Isabella Feimer
jung und wund bin ich in den Zeilen, die sich von dir wegrücken, die Decke ziehe ich bloß über mich, um mich in ihr zu verpuppen nichts will ich hören, nicht die Papageien (stadtgrau sind sie, nicht grün), nicht das Schwalbenpiepsen (nicht das der einen Schwalbe, die in der Markise schläft) ein Echolot mir eine Orientierung wund, verwundet, weil ich der Welt nicht mehr traue, nicht mehr trauen will, dem Hundegebell, das von einer Hausecke zur nächsten zieht, dem Baulärm, der sich über die Strandpromenade legt, dem Kind, das Gitarre übt, dein Geistern Fantasmas, nachts verschreckt sie nicht einmal das Licht das Licht aus alten Fotos das Meer aus alten Fotos ein Lied im Lärm des Nachmittags verklungen ( für Victoria)

Zuletzt erschien von Isabella Feimer: Versuch einer Verpuppung. Gedichte. Haymon, Innsbruck, 2025. 128 Seiten. Euro 22,90-
Cover © Haymon Verlag
