Die Online- und Offline-Plattform für zeitgenössische Dichtkunst in Österreich

Die nächste POESIEGALERIE findet vom 19. bis 21.11.2026 statt.
Lesen Sie die LYRIKEMPFEHLUNG 2025/26

 

BUCH.sieben 

Read More

schilfern

Read More

schnee 2 

Read More

Übersetzung

Read More

wo sind wir uns hin 

Read More

bus grås haud haam 

Read More

Zwischen Karst und Meer

Read More

Stunde 

Read More

rückkehr von krähe 

Read More

dees goidane weana heaz

Read More
Porträt Daniela Chana

Eine Orange

Read More

fehl am platz

Read More

Zunge hineingesteckt

Read More

NOCH EINS IST ABER

Read More

Erwartung

Read More

BUCH.sieben 

Maë Schwinghammer

BUCH.sieben
II.

Verdrängung. Ich lenke mich ab und denke. 

		Es braucht keinen samen, dieser welt entwächst ein neues geschlecht, 
	und wir sehen dabei zu. Aus dem erdreich heben sich neue gestalten, das joch 
abgelegt, bestimmt zu sein, etwas bestimmtes zu sein. Kein zauber, keine magie, 
		kein hexenwerk, alle wörter der scham verdamme, nein, verfluche ich. 

Wie lethe brauche ich keinen saft, um wörter zu vergessen. 


									111 - 158: medea. 


Maë Schwinghammers „Covids Metamorphosen“ steuern den ambivalenten Punkt an, aus dem sich Fragen der Identität, des Sprachgebrauchs und -verständnisses, der Welt- und Gesellschaftsordnungen, in die wir alle verstrickt sind und die wir gestalten könn(t)en, ergeben und sei es eben durch die Sprache (von Gedichten). Maë Schwinghammer führt es vor, besser: erkundet es vor, lässt sich darauf ein, den wunden Punkt anzusehen, der auch ein Punkt der Selbstermächtigung und nicht zuletzt der wachen, offenen Metamorphose ist, um sich selbst und Andere als sich wandelnde Wesen oder Entitäten zu begreifen, wie auch die Sprache selbst, die sich auf keinen fixen Nenner bringen lässt. Wie gut das ist!

-Michael Hammerschmid  

Maë Schwinghammer: Covids Metamorphosen. Wien: Klever Verlag, 2022, S. 47.

Maë Schwinghammer nimmt am 23.4.26, ab 19 Uhr, beim Lyrikfestival „Dichterloh“ in der Alten Schmiede an einer Podiumsdiskussion zum Thema „poetik im futur“ teil (gemeinsam mit Hannah K Bründl, Theresa Luserke und Michael Hammerschmid).

Scroll To Top