Alexander Peer
Geliebte Ich zitterte Rilke und zitierte den Flaum über deinem Ellbogen, in den Körper hinein sprechen wir unsere Vorträge. Echos an Fingerkuppen, Fußnoten an flüsternden Fersen, kaum streichle ich die Buchstaben, brennen deine Sohlen, schon schreitest du über Leselisten hinweg, wir streichen die Lektüre aufs Brot der harten Jahre. An deiner Wirbelsäule, dorisch, ruht mein Bauch und zwischen den Fingern Chesterfield mit Glory Matches entflammt. Irgendwo stirbt immer ein Dichter. Die Zimmer sind ohne dich vermöbelt, wenn ich meinen Schlaf in und neben und mit dir suche. Nach dem Zerbröseln aller Wörter bleiben die Theorien zurück wie käsebleiche Kinder, die ohne Pausenbrot das Haus verlassen müssen.

Zuletzt erschien von Alexander Peer: Gin zu Ende, achtzehn Uhr. Limbus Verlag, 96 Seiten,
Euro 18,00
Cover © Limbus Verlag
