wer wohl als nächstes über die Düne streift, angeschwollen vom Leben und still von der Unmöglichkeit es zu sagen Wenn es nicht sicher ist, als welche sich die Gesichter entpuppen oder ob sie es werden oder ob sie Larven bleiben oder ob sie viel eher dich entlarven ob sie leben wollen oder lieber nicht die sämtlichen Monologe nicht aufhören zu verschwinden in heiße Luft diese albernen Helden, die immer alles besser machen, aber keiner braucht sie durchfräst wie sie sind Raum-erdrückende Qual wo das Halts Maul die Welt regiert diese aufgeschüttete Absicht tonnenweißen Schleims Wenn einem der Drang entsteht zu gehen, weil man weiß, dass man gehen muss mit den Scherben der Krüge der Nacht geleert in einen neuen Tag und sieht dass man vielleicht nicht ausreicht dass man zuerst alleine durch sich hindurchmuss, auch durch die Einsamkeit Dann ist die Einsicht immerhin eine Sicht Dann ist der Lähmungszustand aus einem Herauszuschreien auch über die Stille, sie zu überwinden damit der Kalk sich löst das steife Hemd aufhört die Schulter zu reiben bis weit hinter die Kapillaren, gelüftet damit die Gedanken wieder auf die Highways kommen, um sich auszuruhen & frei zu werden fern der Loxodrome

Von Philipp Hauser erschien zuletzt: Blumen aus der Pampa. Gedichte, Parasitenpresse, 72 Seiten, Preis: 12,- €
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