Christl Greller
geköpft auf dem wintergehsteig die blüte einer rose, abgebrochen. abgerissen ihr kopf. eine rosenblüte in schönster öffnung, ihr rot leuchtend, liebeskitschig, doch auf dem boden. und beim vorbeigehen zwischen gehsteigmüll leuchtend jedesmal sichtbar rot immer noch. dann ein fußabdruck, stempelgleich schwarz auf rot – und teilen sich die blütenblätter auf über die steine, leuchtend rot wie immer, schwarz gestempelt mehr und mehr, doch reste, beständig, klein und leuchtend von unten.

Zuletzt erschien von Christl Greller: TAGSÄTZE zur Nicht- oder Bewältigung. Poetische Notate. Edition Lex Liszt 12, 2025,160 Seiten, Euro 19,50-
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