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Echo im Raum hinterm Hinterkopf

Echo im Raum hinterm Hinterkopf

Isabella Breier

Echo im Raum hinterm Hinterkopf

Eine einfach ergreifende Kurzgeschichte 
hält sich mit überkonstruierten Versatzstücken auf, 
nennt sich aus heiterem Himmel Prosafragment, 
macht an unmöglichsten Stellen Kleinbuchstaben 
plus schnoddrige Punkte mit Pausen. 
Neuerdings geht sie auch 
mit Neologismen hausieren, schimpft im Slang, 
steht stundenlang vorm Spiegel, 
kaschiert das Lebendige ihres Stils 
mit kopflastigen Redundanzen. 
Daraufhin schütteln die Adoptiveltern 
– beide gutsituierte Novellen – 
sämtliche Motive, sichten die Stammbäume letzter Sujets. 
Sie packen ihre unerhörten Begebenheiten zusammen, 
düsen in ihren Luxusmanierismen 
umweltschonend zwischen den Zeilen 
durchs marktzugewandte Feld, 
um am bougainvilleaefeuumrankten Tor 
der frisch restaurierten Herrschaftsvilla Sturm zu klingeln 
und den klassischen Entwicklungsroman um Hilfe zu bitten. 
Der aber macht auf epochale Zäsur 
und partout die Tür nicht auf, 
weil er sich wieder mal verloren wähnt, 
in der Menagerie 
mit der zugekoksten Sonette 
um die Wette 
slamt.

Zuletzt erschien von Isabella Breiermir kommt die Hand der Stunde auf meiner Brust so ungelegen, dass ich im Lauf der Dinge beinah mein Herz verwechsle. Lyrikband in zwölf Kapiteln. Mit Illustrationen von Hannah Medea Breier. Edition fabrik.transit, Wien 2019. 328 Seiten. Euro 17,-

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